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Celebrity - Schön. Reich. Berühmt
 
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Celebrity - Schön. Reich. Berühmt

DVD ~ Hank Azaria
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Hank Azaria, Kenneth Branagh, Judy Davis
  • Regisseur(e): Woody Allen
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono), Englisch (Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
  • Erscheinungstermin: 14. Oktober 1999
  • Produktionsjahr: 1998
  • Spieldauer: 114 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004RYS7
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 36.591 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Woody Allens Porträt des Lebens der Berühmtheiten -- gesehen durch die Augen eines gerade frisch geschiedenen Paares -- ist ein in schwarz-weiß und im New Yorker Stil gedrehtes Das süße Leben, das zugleich wie die kältere andere Seite von Manhattan, Allens früherer Liebeserklärung an New York, wirkt. Trotz einiger Fehltritte stellt Celebrity - Schön. Reich. Berühmt eine bewundernswerte (wenn auch düstere), sich lohnende Erweiterung von Allens persönlichem Pantheon dar.

Kenneth Branagh und Judy Davis spielen die einstmals Verheirateten, die nun beide angestrengt versuchen, sich ein neues, getrenntes Leben in einer von Medien durchsetzten und von Berühmtheit besessenen Welt aufzubauen. Er versucht sich als Autor von Porträts verschiedenster Berühmtheiten (während er gleichzeitig mit einem Drehbuch bei jedem Star hausieren geht, der bereit ist zuzuhören) und landet schnell im Schoß eines vollbusigen Sternchens (Melanie Griffith), der ersten in einer langen Reihe von für ihn ganz kurz greifbaren Frauen. Sie begegnet einem Produzenten (Joe Mantegna), der ihr einen Job als Fernsehpersönlichkeit und außerdem eine liebevolle Partnerschaft anbietet. Diese scheinbar einfache Doppelhandlung wird unterbrochen von Wendungen und Umschwüngen in Form von Rückblenden und unzähligen Abstechern zu Seitensträngen, die alle hinreißend von dem legendären Sven Nykvist in schwarz-weiß photographiert wurden und von einem der größten Ensembles in einem Woody Allen-Film überhaupt bevölkert werden. Wenn man nur einmal blinzelt, wird man wahrscheinlich unzählige Cameos von Isaac Mizrahi, Donald Trump, Hank Azaria und einem ganzen Heer anderer verpassen.

Während Judy Davis wie immer großartig ist (sieht man von der scheinbar notwendigen Nervenzusammenbruch-Szene ab, die sie nun wirklich einmal zu viel gespielt hat), hätte jemand Kenneth Branagh sagen sollen, dass er seiner Woody Allen-Imitation, die so einwandfrei ist, dass sie schon irritierend wirkt, Grenzen hätte setzen müssen. Sein Versagen in dieser Rolle ist allerdings nicht nur seine eigene Schuld, da dieser Charakter auch wieder ein weiterer in der langen Reihe von unsympathischen männlichen Protagonisten ist, die Allen offenbar geschaffen hat, um die Zuschauer dazu zu bringen, seine Hauptfiguren zu hassen, nachdem sie sie in Filmen wie Manhattan und Der Stadtneurotiker so geliebt haben.

Branagh ist nie unsympathischer als in der schon schmerzlichen Sequenz, in der er einem verzogenen, leicht erregbaren Teenager-Idol (ein scharfsinniger und gewandter Leonardo DiCaprio) hinterherläuft und sich dabei als völliger Versager präsentiert. Um einiges mehr Spaß machen Branaghs unglücklich verlaufende Begegnungen mit einigen Darstellerinnen. Zu denen gehören die mit Charlize Theron, die als nymphomanisches Supermodel mit einer merkwürdigen Vorliebe für Bandwürmer die beste schauspielerische Leistung des Films vollbringt, die mit der phänomenalen Famke Janssen als erfolgreicher Verlagslektorin, mit der Branagh fast zusammenzieht, und die mit Winona Ryder, die hier als eine aufstrebende, mehr als nur einmal Branaghs Aufmerksamkeit erregende Schauspielerin auftritt und zum ersten Mal wie eine Erwachsene spielt. Alle diese Frauen entgleiten im Verlauf des Films Branaghs Händen wieder.

Obwohl dem Film ein wirkliches Zentrum fehlt, machen ihn doch zumindest zwei ganz und gar wundervolle Momente zu einem Muss für Woody-Allen-Fans. In dem einen sucht Judy Davis, nachdem sie vor ihrer eigenen Hochzeit geflüchtet ist, Trost bei einer lebenserfahrenen Wahrsagerin. Und in dem anderen, einer wunderbaren nächtlichen Szene, umwirbt Branagh eine bezauberte Winona Ryder an einem U-Bahn-Kiosk. Beide Episoden beweisen, dass Woody Allen trotz der unbeständigen Phase, in der er sich zu diesem Zeitpunkt befindet, immer noch diese ganz besondere Kino-Magie besitzt. --Mark Englehart



Produktbeschreibungen

Kinowelt Celebrity, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 09.11.99

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Gesellschaftskritik à la Woody Allen, 6. August 2009
Von Baldabiou (Senden (Westf.)) - Alle meine Rezensionen ansehen
Als Gesellschaftskritik ist dieser Film äußerst gelungen. Er erzählt die Geschichte eines Journalisten (Kenneth Branagh als tragikomische Figur), der um jeden Preis berühmt werden möchte und sich bei allen möglichen Stars (Schauspieler, Models, ...) anbiedert. Bei den weiblichen Stars kommt dann auch noch sexuelles Interesse dazu. Und so kommt er mal näher, mal nicht so nah an die verlockende Welt des großen Ruhms heran. Nebenher zeigt der Film pseudointellektuelle Dreharbeiten, autogrammschreibende Fernsehprediger, die Neurosen der Model-Welt und einen Blick hinter die Kulissen der Talkshows. Es gibt einige sehr gelungene Gags, und die ganze Geschichte ist durch den schwedischen Kameramann Sven Nykvist in ästhetischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen eingefangen.

Aber es gibt auch einen faden Beigeschmack: es ist mal wieder ein Woody Allen-Film, der als Kopfkino funktioniert, aber keinerlei emotionale Wirkung entfaltet. Wieder einmal geht es um einen neurotischen Typen, der mit den Frauen, dem Beruf und der ganzen Welt hadert und eigentlich selbst sein größtes Problem ist. Wieder einmal gibt es Dialoge, die hier und da ihre Künstlichkeit nicht verbergen können, und wieder einmal reden die Figuren unglaublich schnell und unglaublich durcheinander, so dass es mit der Zeit nervt. Und Kenneth Branagh in der Hauptrolle ist wie so oft einen Deut zu überdreht.

Ich denke, dass die subjektive Bewertung dieses Films damit zusammenhängt, wie viele andere Woody Allen-Filme man bereits gesehen hat. Wenn man schon einige Filme kennt, wird das Urteil wohl lauten: witzig, nett, aber irgendwo auch nichts Neues. Kennt man noch nicht so viele Woody Allen-Filme, dann kann einem der Film wohl auch sehr viel Spaß machen. Ein Meisterwerk ist "Celebrity" jedoch nicht, da sind Filme wie Manhattan, Harry außer sich oder der oft unterschätzte Im Bann des Jade Skorpions deutlich sehenswerter.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hochkarätig besetzt, solide Tragikomik, 9. September 2003
In Celebrity bekommt man das typische Bündel an Woody Allen-Themen in einer neuen Variation. Beziehungen und Beziehungsstress, Melancholiker vs Sanguiniker, Komik und Tragik. Der Schauplatz ist diesmal die Welt der Filmstars, der Reichen und Schönen, und es geht darum, ob man es nun will oder nicht, den Zugang in das Reich dieser modernen Aristokraten auszuloten. Lee und Robin sind dabei die Hauptdarsteller. Nach ihrer Scheidung führen die Handlungsstränge ihres Lebens in verschiedene Richtungen, treffen ein paar Mal aufeinander, und haben aus den beiden am Ende völlig unterschiedliche Menschen gemacht.
Auf dem Weg gibt es jede Menge skurrile Komik und witzige Dialoge, aber auch Nachdenkliches und Trauriges. Eine weitere Variation im Allen-Kosmos. In schönem Schwarz-weiss gedreht ist der Film eine Augenweide (und das selbst auf VHS) und die pointierten Dialoge sind obwohl synchronisiert witzig und lebendig. Für Allen-Fans ist der Film wohl Pflicht, für Allen-Einsteiger oder -Gleichgültige mag ein Blick auf die starke Besetzung den Impuls zum Ansehen bringen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Welt durchschaut bis in deren letzte Leere, 6. April 2009
Von Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Gelegentlich wundert es mich, warum einige wirklich geniale Filme nicht länger im Bewusstsein der Öffentlichkeit verbleiben. Aber zumindest im Beispiel von Woody Allens Celebrity liegt eine Erklärung sehr nahe. Zu sehr werden hier die Manierismen unserer Medienwelt karrikiert, zu hart ist das für alle, die Lifestylemagazine wie Exklusiv auf RTL lieben oder sogar selbst machen. Die schnöde Oberfläche verliert an Attraktivität, wenn man hinter die Fassaden sieht. Um am Ende bleibt dann nur Leere an Stelle des Glamours. Der Horror Vacui des 21. Jahrhunderts.

Im Zentrum der Handlung steht wie so oft bei Woody Allen ein Alter Ego, der durch Kenneth Branagh gespielte, eher mäßig erfolgreiche Autor Lee. Dieser ist eine Randfigur der Mediengesellschaft, der Reichen, Schönen und Berühmten, die die Gazetten und Fernsehmagazine füllen. Lee hat eigentlich ein gutes Leben, aber er will mehr, er will dazu gehören. Und so verlässt er immer wieder bestehende Beziehungen und begibt sich auf die Suche nach einer anderen Welt, versucht eine Affaire mit einem Starmodell, versucht sich als Drehbuchautor in Hollywood und vor allem, er bewegt sich auf den richtigen Partys und in den richtigen Restaurants, um dort mit den richtigen Menschen die immer gleichen, hohlen Gespräche zu führen. Natürlich kann das nicht gut ausgehen.

Einer der Höhepunkte des Films ist der Auftritt von Leonardo diCaprio, der einen drogen- und sexsüchtigen Jungfilmstar spielt - also sich selbst, möchte man meinen. Tatsächlich ist dieser Auftritt aber fast prophetisch, da er gedreht wurde, bevor Titanic in die Kinos kam und Leonardo zu dem Star wurde, den er hier bei Celebrity von Woody Allen nur spielen darf. Das zeigt ganz gut den Realitätsgehalt dieses Films. Dann gibt es noch einen großartigen Auftitt von Charlize Theron, die ein Supermodell spielt, dass sich als getriebener Mensch erweist, als es darum geht, einmal nur für einen Moment eine menschliche Seite zu zeigen.

Der Höhepunkt des Films aber ist eine der Nebengeschichten. Denn der Erfolg, der dem Protagonisten versagt bleibt, fällt einem anderen Mitglied des Ensembles durch etwas Arbeit und eine gute Idee dann doch noch in den Schoß. Und das macht dann wohl die Niederlage des Helden am Ende komplett. So richtig böse ist eine Komödie erst dann, wenn die schlimmste aller Wendungen erreicht worden ist.

Für mich zwischen den herausragenen "Hannah und ihre Schwestern" und "Matchpoint" der schönste Film von Woody Allen.
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