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Eigentlich sind es drei Filme in einem. Alles fängt damit an, dass der Pünktlichkeits-fanatische Systemtechniker eines Kurierdienstes, Chuck Noland (Tom Hanks), an Heiligabend das Haus verlässt, um einen unglückseligen Flug mit FedEx-Paketen zu begleiten. Nach einem Absturz mitten im Pazifik zeigt Film Nummer zwei Chucks vierjährigen Überlebenskampf auf einer entlegenen Insel -- völlig allein, mit Ausnahme eines Wilson-Volleyballs, der zu Chucks engstem "Freund" wird. Film Nummer drei schließlich führt uns zu Chucks Rettung und einer betretenen Begegnung mit seiner ehemaligen Freundin Kelly (Helen Hunt), für die Chuck wie vom Tode auferstanden zu sein scheint.
Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich Chucks Überlebenstaktiken entwickeln, während Hanks' bemerkenswerte physische Verwandlung mit seiner fein abgestimmten Darbietung zu wetteifern scheint. Mit langsamen, gleichmäßigen Kamerabewegungen und dem brillanten Einsatz von Geräuschen meidet Zemeckis die Postkartenidyllen von Der schwarze Hengst und The Blue Lagoon, um die Härte von Chucks asketischer Einsamkeit zu unterstreichen. Durch diese stilistische Zurückhaltung übt Cast Away einen weitaus stärkeren Reiz aus als man erwarten würde. Sogar in seiner letzten Szene -- die irgendwie wie ein zuschauerfreundlicher Kompromiss daherkommt -- bietet er Hoffnung, ohne dass sie uns aufgedrängt wird. Vielleicht werden Sie dem beabsichtigten emotionalen Rausch nicht anheim fallen -- Cast Away bleibt dennoch eine respektable Arbeit. --Jeff Shannon
Die DVD-Umsetzung ist sehr gut, denn es gibt hier viel interessantes Extramaterial zu bestaunen: Making of, The Island: wie wurde der Ort ausgewählt?, umfangreiche Interviews u.a. mit Tom Hanks. Fazit: Strong buy!
Chuck Noland ein überaus engagierter FedEx-Angestellter (Tom Hanks) wird urplötzlich aus seinem Alltag gerissen, als er nach einem Flugzeugunfall als einziger Überlebender auf einer unbewohnten Insel strandet. Er ist nicht nur der geballten Kraft der Natur ausgeliefert sondern muß auch gegen die Einsamkeit und gegen Mutlosigkeit kämpfen. Er kämpft ums Überleben! Nach 4 Jahren Aufenthalt auf der verlassenen Insel entscheidet er sich sie aus eigener Kraft zu verlassen und schafft mit viel Glück die Rückkehr in die Zivilisation. Doch als er wieder nach Hause zurückkehrt, muß er feststellen, daß nicht nur viele Dinge im Umfeld sich geändert haben, sondern muß auch erkennen, daß er die Dinge im Leben mit ganz anderen Augen sieht...
Robert Zemecki hat den Kampf eines Mannes gegen die übermächtige Natur sehr realistisch inszeniert. Sehr deutlich wird auch der innere Kampf des Mannes gegen die Einsamkeit durch die hervorragende Darbietung von Tom Hanks. Gegen die Betriebsamkeit der Zivilisation wirkt die Ruhe und Endlosigkeit des Meeres auf der einsamen Insel wie eine Zeitlupe. Dieser Gegensatz noch durch Geräuschkulisse (Strassenlärm vs Plätschern der Wellen) und Musik sowie durch die Kamerabewegungen und Panoramaaufnahmen verdeutlicht, gibt der Film den Betrachtern eine philosophische Hausaufgabe über unser Wertedenkens. Alles was wir in der Zivilisation als wichtig und erachtenswert halten, werden in einer anderen Umgebung wertlos und umgekehrt alles was wir für alltäglich halten und wenig Bedeutung geben, können auf einer verlassenen Insel lebenswichtig sein. Zumindest läßt der Regisseur für den Hauptdarsteller den Weg bzw. für die Zuschauer den Raum für weitere Gedankengänge offen.
Neben dem sehr guten Film ist mir die zweite DVD aufgefallen, auf der das "Making of " nebst relativ ausführliche Interviews mit den Akteuren des Filmes enthalten sind. Positiv muß ich noch festhalten, daß diese Interviews sehr sachlich sind und nicht wie man sonst von anderen Filmen her kennt, wo die Interviews als Werbespots entpuppen- wohl ein Ausgleich für die zahllosen FedEx-Einblendungen im Film...
Der Film ist in 4 grobe Teile gegliedert: Das Leben vor dem Absturz, der Absturz und das unmittelbare Überleben danach, 4 Jahre nach dem Absturz und sein Entschluß die Insel zu verlassen, und das Leben in der Zivilisation nach 5 Jahren.
Die dramatischsten Teile sind natürlich die beiden auf der Insel. Es gibt nicht sehr viel Dialog (womit auch, außer mit Wilson), aber der Dialog ist auch nicht nötig. Tom Hanks spielt die Rolle hervorragend! Alles ist 100% glaubhaft.
Eigentlich alles ist glaubhaft - der Flugzeugabsturz ist der realistischste, den ich je in einem Film gesehen habe, wie er versucht die Kokusnuß zu öffnen, wie er Feuer macht, alles.
Warum dieses so ist, wird beim Betrachten des umfangreichen Zusatzmaterials deutlich, der auf einer eigenenen DVD daherkommt. Der Skriptschreiber wurde auf einen Survivalkurs geschickt, und auch sonst wurden ziemlic viele Experten gefragt.
Soundmäßig muß dieser Film ein Knaller sein. Ich habe leider kein Dolby Digital 5.1 Equipment, aber beim Hören des Audiokommentars wurde ständig daraufeingegangen, wieviel Mühe sie sich gegeben haben, für diese oder jene Szene den Sound richtig hinzubekommen. ABer auch nur mit Stereo, der Sound und die Soundeffekte erzählen wirklich 50% der Geschichte. Das kann ich bestätigen.
Der Film ist einfach klasse gemacht. Ich habe lange nicht mehr so einen guten Film gesehen.
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