Nach dem famosen "Kingdom" haben Cataract sich nun 2 Jahre Zeit gelassen, um einen neuen Silberling vorzustellen. Des Weitern gab es in dieser Zeit auch Besetzungswechsel am Bass und der Gitarre. Ihren hauptsächlichen Riffschreiber haben Cataract somit verloren und es stellt sich die Frage, ob die Band dies einfach so ausgleichen kann.
Als erstes sei gesagt, dass sich am Stil der Band nicht viel geändert hat, die beiden Neuzugänge haben sich beim Songwriting offensichtlich zurückgehalten. Der Opener "The Seperation Of Life And Time", der im Voraus bereits bei myspace.com zu hören war, knallt somit schonmal ganz amtlich, sticht aber nicht so hervor, wie "War Of Cultures" oder "Killing Tool" von den Vorgängern. Weiter geht es mit "Blackest Hour" ein kurzes Intro dient hier als Einleitung zu einem echt brutalen Song. Überhaupt fällt auf, das Cataract auf ihrer neuen Scheibe wesentlich brutaler zu werke gehen als früher. Dadurch wirkt ein Großteil der Songs weniger eingängig. "Burn At The Stake" zeigt allerdings, dass die Band trotz allem immer noch in der Lage ist gute Melodien zu schreiben, die im Ohr hängen bleiben. Gegroovet wird bei Cataract natürlich eben falls immer noch ordentlich: "Choke Down" ist der beweis hierfür. Anders als bei "Kingdom" lässt die Band ab und zu auch mal wieder ihre Hardcore-Wurzeln hervor kommen, wie z.B. bei "Snake Skin". Mit "Tonight We Dine In Hell" liefert die Band dann noch ein beachtliches Instrumentalstück vor, das es so bei der Konkurenz noch nicht zu hören gab.
Cataract zeigen auf ihrem neuen Album, dass sie trotz aller Besetzungswechsel nicht tot sind, doch hier und da schleicht sich ab und zu das "hab-ich-schonmal-gehört"-Gefühl ein. Trotz allem liefert die Band ein starkes Album ab, das aber nicht an die Vorgänger heranreicht.