Laut Wikipedia spielen Catamenia schnellen, melodischen Black Metal! Das war sicherlich früher der Fall, doch die mit vielen Umbesetzungen gestrafte(?) Band ist mit den Jahren immer melodischer und rockiger geworden. Das ist bei einigen Bands oft zur Lasten der Qualität gegangen, doch ich finde Catamenia jetzt erst richtig gut und spannend! Das neunte Werk "Calvacade" hat auch das erste Mal keinen Wolf auf dem Cover und lebt von einer gesunden Mischung aus Melodie, etwas Melancholie und Härte. Besonders die Mischung aus dem klaren Gesang von Kari Vähäkuopus und dem abwechslungsreichen "Gekrächze und Gegrunze" des Gitarristen Ari Nissilä ist packend und macht die mit sehr melodischen Leadgitarren ausgestatteten Songs zu richtigen Ohrwürmern! Die Nähe zu Sentenced (RIP!) ist sicherlich nicht von der Hand zu weißen, da passt es auch, dass Es-Sänger Ville Laihiala (nun Poisonblack) beim Opener "Blood Trails" überzeugend mitsingt. Die Keyboards hat man (glücklicherweise) im Gegensatz zu früheren Alben aus der Band entfernt, nicht aber (heutzutage kleine) Ausflüge in die Raserei betrifft. Beispiel ist der Song "A Callous Mind". Das ist das Salz in der Suppe!
Als Coverversion haben Catamenia diesmal den Megadeth Hit "Angry Again" gepackt, der nahezu 1:1 übernommen wurde und lediglich im Gesang leichte Abweichungen zeigt. Musste nicht sein, ist aber ein geiler Song, der die kurze Scheibe etwas streckt. Die Spielzeit ist auch der einzige negative Punkt meiner Rezension, sicherlich ist das Cover etwas langweilig, aber das ist ja nebensächlich. Wer mehr Musik für seine Geld haben möchte, sollte sich die Digipackversion des Albums zulegen, da dort ein Song mehr drauf ist. Angeblich eine Sentenced Covernummer!