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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen15
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am 3. Oktober 2009
Da ich die "Limited Edition" dieses Albums habe, nehme ich hier natürlich nur Stellung zu der CD.

Ich finde die Idee garnicht schlecht zum Jubiläum die großen Klassiker der Band im Studio einmal neu aufzunehmen.
Immerhin hat sich die Besetzung der Band über die 4 Jahrzehnte gravierend geändert, wenn auch in den letzten 23 Jahren nur in 1 Position.
Die Klassiker der Band sind hier weitestgehend so eingespielt, wie sie für die 5-köpfige Band auch live realisierbar sind, also ohne großartige Overdubs.
Bei "Free N Easy" zB. setzt sich der Soloteil in der Mitte hier nun aus einem Gitarre - Orgel - Duell zusammen, genauso wie wir das auch im Konzert erwarten dürften.
Die bis zu 40 Jahre alten Klassiker werden hier durchaus würdig aufpoliert, ohne die Originale von damals in irgendeiner Weise zu beschädigen.
Ich hätte es auch unpassend gefunden, ein komplett neues Studioalbum "zusammen zu zimmern", wobei vielleicht nach der doch recht kurzen Zeitspanne seit "WTS" die Qualität der Songs dann gelitten hätte.
Hier aber sind 2 wirklich hervorragende neue Songs mit dabei.
"Only human" ist ein straighter, aber durchaus hochwertiger Rocksong. Kein 0815. Er würde als Single- Kopplung taugen. Ohrwurmgefahr !
Ganz anders, aber von gleicher Güte ist " Corridors of madness". Der Titel hat etwas mystisches und lässt Erinnerungen an den unvergessenen Original - Sänger David Byron ( 1947 - 1985 ) wach werden.
Produziert wiederum durch Mike Paxman schliesst das "Celebration" - Album durchaus nahtlos an "Wake the sleeper" an.
Es strotzt nur so vor Energie und zeigt wo die Band heutzutage musikalisch steht.

Ihre Alben und Konzerte sind jederzeit ein Erlebnis und meistens - wie in diesem Falle - ein Highlight !

Happy Birthday Uriah Heep ! - Keep on rockin' - oder wie Gründer Mick Box sagen würde: 'appy days
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am 19. Oktober 2009
Das Album hinterlässt auf dem ersten Blick zunächst zwiespältige Gefühle.
Mir ging es daher so, wie vielen anderen auch. So hätte ich mir zum 40jährigen Jubiläum gerne neue Songs gewünscht. Das Überraschungsalbum "Wake The Sleeper" strotzte im letzten Jahr nur so vor Kraft und Vitalität, dass das Pulver von Mick und Co. doch noch nicht verschossen sein dürfte.
Oder ? Denn leider ist dies genau der Gedanke der aufkommt, wenn man damit konfrontiert wird, dass bis auf zwei nagelneue Songs der Rest auf "Celebration" altbekanntes Material in neuem Gewande ist. Why ??? Fragt sich der verzweifelte Fan...
Wohlgemerkt auf den ersten Blick.

Auf dem zweiten Blick kommen dann aber weitere überdenkenswerte Erkenntnisse. Der Beweggrund der Band zum Beispiel...
Genau ! Das 40jährige Jubiläum ! Es gibt sicher genügend plausible Gründe, warum die Band Uriah Heep viele der bekanntesten Songs, überwiegend aus der glorreichen Ära zwischen 1970 und 1973, neu aufnimmt. Und wenn es auch nur der ist, dass Bernie Shaw jetzt bei Studioauftritten im TV endlich nicht mehr "Playback" zu der Stimme von John Lawton oder David Byron singen muss.

Also muss man diese Veröffentlichung von zwei Seiten sehen. Nötig war es sicher nicht, die alten Klassiker neu einzuspielen. Dafür hätte man sie eigentlich nicht unbedingt mehr "anfassen" müssen.

Andererseits hat die Band Uriah Heep in der seit gut 23 Jahren bestehenden aktuellen und bekannten Besetzung das Recht (Mick Box als maßgeblicher Mitbegründer sowieso...), die eigene Bandgeschichte aufzubereiten. Sie dürfen das... Fraglos.
Für ein 40jähriges Jubiläum also absolut standesgemäß. Andere Stars nehmen ihre alten Songs auch neu auf. Und die Fans, die diese Interpretationen mögen, die es schon seit Jahrzehnten
"Live" von Bernie gesungen in verschiedensten Varianten zu hören gab, dürfen das auch. Punkt und Schluss.
Und zwei neue Songs sind ja auch dabei. Ein komplett neues Album nur ein Jahr nach Wake the Sleeper wäre vielleicht doch etwas zu viel verlangt von den alten Herren.

Wie bewertet man so ein Album ? Gar nicht ? Ist es das Recht der "Älteren" (hier die Band...), wertungsfrei tun zu können, was sie wollen ? Hier hilft also nur hören... Nicht vorher schon meckern.
Oldie-Band hin oder her. Uriah Heep sind gestandene und sehr gute Musiker. Das hat die aktuelle Besetzung in zwei Jahrzehnten unmissverständlich bewiesen. Daher ist auch dieser Output ernst zu nehmen. Und der ist nicht schlecht ! Viel besser als ich dachte...

Vorweg: Die beiden neuen Songs "Only Human" und "Corridors Of Madness" sind gut. Letzterer sogar verdammt gut ! Keine progressive "Hymne" im klassischen Sinn, sondern vom Aufbau, von der Melodiefolge und von der fülligen Instrumentierung her gesehen ein typischer Heep-Song.
Erinnert vielleicht tendenziell an eine Art Mischung aus "Rainbow Demon" und "A Year Or A Day"... Etwas langsamer, getragener, moderner. Sehr schön.

Der Song erinnert irgendwie an die David-Byron-Zeit; könnte auch von Ken Hensley stammen, das Werk. Mir gefällt "Corridors Of Madness" jedenfalls klasse, weil so typisch habe ich Heep lange nicht gehört. Auf WTS wäre der Song sicher das "i-Tüpfelchen" gewesen, dass viele 2008 vermisst haben.

"Only Human" ist nicht ganz so prägnant. Klingt ein bisschen nach dem Sound von Sea Of Light aus den 90ern. Ein schöner rockiger Opener.

Bei den neu aufgenommen Songs stelle ich fest, dass sie allesamt professionell interpretiert und produziert sind. Bernie singt sich sehr kraftvoll und mehr als gut durch alle Songs und Russel Gilbrook treibt mit seinem Schlagzeug heftig an.

Daher vorweg vielleicht die gröbsten negativen Auffälligkeiten: "Sunrise" hat von Bernie Shaw leider eine falsche Textzeile verpasst bekommen (statt im Original "...swords will be my pen" singt er "....will be my friend"). Oder verhör' ich mich da etwa ??? ;-)
"Bird Of Prey" weist interpretatorische Schwächen bei der Umsetzung auf. Schade, denn ausgerechnet dieser Song ist einer der besten von Uriah Heep und stammt zudem nicht von Ken Hensley, sondern aus der Feder von Mick Box (und Byron...) himself. Der hätte damit seinen Status deutlich verbessern können, dass gute Songs von Heep auch ohne das Songwriting eines Ken Hensley möglich sind. Wohlgemerkt nichts gegen Hensley (ich schätze ihn sehr !), aber Uriah Heep sehe ich als Band an und nicht als Produkt eines Einzelnen.
So... Mehr zu kritisieren habe ich nicht.

Die anderen Songs wie "Gypsy", "Look At Yourself" oder Easy Livin' (beispielhaft für fast alle anderen...) sind grundsolides Handwerk. Vor allem, wie schon auf WTS, dominiert erfreulicherweise die gute alte Hammondorgel. Phil Lanzon scheint sich nun voll dazu bekannt zu haben und lässt Synthesizer - Programm - Spielereien gänzlich weg. Außerdem überzeugen bei fast allen Songs die sehr gut umgesetzten glockenklaren und melodiösen Chorpassagen. Immer da wo's passt und teilweise klingen sie verdammt nah am Original ! Wie auch immer das eingespielt wurde.
Macht richtig Spaß...
Erfreulich, dass auch "Between Two Worlds" von Sonic Origami dabei ist. Kein alter Klassiker, aber für mich einer der besten Heep-Songs überhaupt. Free n' Easy überzeugt ebenfalls auf der ganzen Linie als schneller straighter Rocker mit schönem Gitarren- und Hammondeinsatz.

"Free Me" hätte man sich als Neuauflage vielleicht sparen können. "Circus" wäre zum Beispiel die viel bessere Wahl gewesen, weil die Band mit diesem Klasse-Song von 1973, abermals aus der Feder von Mick Box, Lee Kerslake und Gary Thain (also wieder ohne Hensley), einen Beitrag zur Verbesserung des Stellenwertes der aktuellen Besetzung geleistet hätte.
So werden viele wieder meckern: Alles nur geklaut...
(natürlich von Hensley...).
Sei's drum. Auch "Free Me" unterscheidet sich vom Original durch deutlich wahrnehmbarere sehr gute ausgefuchste Hammondorgelbegleitung, die dazu beiträgt, dass der Song gleich viel
"heeptypischer" und nicht ganz so schlagermäßig wie anno 1977 klingt. Geht doch !

Die Überraschung (die eigentlich keine ist...) stellt "Lady In Black" dar. Diesen Song hätte man am besten gar nicht mit drauf gepackt. Dachte ich... Da hatte ich die allergrößten Zweifel. An diesem Song kann man sich eigentlich nicht vergreifen, ohne was falsch zumachen. Denn dieser ist seit jeher so derart einfach gestrickt (zwei Akkorde !!) und im Original dennoch so unschlagbar gut, dass es fast schon wieder eine Kunst ist, ihn originalgetreu umzusetzen und nicht schlechter als das Original klingen zu lassen. Der Song lebt nämlich im Original von der Anschlagtechnik der Akustikgitarre und der Rhythmussektion (Bass und Schlagzeug).
Das haben Uriah Heep 2009, finde ich, spitze hingekriegt.

Für Fans und Sammler ist "Celebration" ein "Muss", als Uriah - Heep - Neueinsteiger kommt man vielleicht besser mit den ersten Alben (Return To Fantasy nicht vergessen...) sowie Sea Of Light, Sonic Origami und Wake The Sleeper klar. Trotzdem: Celebration klingt handwerklich sehr gut sowie durchaus zeitgemäß und rundet zudem durch die beiden tollen neuen Songs das bisher vorhandene gesamte Uriah-Heep-Repertoire komplett ab.

Und noch was liebe Leute,
wir reden hier von einer klassischen 5-köpfigen Rockband-Besetzung. Also Gitarre, Bass, Drums, Orgel und Gesang...Uriah Heep kitzeln mit dieser Standardinstrumentierung hier alles heraus, was guten Heep-Sound ausmacht und was die Fans eigentlich lieben müssten. Darum sind die Songs auch im Studio so eingespielt, dass es wie "Live" rüberkommt und die Songs so auch auf der Bühne ohne größere Abstriche zum Besten gegeben werden können. Auch WTS klingt auf gewisse Weise wie Live eingespielt und somit dokumentieren beide Alben eindrucksvoll, was heute anno 2009 mit Heep-Sound gemeint ist. Ich weiß nicht, was hier die Fans erwarten, weil in vielen vorab veröffentlichten Rezensionen gerne wieder mal gemeckert wird.
Für mich ohne Grund !
Daher von mir 5 Sterne dafür. Trotz leichtem "Schwächeln" bei der Umsetzung von "Bird Of Prey".
Bleiben immer noch 13 sehr gute Songs.

Vielleicht kommt ja doch noch bald der definitive "WTS-Nachfolger" !
Kommt in die Hufe, Jungs !!! Die Fans warten...

Nun wünsche ich der Band viele neue Fans und begeisterte Alt-Fans...
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"Celebration" erschien im Jahr 2009 zum 40. Geburtstag von Uriah Heep. Eingespielt wurde das Teil von Mick Box (Lead Guitar, Vocals), Trevor Bolder (Bass Guitar, Vocals), Bernie Shaw (Lead Vocals), Phil Lanzon (Keyboards, Vocals) und Russell Gilbrook (Drums).

Zuerst war ich mehr als skeptisch, ob diese CD (hauptsächlich Neueinspielungen der alten Klassiker) nötig gewesen wäre. Mein erster Höreindruck bestätigte diese Meinung zudem. Die Orginalfassungen der Songs, eingesungen von David Byron und John Lawton, sind so stark, was will man da noch neues hinzufügen?!

Mehr als 1 1/2 Jahre später, muss ich meine Meinung revidieren.
Zuerst zu den beiden `neuen` Songs. `Only human` ist recht einfach gestrickt, setzt sich aber im Ohr fest. 3 bis 3,5 Sterne gebe ich hierfür. `Corridors of madness` ist deutlich stärker, hier halte ich gute 4 Sterne für angebracht.
Nun zu den Klassikern. Phil Lanzon (er spielt einfach eine tolle Orgel) und besonders Bernie Shaw gelingt es, den Stücken neues Leben einzuhauchen. Sie machen diese Songs jetzt endgültig zu ihren Songs (Phil und Bernie sind seit 1986!!! durchgehend in der Band). Und das muss ich als großer Verehrer von David Byron neidlos anerkennen.
Besonders gut gefallen mir die Neuinterpretationen von `Free an` easy`, `Gypsy` und `Sunrise`. `Lady in black` hätte vielleicht wirklich nicht sein müssen. Die Frau in schwarz ist aber eben ihr größter Hit und durfte deshalb wohl nicht fehlen.

Wäre diese Platte nötig gewesen? Nicht unbedingt meine ich. Auf der anderen Seite finde ich es aber zwischenzeitlich gut, die alten Klassiker mal in leicht veränderten Versionen zu hören. Für Fans und Neueinsteiger durchaus zu empfehlen. Viele werden die alten Versionen vorziehen, was auch i.O. ist. Von mir 4 Sterne für "Celebration".
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am 19. Oktober 2009
Warum entäuscht?

Der Kaufreiz (wie schon angesprochen) bestand darin, dass die Band sich auf der Single verewigt, wie auf der UH Homepage angekündigt. Leider tat es nur Mick Box. Das ganze grenzt schon an eine Mogelpackung. Im Text bei Amazon steht auch noch was von zwei unveröffentlichen Songs. Die jedenfalls kennt man von Wake The Sleeper her. Der einzige Unterschied ist, dass diese Live aufgenommen wurden und nicht so berauschend rüberkommen.

Die Kritik über die Songs auf der CD, habe ich bei der Celebration Ltd. Edition zum Ausdruck gebracht.

Mein Gesamteindruck von den ganzen drei Celebraition Ausführungen ist, dass das ganze 40 Jahre Konzept schnell, schnell auf den Markt geworfen wurde, um im Gespräch zu bleiben. Hätten die Jungs mehr Zeit zum produzieren gehabt, wäre sicherlich was anspruchvolleres Zustande gekommen. Ich hätte mir von der aktuellen Besetzung gerne einige Songs von allen 21 Studioalben auf einer "Celebration" gewünscht. Das wäre eine würdige Produktion, die die ganzen vierzig Jahre (in guten wie auch in schlechten Zeiten) repräsentiert. Mir ist es auch völlig schnurz, wer was komponiert und wer, was und wie gesungen hat, weil jede Formation Ihre Reize hat. Positiv wie auch negativ. Es ist halt immer interessant, wie die jeweilige Besetzung von Uriah Heep die älteren Songs umsetzt.
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am 22. Oktober 2009
Die bisherigen Rezensionen der neuesten Uriah Heep-Scheibe lassen schon erahnen, dass die Idee "klassische" Stücke neu aufzunehmen umstritten ist.
Ich denke, dass es Uriah Heep mit der CD gelungen ist, alte Klassiker zu entstauben, neu zu interpretieren und so zu präsentieren, wie sie im Moment live gespielt werden. Dazu haben sie zwei neue Stücke gepackt, damit auch wirklich ein kompletter Bogen über eine 40-jährige Karriere gespannt wird. Schade, dass dabei das 95'er Album "Sea of Light" ausgespart wurde, welches meines Erachtens zu den Highlights gehört. Dass nichts von "Wake the Sleeper" dabei ist, liegt sicherlich daran, dass diese CD noch aktuell in den Plattenläden steht.
Wenn ich lese, dass einige die Patina vermissen, die bei den Aufnahmen der 70er (auch nach etlichen durchaus gelungenen Remaster-Versuchen) mitschwingt, so möchte ich zu bedenken geben, dass es genauso Menschen gibt, die Heep deswegen nicht mehr hören, da sie vom Klang der alten Alben nicht mehr angesprochen werden. Hier hat man jetzt die Möglichkeit mit modernen Sound, einige Klassiker der Rock-Musik zu hören, ohne gleichzeitig einer vollkommen übersteigerten Produktion ausgesetzt zu sein. Und wem die alten weiterhin gefallen (oder beide Versionen), der kann diese weiterhören...
Mir haben diese Neuaufnahmen jedenfalls gefallen, vor allem die Stücke in aktueller Studioqualität zu hören!
Da ich keine Möglichkeit habe, einen halben Punkt abzuziehen (für das Fehlen eines Stückes von "Sea of Light"), ein ganzer aber meines Erachtens schon zuviel wäre, bleibe ich bei 5!
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am 27. Oktober 2009
Das Album hinterlässt auf dem ersten Blick zunächst zwiespältige Gefühle.
Mir ging es daher so, wie vielen anderen auch. So hätte ich mir zum 40jährigen Jubiläum gerne neue Songs gewünscht. Das Überraschungsalbum "Wake The Sleeper" strotzte im letzten Jahr nur so vor Kraft und Vitalität, dass das Pulver von Mick und Co. doch noch nicht verschossen sein dürfte.
Oder ? Denn leider ist dies genau der Gedanke der aufkommt, wenn man damit konfrontiert wird, dass bis auf zwei nagelneue Songs der Rest auf "Celebration" altbekanntes Material in neuem Gewande ist. Why ??? Fragt sich der verzweifelte Fan...
Wohlgemerkt auf den ersten Blick.

Auf dem zweiten Blick kommen dann aber weitere überdenkenswerte Erkenntnisse. Der Beweggrund der Band zum Beispiel...
Genau ! Das 40jährige Jubiläum ! Es gibt sicher genügend plausible Gründe, warum die Band Uriah Heep viele der bekanntesten Songs, überwiegend aus der glorreichen Ära zwischen 1970 und 1973, neu aufnimmt. Und wenn es auch nur der ist, dass Bernie Shaw jetzt bei Studioauftritten im TV endlich nicht mehr "Playback" zu der Stimme von John Lawton oder David Byron singen muss.

Also muss man diese Veröffentlichung von zwei Seiten sehen. Nötig war es sicher nicht, die alten Klassiker neu einzuspielen. Dafür hätte man sie eigentlich nicht unbedingt mehr "anfassen" müssen.

Andererseits hat die Band Uriah Heep in der seit gut 23 Jahren bestehenden aktuellen und bekannten Besetzung das Recht (Mick Box als maßgeblicher Mitbegründer sowieso...), die eigene Bandgeschichte aufzubereiten. Sie dürfen das... Fraglos.
Für ein 40jähriges Jubiläum also absolut standesgemäß. Andere Stars nehmen ihre alten Songs auch neu auf. Und die Fans, die diese Interpretationen mögen, die es schon seit Jahrzehnten
"Live" von Bernie gesungen in verschiedensten Varianten zu hören gab, dürfen das auch. Punkt und Schluss.
Und zwei neue Songs sind ja auch dabei. Ein komplett neues Album nur ein Jahr nach Wake the Sleeper wäre vielleicht doch etwas zu viel verlangt von den alten Herren.

Wie bewertet man so ein Album ? Gar nicht ? Ist es das Recht der "Älteren" (hier die Band...), wertungsfrei tun zu können, was sie wollen ? Hier hilft also nur hören... Nicht vorher schon meckern.
Oldie-Band hin oder her. Uriah Heep sind gestandene und sehr gute Musiker. Das hat die aktuelle Besetzung in zwei Jahrzehnten unmissverständlich bewiesen. Daher ist auch dieser Output ernst zu nehmen. Und der ist nicht schlecht ! Viel besser als ich dachte...

Vorweg: Die beiden neuen Songs "Only Human" und "Corridors Of Madness" sind gut. Letzterer sogar verdammt gut ! Keine progressive "Hymne" im klassischen Sinn, sondern vom Aufbau, von der Melodiefolge und von der fülligen Instrumentierung her gesehen ein typischer Heep-Song.
Erinnert vielleicht tendenziell an eine Art Mischung aus "Rainbow Demon" und "A Year Or A Day"... Etwas langsamer, getragener, moderner. Sehr schön.

Der Song erinnert irgendwie an die David-Byron-Zeit; könnte auch von Ken Hensley stammen, das Werk. Mir gefällt "Corridors Of Madness" jedenfalls klasse, weil so typisch habe ich Heep lange nicht gehört. Auf WTS wäre der Song sicher das "i-Tüpfelchen" gewesen, dass viele 2008 vermisst haben.

"Only Human" ist nicht ganz so prägnant. Klingt ein bisschen nach dem Sound von Sea Of Light aus den 90ern. Ein schöner rockiger Opener.

Bei den neu aufgenommen Songs stelle ich fest, dass sie allesamt professionell interpretiert und produziert sind. Bernie singt sich sehr kraftvoll und mehr als gut durch alle Songs und Russel Gilbrook treibt mit seinem Schlagzeug heftig an.

Daher vorweg vielleicht die gröbsten negativen Auffälligkeiten: "Sunrise" hat von Bernie Shaw leider eine falsche Textzeile verpasst bekommen (statt im Original "...swords will be my pen" singt er "....will be my friend"). Oder verhör' ich mich da etwa ??? ;-)
"Bird Of Prey" weist interpretatorische Schwächen bei der Umsetzung auf. Schade, denn ausgerechnet dieser Song ist einer der besten von Uriah Heep und stammt zudem nicht von Ken Hensley, sondern aus der Feder von Mick Box (und Byron...) himself. Der hätte damit seinen Status deutlich verbessern können, dass gute Songs von Heep auch ohne das Songwriting eines Ken Hensley möglich sind. Wohlgemerkt nichts gegen Hensley (ich schätze ihn sehr !), aber Uriah Heep sehe ich als Band an und nicht als Produkt eines Einzelnen.
So... Mehr zu kritisieren habe ich nicht.

Die anderen Songs wie "Gypsy", "Look At Yourself" oder Easy Livin' (beispielhaft für fast alle anderen...) sind grundsolides Handwerk. Vor allem, wie schon auf WTS, dominiert erfreulicherweise die gute alte Hammondorgel. Phil Lanzon scheint sich nun voll dazu bekannt zu haben und lässt Synthesizer - Programm - Spielereien gänzlich weg. Außerdem überzeugen bei fast allen Songs die sehr gut umgesetzten glockenklaren und melodiösen Chorpassagen. Immer da wo's passt und teilweise klingen sie verdammt nah am Original ! Wie auch immer das eingespielt wurde.
Macht richtig Spaß...
Erfreulich, dass auch "Between Two Worlds" von Sonic Origami dabei ist. Kein alter Klassiker, aber für mich einer der besten Heep-Songs überhaupt. Free n' Easy überzeugt ebenfalls auf der ganzen Linie als schneller straighter Rocker mit schönem Gitarren- und Hammondeinsatz.

"Free Me" hätte man sich als Neuauflage vielleicht sparen können. "Circus" wäre zum Beispiel die viel bessere Wahl gewesen, weil die Band mit diesem Klasse-Song von 1973, abermals aus der Feder von Mick Box, Lee Kerslake und Gary Thain (also wieder ohne Hensley), einen Beitrag zur Verbesserung des Stellenwertes der aktuellen Besetzung geleistet hätte.
So werden viele wieder meckern: Alles nur geklaut...
(natürlich von Hensley...).
Sei's drum. Auch "Free Me" unterscheidet sich vom Original durch deutlich wahrnehmbarere sehr gute ausgefuchste Hammondorgelbegleitung, die dazu beiträgt, dass der Song gleich viel
"heeptypischer" und nicht ganz so schlagermäßig wie anno 1977 klingt. Geht doch !

Die Überraschung (die eigentlich keine ist...) stellt "Lady In Black" dar. Diesen Song hätte man am besten gar nicht mit drauf gepackt. Dachte ich... Da hatte ich die allergrößten Zweifel. An diesem Song kann man sich eigentlich nicht vergreifen, ohne was falsch zumachen. Denn dieser ist seit jeher so derart einfach gestrickt (zwei Akkorde !!) und im Original dennoch so unschlagbar gut, dass es fast schon wieder eine Kunst ist, ihn originalgetreu umzusetzen und nicht schlechter als das Original klingen zu lassen. Der Song lebt nämlich im Original von der Anschlagtechnik der Akustikgitarre und der Rhythmussektion (Bass und Schlagzeug).
Das haben Uriah Heep 2009, finde ich, spitze hingekriegt.

Für Fans und Sammler ist "Celebration" ein "Muss", als Uriah - Heep - Neueinsteiger kommt man vielleicht besser mit den ersten Alben (Return To Fantasy nicht vergessen...) sowie Sea Of Light, Sonic Origami und Wake The Sleeper klar. Trotzdem: Celebration klingt handwerklich sehr gut sowie durchaus zeitgemäß und rundet zudem durch die beiden tollen neuen Songs das bisher vorhandene gesamte Uriah-Heep-Repertoire komplett ab.

Und noch was liebe Leute,
wir reden hier von einer klassischen 5-köpfigen Rockband-Besetzung. Also Gitarre, Bass, Drums, Orgel und Gesang...Uriah Heep kitzeln mit dieser Standardinstrumentierung hier alles heraus, was guten Heep-Sound ausmacht und was die Fans eigentlich lieben müssten. Darum sind die Songs auch im Studio so eingespielt, dass es wie "Live" rüberkommt und die Songs so auch auf der Bühne ohne größere Abstriche zum Besten gegeben werden können. Auch WTS klingt auf gewisse Weise wie Live eingespielt und somit dokumentieren beide Alben eindrucksvoll, was heute anno 2009 mit Heep-Sound gemeint ist. Ich weiß nicht, was hier die Fans erwarten, weil in vielen vorab veröffentlichten Rezensionen gerne wieder mal gemeckert wird.
Für mich ohne Grund !
Daher von mir 5 Sterne dafür. Trotz leichtem "Schwächeln" bei der Umsetzung von "Bird Of Prey".
Bleiben immer noch 13 sehr gute Songs.

Nachteil der "Collectors Edition": Die Hülle passt in kein normales CD-Regal und es fehlt ein Booklet ! Da sind die anderen
CD-Versionen oder selbst die Normal-Ausführung wohl der bessere Kauf.

Vielleicht kommt ja doch noch bald der definitive "WTS-Nachfolger" !
Kommt in die Hufe, Jungs !!! Die Fans warten...

Nun wünsche ich der Band viele neue Fans und begeisterte Alt-Fans...
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am 14. Oktober 2009
Nach nunmehr 10+ Durchläufen weiß ich noch immer nicht so recht, was ich von dieser Scheibe halten soll. Mag sein, dass meine Erwartungen auch nur etwas zu hoch waren. Sie ist eindeutig besser wie WTS, aber doch schlechter wie erhofft.
Doch genug der Vorrede; Die Idee, eigene Perlen der fernen oder auch näheren Geschichte neu aufzunehmen, finde ich zunächst einmal zwar nicht neu, aber recht gut. Das haben schließlich vor Heep diverse andere Bands auch gemacht, manche recht gut, manche geradezu fürchterlich.
Celebration ordne ich qualitativ irgendwo in der Mitte ein, weder ein wirklicher Rausreisser, noch ein völliger Totalausfall. Im Grunde sind es zwei wesentliche Punkte, die mich, wie schon bei WTS, stören: a) die (m.E. zu) raue (und zum Teil lieblos wirkende) Produktion und b) Bernies Gesang.

Zur Produktion; zumindest zu Hensley-Zeiten, aber auch bei einigen späteren Alben, war ein Aspekt, der Heep aus meiner Sicht über manch andere Bands hervorhob, die detailreiche Produktion, die den einen oder anderen Titel erst richtig zur Geltung brachte, so etwa bei Between Two Worlds, die Neuaufnahme kommt in keinster Weise an das Original heran, was mit Sicherheit zum großen Teil an der Produktion liegt. Die Neuaufnahme bringt vielleicht, wie die meisten anderen Titel auf dieser CD, durch die raue Produktion etwas mehr Nähe zur Liveatmosphäre, dennoch, für mich zumindest, ist sie eindeutig zu rau!

Zu Bernie Shaw; In meinen Ohren der einzig legitime Nachfolger von David Byron, vielleicht derjenige, der die Verbindung zwischen den beiden Welten (Mit Hensley und ohne Hensley) am ehesten hinbekommen hat, ohne dass es zu einem radikalen Bruch gekommen ist. Bedauerlicherweise ist er von seiner stimmlichen Hochform meilenweit entfernt, mit Sicherheit ein Tribut des Alters, warum aber versucht er dann noch Tonlagen zu treffen, die außerhalb seiner Reichweite sind? Weniger wäre hier echt mehr gewesen. So mutiert er immer mehr vom Sänger zum Shouter ...

Zu den Titeln; Die Auswahl bietet im wesentlichen eine gute Auswahl aus den 70ern, aufgepeppt mit Between Two Worlds (Im Original von 1998) sowie mit 2 neuen Songs. Die 70er Titel bieten einen recht ausgewogenen Überblick , über das, was Heep seinerzeit sehr erfolgreich gemacht hat, einzig Free n Easy ist aus meiner Sicht über, da hätte es bessere Titel gegeben.
Bei den Neuaufnahmen zeigt sich mir Licht und Schatten, so gelungen mir Corridors Of Madness erscheint, so banal und durchschnittlich ist Only Human.

Fazit: Hätten Heep vor 10 oder 15 Jahren solch ein Album herausgebracht, hätte es ein richtig guter Wurf werden können, Bernie wäre voll bei seiner Stimmeskraft gewesen und auch die damaligen Produzenten hätten wohl etwas mehr zu den Titeln gepasst bzw. das Beste heraus geholt.
Unterm Strich betrachtet bleibt Celebration ein zwar hörbares, aber nicht essentielles Album!
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am 24. Februar 2015
40th Anniversary-Album von 2009 der britischen Hardrock-Kultband, dass zwölf Neuaufnahmen ihrer Rock-Klassiker plus zwei brandneue Studio-Tracks enthält. Die extra für das Jubiläums-Album geschriebenen und eingespielten Songs "Only human"/"Corridors of madness" sind alleine den Sold des Silberlings wert. Die im aktuellen Line-Up "Mick Box"(Gitarre), "Trevor Bolder"(Bass),"Phil Lanzon"(Keyboards),"Bernie Shaw"(Vocals), "Russell Gilbrook"(Drums) neu eingespielten Klassiker erstrahlen im neuen Licht, ohne ihr stimmungsvolles Flair der Siebziger einzubüßen. Einzige Ausnahme stellt hier die unvermeidliche Kommerz-Ballade "Lady in black" dar, die sogar gegenüber dem seichten Original merkbar abfällt. Die Jubiläums-Veröffentlichung ehrt die Urväter des Hardrock, die in den Siebziger neben Deep Purple und Black Sabbath die Entwicklung dieses Genre maßgeblich prägten.
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am 19. Oktober 2009
Also jetzt mal bitte ganz langsam. Natürlich kann man sich über Sinn und Zweck solcher CDs und vor allem der Collectors' Editions streiten. Die Neueinspielungen waren eher das Produkt von Spiellaune anlässlich des Studiobesuchs wegen der zwei neuen Stücke. Und dass die beiden neuen Nummern "Only Human" und "Corridors of Madness" richtig gut sind, wurde bereits an anderer Stelle erwähnt. Natürlich hätte ich auch lieber eine Komplettversion gehabt, bei der sowohl die Vinyl Single als auch die DVD gewesen wäre. Aber sind wir doch mal ehrlich: Wir Uriah Heep Fans haben nicht im gleichen Maße die Arschkarte gezogen wie die armen Fans von Kiss, die seit Jahrzehnten immer multipel zur Kasse gebeten werden.
Doch nun zur entscheidenden Frage: Was ist denn eigentlich auf der Single drauf?
Nun, da finden sich tatsächlich zwei bislang unveröffentlichte Liveversionen der Stücke "Ghost of the Ocean" und "Angels walk with you" vom "Wake The Sleeper" Album. Das mag dem einen oder anderen nicht genügen als Kaufanreiz, aber ich, der ich fast alle Singles von Uriah Heep in den unterschiedlichsten Versionen besitze, bin darüber durchaus glücklich, zumal meine Jukebox immer nach neuem Vinylfutter meiner alten Helden giert.
Natürlich wären auch die Autogramme der anderen Bandmitglieder außer Mick Box schön gewesen, aber die zieren sowieso seit Jahren meine Les Paul Custom und deren Gitarrenkoffer :-). Da muss jetzt jeder für sich selbst entscheiden, ob ihm die 7" Single das Geld wert ist - falls er die Collector's Edition überhaupt noch findet.
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am 15. März 2015
Zum 40-jährigen Band-Jubiläum haben Uriah Heep diese Compilation mit Neuaufnahmen ihrer Superhits, die sie auch auf praktisch jeder Tour spielen, vorgelegt. Nur 2 Titel auf dieser Celebration-CD sind neu: Only Human sowie Corridors of Madness. Alle übrigen Songs kennt man aus verschiedenen CDs, aber die Neuaufnahmen sind besonders eindrucksvoll, großartig und extrem heavy eingespielt und perfekt arrangiert. Extrem coo finde ich die Titel Bird of Prey, Sunrise sowie das Neuarrangement von Lady in Black, das in dieser großartigen, fast sakralen Fassung (siehe Schlussteil!) so noch nie aufgenommen wurde. Alles in allem: Kaufempfehlung, besonders empfehlenswert!
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