Als Kind habe ich die TV-Serie über den verschrobenen Zauberer, dem selten etwas gelingen mag, geliebt. Beim Lesen dieses Doppelbandes schwappten die nostalgischen Erinnerung elektrostromförmig über mich. Ja, ich konnte mich auf viele Einzelheiten besinnen, da die Bücher recht eng an der Vorlage verfilmt wurden. Besonders die Sache mit dem "Elek-trick-trick" und die Ballonfahrt kamen wir vor, als ob ich sie gestern erst gesehen hätte.
Im ersten Teil flieht Catweazle im 11. Jahrhundert vor den Normannen und landet durch einen missratenen Zauberspruch im England der 70iger Jahre des 20. Jahrhunderts und findet dort in Edward Benner, aufgrund seiner roten Haare Karotte genannt, einen jungen Freund und Navigator durch die hexerisch anmutenden Neuerungen der modernen Zeit. Begleitet wir er von Kühlwalda, seiner krötigen Vertrauten. Er findet Unterkunft in einem alten Wasserturm und hat nur eines im Sinn: Schnellstmöglich weg aus dieser verrückten Zeit.
Im zweiten Teil: 'Catweazle sucht die magischen Zeichen' schafft er nochmals den Zeitsprung über 900 Jahre. Doch diesmal findet er in Cedric, Sohn von Lord und Lady Collingford, einen Jungen, der ihn versteckt, mit Nahrung versorgt und dem er selber bei einer Schatzsuche hilft. Catweazle hingegen ist besessen vom Gedanken des Fliegens und sucht nach den 12 Zeichen des Tierkreises und dem entscheidenden 13. Zeichen, welches ihn in die Lüfte erheben soll.....
Im Vorwort der Übersetzerin wird der (wohl meist jugendliche) Leser darauf hingewiesen, dass die Geschichte in einer Zeit spielt, in der es noch keinen PC, Gameboy oder Handy gab. So ist es auch für den jugendlichen Leser eine kleine Zeitreise in die Kindheit der Eltern.
Nun, ich fand auch damals schon im TV den 1. Teil besser als den 2. Beim Buch ging es mir ebenso. Der erste war ein umfassender Lesegenuss, der zweite eher auch ein zweiter Aufguss.
Fazit: Salmay! Dalmay! Adonay!