Tja, so kann es schonmal gehen, wenn man sich nicht um seine Eltern kümmert. Man erbt nur ne alte Bruchbude und Wohltätigkeitsorganisationen für Delphine und Pumas kriegen das ganze Geld.
Doch wenn in der Bruchbude ein Schatz versteckt ist, denkt man schonmal um. Dumm nur, dass in dem Haus Geister spuken, die selbst gestandene Ghostbusters (Dan Akroyd in einem schrägen Cameo) in die Flucht schlagen.
Außer Akroyd "schauen" auch Clint Eastwood, Rodney Dangerfield und Mel Gibson kurz rein.
Bedenkt man, dass Casper, seine drei Onkel und die anderen Geistergestalten im Film zu den ersten computeranimierten Figuren der Filmgeschichte gehören, ist die Art, wie die Darsteller und nachträglich erschaffenen Geister hier miteinander agieren, perfekt gelungen.
Die Inszenierung des Films ist flott, bietet bisweilen schrägen Humor, aber vor allem auch Emotionen, wozu nicht zuletzt der Soundtrack von James Horner ("Braveheart", "Titanic") viel beiträgt und ein tolles emotionales Finale. Mit "Remember me this way" bietet der Film zum Abschluss auch noch eine der besten Filmsongballaden der 90er sowie einen wirklich sehr gelungenen Schlussgag.
Wer ab und an bemängelt, manchen Filmen fehle es an Geist, dem wird es bei Casper so defintiv nicht passieren.