... so ähnlich mögen meine Katzen bei ihrem ersten Kontakt mit diesem Spielzeug gedacht haben. Ihre Mienen sagten jedenfalls genau dieses aus.
In meinem Haushalt geben 5 Katzen im Alter zwischen 15 und 6 Jahren den Ton an. Fünf unterschiedliche Temperamente, fünf unterschiedliche Intelligenzquotienten und eine Gemeinsamkeit: da sie barf ernährt werden, ist Trockenfutter als Leckerli ein absolutes Highlight. Dafür tun sie nahezu alles.
Das Funboard wird also mit einer Handvoll Trockenfutterbröckchen bestückt und dem Quintett überlassen. Zuerst gibt es empörte Gesichter, denn einfach losknuspern funktioniert nicht. Die durchsichtigen Kunststoffbehälter haben eine zu kleine Öffnung, um einer erwachsenen Katzenschnauze Platz zu gewähren, die Zapfen des nächsten Moduls sind ebenfalls so lang, daß normales Fressen nicht möglich ist. Vom Wellen- und Zungenmodul brauchen wir gar nicht erst zu reden - das ist ja schon beinahe kätzische Oberstufe.
Es dauerte eine ganze Weile, bis meine Fünf begriffen hatten, daß sie mit Gier oder wahlweise roher Gewalt hier nicht weiter kommen. Nach und nach schaltet sich dann doch das Hirn ein und jede Katze probiert auf ihre Art, wie denn nun an die Leckereien zu kommen ist.
Um den Reiz zu erhalten, gibt es das Funboard nur alle paar Tage mal. Zuviel Leckerli ist ja auch für die Figur nicht so wünschenswert. Da natürlich jede meiner Katzen ihre "Spezialdisziplin" hat, bestücke ich mal das ganze Board, mal nur ein einzelnes Modul, so daß immer eine gewisse Herausforderung besteht. Mittlerweile hat auch mein größter Kater begriffen, wie er seine Pranken falten muß, um Leckerli aus dem Wellenmodul heraus angeln zu können.
Der Spaßfaktor bei diesem Spielzeug ist für mensch und katz vergleichbar hoch und auch sonst hat sich der Kauf gelohnt. Das Funboard ist aus stabilem, bisher unzerbrechlichem Kunststoff und wiegt so viel, daß auch mehrere Katzen im koordinierten Angriff es nicht umwerfen können. Auch die Reinigung ist kein Problem - ab in die Spülmaschine und es ist wieder wie neu.