Bandname und Albumtitel lassen schlimmes erahnen, da aber kein halbnackter Krieger auf dem Cover thront, sondern ein Art Monster in düsteren Farben, haben wir es dann doch nicht mit der nächsten "Sensation" auf dem True Metal Sektor zu tun. Iron Fate sind glücklicherweise aus ganz anderem Holz geschnitzt! Guter, warm produzierter US-Metal aus Deutschland, genauer gesagt dem Harz erwartet den Hörer auf "Cast In Iron". Fans von Bands wie Sanctuary, Nevermore (ohne deren Gefrickel!) und Jag Panzer werden diesen keyboardfreien Stahl lieben! Ich habe lange nicht mehr so ein frisches und starkes Debüt gehört. Auch sind die Vorschusslorbeeren des Labels was Sänger Denis Brosowski (Baujahr 1984) betrifft nicht übertrieben, wenn der live genauso gut ist,muss sich die etablierte Konkurrenz warm anziehen. Was für eine Röhre! Warrel Dane trifft auf einen gemäßigten Ripper Owens und singt dann hammergeile Metalsongs. Dabei sehen die Jungs tierisch jung aus, das Ganze is schon echt krass! Sicherlich klingt eine Halbballade wie "Imagine A Better World" anfangs total nach dem ersten Nevermore Album, doch die Jungs bekommen im Laufe des Songs nochmal die Kurve und mehr eigene Note. Das ist auch total wichtig für eine "neue" Band. Die bis auf zwei Ausnahmen nach vorne preschenden Songs haben keine Ausfälle, was auch die kurze Spielzeit von 40 Minuten verschmerzen läßt. Das Werk wird mit der unglaublich guten und gleichzeutig unschmalzigen Powerballade "Painful Sorrow" beendet. Der Hörer will danach direkt mehr!
Cast In Iron sind ein Pflichtkauf für Metalfans und haben eine wahnsinnige Leistung für ein Debüt und ein Album an sich hingelegt. Wer 2010 noch so erfrischend spannenden Heavy Metal machen kann, wird es in Zukunft sicherlich weit bringen!