Ein geschäftstüchtiger Mann stürzt mit dem Flugzeug ab und kann sich als einziger Überlebender auf eine einsame Insel retten. Nachdem die Hoffnung verflogen ist, schnell gerettet zu werden, beginnt er damit sein Leben auf der Insel einzurichten.
Cast Away - Verschollen ist ein hervorragendes Drama über Einsamkeit. Der Mensch braucht soziale Kontakte, etwas das auch der gestrandete Chuck bald erfährt. Kein Wunder bastelt er sich bald darauf einen imaginären Freund. Gerade in unserer Zeit, wo viele Leute zwar mitten unter Menschen sind, aber oft nicht weniger einsam macht dieser Film sehr nachdenklich.
Auch eine zweite Thematik greift der Film auf: Das loslassen von altem, von Dingen die einem wichtiger waren als alles andere - und trotzdem weiter zu leben. Gerade auch diesbezüglich fand ich den Film hervorragend, besonders weil es nicht auf die Hollywooddtypische "alles wird gut"-Art geschieht.
Getragen wird der Film vom grandiosen Tom Hanks, der logischerweise über weite Strecken eine Ein-Mann-Show zeigt. Die Story ist logischerweise relativ dünn, doch nichts desto trotz bleibt der lange, relativ storylose Teil auf der Insel sehr spannend, da Frust und Freude im Überlebenskampf sehr gut dargestellt sind und einem mitfiebern und mitleiden lassen.
FAZIT: Kein Film für Actionfans, Leute für die immer etwas passieren muss oder Anhänger epischer Storys. Wer aber ein genial gemachtes Drama über das Menschsein sucht und/oder Fan von Tom Hanks ist, der kommt an diesem Film nicht vorbei. Hervorragend gemachter und vor allem hervorragend gespielter Film.