bleibt eines sicher: Elbow haben es wieder geschafft wunderschöne Melodien zu schreiben.
Leider haben sie sich bei vielen Liedern nur ein bisschen "verkünstelt"...
Denn besonders im Vergleich mit dem meisterhaften, schwebenden, abgerundeten Vorgänger, "Asleep In The Back", fragt man sich doch bei manchen Tracks: muss das jetzt sein...?
z.B. die krachende Gitarre bei "Snooks", die lauter gemischt ist als die ganze Band (Beim ersten Mal erschrickt man fast, also Vorsicht!)...oder hingekritzelte Füller wie "Flying Dream" und "Buttons & Zips". Irgwenwie sind auch die singenden 15.000 von Glastonbury bei "Grace Under Pressure" fehl am Platz... Die Stimmung schwankt zwischen intim, trivial, eklektizistisch und aufgeblasen. Sicherlich interessant, aber Schwierig!
Dadurch ist es fast unmöglich in diese komplizierte Welt zu gleiten. Mann will sich fallen lassen, kommt aber nie ganz hinter dieses Album! Vielleicht macht das Elbow aus?
Trotzdem bleiben vier wunderschöne Songs, der Opener "Ribcage" (mit sanftem Gospelchor), "Fugitive Motel" (träumerischer Song über eine Fernliebe), "Crawling with Idiot" (erotisch) und für mich auch das magische "I've Got Your Number" (einer der wenigen lyrischen Höhepunkte der CD).
Kurzum: Für Fans von melancholischer Indie-Musik ist es trotz Stimmungsunsicherheiten eine gute Empfehlung!
Schließlich besteht kein Zweifel, dass Elbow eine der interessantesten, eigensten Bands überhaupt sind, und dass Guy Garvey's Stimme nach wie vor mit dezenter Melancholie zum Träumen lädt.