Ja ja, so war das anno `91, Death-Metal schickte sich an uns alle plattzuwalzen, Death/Obituary/Pestilence/Morgoth und Konsorten wetteiferten um den brutalsten Sound im Genre, man grunzte auf neuen Pfaden und scheinbar jeden Monat gab es eine weitere musikalische Horizontverschiebung. Noch fern waren die Frickeleskapaden nachfolgender Outputs, schwehr und stumpf musste es sein, Tempo ja - aber nicht zum Selbstzweck, Bässe waren Pflicht! Und zwar überall, womit wir beim Thema sind, ich habe Obituary `92 live in Berlin gesehen und hatte das Vergnügen den düster-stampfenden Livesound zu erleben, Mann war das `ne Snare! Sah aus wie`n Suppenkessel beim Komiss! Gitarren 5 Halbtöne runtergestimmt, Mikro geschnappt und ab ging es in den Death-Metal-Poser-Himmel! Obituary beherrschten diese Kür per excelance und waren zu Recht ein Top-Act Anfang/Mitte der 90er. Und all dies scheint 1:1 auf Vinyl/CD gebannt und gebrannt worden zu sein, Cause of Death ist der Höhepunkt alles musikalischen Schaffens dieser Ausnahmeband. Die nachfolgenden Alben sind meiner Meinung nach lediglich misslungene Kopien dieser Veröffentlichung, mehr noch...völlig überflüssig. Die fliessend atmosphärischen Übergänge zwischen den Tracks unterstreichen die durchweg auf hohem Niveau befindlichen Kompositionen und machen Cause of Death zu Blei im Player, Drums und Bass pumpen ordentlich und der Gitarrensound ist einmalig!!! Die spartanisch gehaltenen Texte (?) - gekonnt geröchelt/gegrunzt/ge-was weiss ich noch alles, lassen genug Platz für den gediegenen Gesamteindruck der Songs, nicht zu vergessen die herrlichen Leads. Kurzum, diese Scheibe hat verdammt viel Atmosphäre! Obituary- Cause of Death ist Pflicht für Florida-Death-Metal-Fans, für alle anderen ein Muss zum reinhören !