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Den Löwenanteil des Songmaterials schrieb der junge Brite diesmal selbst bzw. im Team mit Künstlern unserer Tage wie etwa Stewart Levine (Simply Red), Dan the Automator (Gorillaz), Guy Chambers (Texas, Kylie Minogue), Salaam Remi (Fugees, Nas, Beenie Man) und Ed Harcourt. Dieser Schritt hin zu mehr Eigenverantwortung ist ein deutliches Zeichen für das gewachsene Selbstbewusstsein des mittlerweile 25-jährigen. Und die Erweiterung seines Stilspektrums spricht ebenfalls Bände. Pendelte er beim Albumvorgänger noch zwischen Jazz und Pop, so hat er seine Klangpalette für das in Los Angeles und London produzierte Catching Tales wesentlich bunter bestückt. Er greift Folkelemente auf ("London Skies"), schlägt geschickt eine Brücke vom Bigband-Sound früherer Tage zum HipHop-Feeling von heute ("Get Your Way"), hat Beatleskes ("21st Century Kid") und Britpop (beim Doves-Cover "Catch The Sun") im Angebot, streckt seine Fühler in Richtung Rhythm & Blues aus ("Back To The Ground") und beherrscht den "funky groove", wie man ihn etwa vom Stevie Wonder der 70's kennt ("Mind Trick").
Zu Beginn seiner Karriere zeigte Jamie Cullum noch gewisse gesangs- und klaviertechnische Schwächen, die er häufig mit dem Gestus des jugendlichen Draufgängers, des charmanten Lausbuben überspielte. Das hat er jetzt nicht mehr nötig. Im Jahre 2005 ist er gereift und weiß genau, was er mit seiner Kunst erreichen will: "Dieses Album offenbart sehr viel mehr von mir selbst und repräsentiert auch besser, wo ich als Musiker hingelangen möchte." So die zutreffende Selbsteinschätzung des Jungstars, an dem wir in den kommenden Jahren noch viel Freude haben werden. -- Harald Kepler
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach klasse!,
Von Sabine (Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Catching Tales (Audio CD)
Frischer, lauter und poppiger ist "Catching Tales" von Jamie Cullum. Wie angekündigt, ist auf der neuen CD mehr eigene Musik. Teilweise erinnert sie mich an Elvis Costello (21st Century Kid) oder sogar etwas an Supertramp (Back to the Ground). Die lauteren Stücke kommen auf jeden Fall richtig gut und ergeben mit den neu aufgelegten Klassikern eine echt gute Mischung. Neu bei Jamie Cullum sind die gut eingesetzten "Chöre". Ich könnte mir vorstellen, daß es das ein oder andere Lied auch ins Radio schafft. Auf jeden Fall freue ich mich auf das Konzert in Köln!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
I only have ears for him...bitte genießen!!!,
Von allegro_kk (Oldenswort) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Catching Tales (Audio CD)
Jamie Cullum stellt mit "Catching Tales" sein enormes musikalisches Potenzial unter Beweis, indem er hier gleich mehrere diverse Musikrichtungen mit gekonntem Jazz zusammenlaufen lässt. Diese CD enthält neben den hauptsächlichen funkigen und rhythmischen Elementen durchaus gefühlvolle Balladen, wie beispielsweise 'I Only Have Eyes For You' - ein großartig verträumtes Cover des Klassikers. Der junge Pianist unterstreicht alle Songs mit einer expressiven Stimme, die dem Hörer im Kopf bleiben wird. Anders als auf dem Vorgänger "Twentysomething" sind die Titel hier, bis auf drei grandiose Coverversionen (u.a. 'Catch The Sun' - Doves), selbst von Cullum geschrieben. Definitiv ein absolut empfehlenswertes und intelligentes Album eines Künstlers abseits des alltäglichen Mainstream-Gedudels...-beeindruckend!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der kommende Mann!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Catching Tales (Audio CD)
Endlich ist sie da: Catching tales. Seltsamer Titel, aber egal. Rein in den Player und einmal durchhören. Perfekt. Genau so habe ich mir das vorgestellt. Das Spektakuläre an Jamie Cullum ist für mich, dass er völlig unspektakulär ist. Was da rüberkommt ist straight und ehrlich, kommt ohne große Ablenkungsmanöver auf den Punkt. Stimme und Klavier, das ist das Handwerkzeug, das Cullum perfekt beherrscht. So rasend schnell, wie der Stern des jungen Musikers aufgegangen ist, können viele Hörer, die sich jetzt Cullum das erste mal antun, nicht verstehen, wieso das so simpel klingt. Klar, wer totalen Jazz erwartet, der kann nur enttäuscht sein. Und die Anhänger des reinen Swing wird der schlacksige Typ auch nicht befriedigen können. Aber es gibt ja auch noch eine Hörerschaft zwischen den Sparten. Für mich heißt das: Stell dir vor, du sitzt ein einer kleinen Bar, vielleicht mit der Frau, die du liebst, und in der Ecke steht ein Klavier. Wer sollte in diesem Moment an den Tasten sitzen und die passende Musik einspielen, um den Moment perfekt zu machen? Keine Frage: Jamie Cullum. Auf dem Nachfolger von Twentysomething ist Cullum sich selbst treu geblieben und hat sich (jedenfalls meiner Meinung nach) nicht verbogen oder einer gesteigerten Nachfrage in Richtung Populärmusik nachgegeben. Catching tales wird viele begeistern, die bisher mit dieser Art von Musik noch nicht in Berührung gekommen sind. Dabei fährt Cullum nicht auf ausgefahrenen Wegen, die irgendwo bei Sinatra beginnen und bei Retroverschnitten ala Krall oder Buble enden, sondern pendelt ein wenig zwischen den Welten. Sollte es so weitergehen, dann werden wir von Jamie Cullum noch hören. Anspieltips: Photograph, Nothing i do, my yard. Viel Spaß dabei.
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