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Celebrities. Vom schwierigen Glück, berühmt zu sein
 
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Celebrities. Vom schwierigen Glück, berühmt zu sein [Gebundene Ausgabe]

Borwin Bandelow
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 282 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek; Auflage: 2 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498006479
  • ISBN-13: 978-3498006471
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
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Borwin Bandelow
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Was haben Janis Joplin, Jimi Hendrix, Kurt Cobain und Ludwig II. gemeinsam? Alle waren sie Celebrities und -- richtig --, alle sind sie tot. Eine mittelschwere bis besorgniserregende Persönlichkeitsstörung hatte von ihnen Besitz ergriffen. Wenn man dem Buch glauben will, Grundvoraussetzung fürs frühzeitige und häufig unfreiwillige Ableben seelisch instabiler Stars. Nach seinem vielbeachteten Angstbuch (2004) widmet sich Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Borwin Bandelow diesmal den kreativen Überfliegern. Und er wird fündig. In der Welt des Showbiz wimmelt es von Borderlinern, Narzissten und Paranoikern. Blättern wir einige Fälle auf...

Bandelows erster Kandidat auf der imaginären Couch heißt Sid Vicious, der als Ekelpaket der Sex Pistols seinem Namen mehr als Ehre machte. Ein echter Giftpilz, und nach Bandelow der nahezu klassische Fall einer zerrütteten Persönlichkeit. Zum endgültig brisanten Gemisch wurde der Sprengstoff, als sich der Bassist mit der emotional völlig gestörten Nancy Spungen zusammentat. Erst erstach er sie, dann setzte er sich den Goldenen Schuss! Der Prof. liefert die passende Fernanalyse.

Die Muster ähneln einander. Ob Elvis oder Jim Morrison, Marylin oder Lady Di; frühkindliche Traumata führten zur Persönlichkeitsstörung. Die Folge: Depression, Autoaggressivität, Sucht, Suizidgefahr. Nicht der Ruhm hat sie also verändert, so Bandelows These, sie werden berühmt, WEIL sie anders sind. Geborene Borderliner. Grenzgänger und Narzissten wie der INX-Sänger Michael Hutchence, ein Erotomane vor dem Herrn, der in eindeutiger Pose erhängt aufgefunden wurde. Beim King aller Psychoknackse – wie könnte es anders sein –, Michael Jackson, gerät der Psychiater fast schon ins Schwärmen, so eindeutig präsentieren sich die Defizite. Aber auch die Schwächen des Autors manifestieren sich in jenen Passagen, in denen er selbst in den Strudel der Spekulation und des Kolportagehaften gerissen zu werden droht.

Lassen wir uns also überraschen von Prof. Bandelows Hausbesuchen bei den großen Toten Marvin Gaye, Brian Jones und Janis, und lauschen wir seiner höchstpersönlichen Theorie, wie Marylin Monroe ihr Leben "tatsächlich" ausgehaucht haben könnte. Dass der Professor sich stets auch noch als Kritiker des jeweiligen künstlerischen Œuvres geriert, mag der Leser wahlweise als ärgerlich unwissenschaftlich oder als willkommene Auflockerung empfinden. Psycho light, eben! –Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Mit Stars verbinden wir große Emotionen, Attraktivität, Charisma und Glamour. Aber immer finden wir in den Lebensgeschichten von Prominenten aus Musik, Film und Showbusiness Berichte über Sexskandale, Drogenexzesse, Verschwendungssucht, exzentrische Verhaltensweisen, Gewalt, Depressionen oder Suizide. Ist es Zufall, daß so viele der Schönen und Reichen offensichtliche seelische Probleme haben? Sind Ausschweifungen, Suchtprobleme und menschliche Tragödien die logische Konsequenz der Kehrseite des Triumphes? Dieses Buch untersucht die Abgründe und Geheimnisse im Leben der Superstars.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend nichtssagend, 23. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Celebrities. Vom schwierigen Glück, berühmt zu sein (Gebundene Ausgabe)
Wer hier erhellende, originelle Psycho-Analysen von Berühmtheiten erwartet hat, den enttäuscht der Mediziner und Psychologe Bandelow auf der ganzen Linie: Die üblichen Freaks und Untoten der Promigeschichte – von Janis Joplin bis Marilyn Monroe, von Kurt Cobain bis Klaus Kinski und sogar der gute alte Karl May - werden lieblos biografisch abgehandelt; dazwischen eingestreut ein paar Erläuterungen zur Systematik der Persönlichkeitstörungen auf Wikipedia-Niveau; und angedickt das alles noch mit Fallbeschreibungen von völlig belanglosen Nonames.
Eine analytische Verbindung des jeweiligen Promis und einer für ihn spezifischen psychischen Störungen findet kaum statt – auch, weil jeder ohnehin ziemlich jede Macke gleichzeitig zu haben scheint. Kleine Schlampigkeiten im Lektorat – die erste Endnote trägt die Nummer 78, „Spielautomat“ wird mit „Geldautomat“ verwechselt etc. – vertiefen den Eindruck der Lieblosigkeit dieses Schnellschusses.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Fachlich völlig unhaltbar - ein einziges Ärgernis!, 19. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Celebrities. Vom schwierigen Glück, berühmt zu sein (Gebundene Ausgabe)

Als Frau vom Fach war ich - trotz diverser Vorwarnungen von Kollegen - neugierig auf das Buch, fällt man doch privat selber immer mal gerne eine "Ferndiagnose" über Promis.

Leider war der Inhalt ein einziges Ärgernis: ewig lange aneinandergeklatschte Listen von Promis, die angeblich alle unter einer Persönlichkeitsstörung leiden (wie der Autor zu dieser Auswahl kommt, bleibt sein Geheimnis) und ellenlange Abhandlungen darüber, was Herr Bandelow unter einer Bordeline-Störung versteht (andere Störungen scheinen ihm nicht bekannt zu sein).
Er hätte mal lieber vorher in das ICD-10 geschaut, wo die Richtlinien für diese Erkrankung aufgelistet sind: die von ihm genannten Kennzeichen sind willkürlich, unvollständig und teilweise sogar fachlich falsch ("Narzissmus" ist (1) KEIN Borderline-Kennzeichen und (2) eine eigenständige Störungen - schönen Gruß auch!).

So wundert es dann auch nicht, dass die Vita diverser Promis so hingebogen wird, dass am Ende alles und jedes auf "Bordeline" hinweist: der Promi hatte eine schwere Kindheit und ein Drogenproblem? - Bordeline! der Promi war mehr als einmal verheiratet? - Borderline! der Promi hat den Drang nach Ruhm? - Borderline! der Promi hat gehustet oder mag Erdbeeren? todsicher Borderline!

Dass die Symptome vieler der von ihm genannten Promis auch auf völlig andere Störungen hinweisen können resp. gar nicht zu seiner heißgeliebten Borderline-Diagnose passen, wischt er mit dem Einwand beiseite, dass Borderline ja ach so schillernd ist und quasi hinter jeder Sucht/ Depression/ Angsterkrankung/ sexuellen Störung eigentlich eine Borderline-Störung steht. Eine Differenzierung fehlt leider völlig - wäre er in einer Klinik beschäftigt, müsste man ihn wegen ständiger Fehldiagnosen feuern.

Fazit: Verdummend, beliebig und über Strecken hinweg schlichtweg fachlich falsch - nicht zu empfehlen!
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen ...blankes Entsetzen, 12. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Celebrities. Vom schwierigen Glück, berühmt zu sein (Gebundene Ausgabe)
Die These, dass die Krankheit "Borderline" die Antriebsfeder für den Erfolg von Stars seien, interessierte mich sehr, zumal ich auch an dieser Krankheit leide. Diese These ist sicherlich interessant und auch nicht von der Hand zu weisen. Allerdings erfasste mich bei der Beschreibung der Krankheit blankes Entsetzen: Hier wird stark verallgemeinert und vieles sehr ungenau dargestellt. Z.B. schreibt der Autor, dass diese Krankheit vererbbar sei. Richtig ist, das bestimmte Charaktereigenschaften (hohe Sensibilität bei gleichzeitigem sehr tiefen Gefühlsleben) vorhanden sein müssen, um die Krankheit bei bestimmten Umweltbedingungen ausbrechen zu lassen. Und genau diese Komponente ist vererbbar nicht die Krankheit an sich. Ebenso irritiert hat mich, das er gar nicht auf die Stresskomponente eingegangen ist, sondern das extreme Ausleben beim Drogenkonsum nur mit einem geringeren Anteil an Glückshormonen als bei gesünderen Menschen erklärt hat. Das ist sicherlich auch richtig. Aber Borderline-Patienten lernen als erstes in der Verhaltenstherapie auf Anspannung und damit auf erste Anzeichen auf Stress zu achten, weil häufig in Zeiten hoher Anspannung auch der Drogenkonsum oder anderes Suchtverhalten ebenfalls hoch ist. Aus der Neurologie weiß man, dass der Kortisalgehalt bei Borderline-Patienten wesentlich höher ist als bei gesunden Menschen. Das hat zur Folge, dass diese Menschen schneller auf Streß und Anspannung reagieren und dass Drogen u.ä. zur Kompensierung dienen.
Ein weiterer Punkt sind die Verallgemeinerungen des Krankheitsbildes bzw. der Symptomatik. Hier bedient er sämtliche Klischees und schafft damit nur weitere Vorurteile. Z.B. werden Menschen mit einem Borderline-Syndrom als notorische Lügner und Manipulierer dargestellt. Als einen Widerspruch empfinde ich, dass sie einerseits ihre häufig sehr schwierige Lebensgeschichte falsch und übertrieben darstellen und somit die Eltern ungerechtfertigter Weise belasten. Aber andererseits zeigt der Autor ziemlich genau auf, dass viele (eigentlich alle) der Stars mit einer Borderline-Symptomatik schwierige Lebensbedingungen vorfanden. Sicherlich haben es Eltern mit einem hochsensiblen und tief empfindenden Kind schwerer als Eltern, deren Kinder mit einem anderen Temperament auf die Welt gekommen sind. Aber genau hier sind auch die Eltern in Verantwortung zu nehmen, haben sie doch die Aufgabe, Kinder in ihrem Leben zu begleiten und ihnen, soweit es möglich ist, gute Startbedingungen zu schaffen. Leider zeigt es aber, dass Menschen mit dieser Krankheit genau dies nicht vorgefunden haben.
Hinter dieser Krankheit steht großes Leid und viele Qualen. Sie sind dringend auf die Akzeptanz der Mitmenschen angewiesen. Leider trägt der Autor durch seine populärwissenschaftlichen Aussagen genau zum Gegenteil bei. Er kann zwar das Verhalten der Stars erklären, aber die meisten Menschen sind nun mal keine.
Die Aussagen zur narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind ebenfalls sehr ungenau und dienen nur zur Untermauerung seiner These - mehr nicht.
Dadurch wird dieses Buch leider sehr einseitig und damit für mich auch sehr unglaubwürdig. Schade!
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