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Caspar Hauser: oder Die Trägheit des Herzens Roman [Taschenbuch]

Jakob Wassermann
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 9,90  
Taschenbuch, 1. November 1983 --  

Kurzbeschreibung

1. November 1983

Nürnberg 1828. Ein junger Mann wird aufgegriffen. Herkunft unklar. Spricht kaum. Schreibt mit ungelenken Buchstaben nur seinen Namen: Caspar Hauser. Ganz Europa nimmt Anteil an dem Jahrhunderträtsel, das bis heute nicht gelöst ist.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 1983)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342310192X
  • ISBN-13: 978-3423101929
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 11,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 495.889 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jakob Wassermann wurde am 10. März 1873 in Fürth geboren und starb am 1. Januar 1934 in Altaussee in der Steiermark. Der gelernte Kaufmann wurde später freier Schriftsteller und arbeitete auch als Redakteur beim Simplicissimus. Mit seinen spannenden, psychologisch-realistischen Romanen und Novellen hatte er eine breite internationale Wirkung.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der fremde Jüngling

In den ersten Sommertagen des Jahres 1828 liefen in Nürnberg sonderbare Gerüchte über einen Menschen, der im Vestnerturm auf der Burg in Gewahrsam gehalten wurde und der sowohl der Behörde wie den ihn beobachtenden Privatpersonen täglich mehr zu staunen gab.

Es war ein Jüngling von ungefähr siebzehn Jahren. Niemand wußte, woher er kam. Er selbst vermochte keine Auskunft darüber zu erteilen, denn er war der Sprache nicht mächtiger als ein zweijähriges Kind; nur wenige Worte konnte er deutlich aussprechen, und diese wiederholte er immer wieder mit Iallender Zunge, bald klagend, bald freudig, als wenn kein Sinn dahintersteckte und sie nur unverstandene Zeichen seiner Angst oder seiner Lust wären. Auch sein Gang glich dem eines Kindes, das gerade die ersten Schritte erlernt hat: nicht mit der Ferse berührte er zuerst den Boden, sondern trat schwerfällig und vorsichtig mit dem ganzen Fuße auf.

Die Nürnberger sind ein neugieriges Volk. Jeden Tag wanderten Hunderte den Burgberg hinauf und erklommen die zweiundneunzig Stufen des finstern alten Turmes, um den Fremdling zu sehen. In die halb verdunkelte Kammer zu treten, wo der Gefangene weilte, war untersagt, und so erblickten ihre dichtgedrängten Scharen von der Schwelle aus das wunderliche Menschenwesen, das in der entferntesten Ecke des Raumes kauerte und meist mit einem kleinen weißen Holzpferdchen spielte, das es zufällig bei den Kindern des Wärters gesehen und das man ihm, gerührt von dem unbeholfenen Stammeln seines Verlangens, geschenkt hatte. Seine Augen schienen das Licht nicht erfassen zu können; er hatte offenbar Furcht vor der Bewegung seines eignen Körpers, und wenn er seine Hände zum Tasten erhob, war es, als ob ihm die Luft dabei einen rätselhaften Widerstand entgegensetzte.

»Welch ein armseliges Ding«, sagten die Leute. Viele waren der Ansicht, daß man eine neue Spezies entdeckt habe, eine Art Höhlenmensch etwa; und unter den berichteten Seltsamkeiten war nicht die geringste die, daß der Knabe jede andere Nahrung als Wasser und Brot mit Abscheu zurückwies.

Nach und nach wurden die einzelnen Umstände, unter denen der Fremdling aufgetaucht war, allgemein bekannt.


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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
4.4 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für Liebhaber schöner Sprache! 17. November 2004
Von M3
Format:Taschenbuch
Caspar Hauser stach mir an einem Tag ins Auge, an dem ich nicht recht wusste, was ich als nächstes lesen sollte. Eigentlich wollte ich mir nur einen kurzen Überblick über dieses Buch verschaffen und habe es nicht mehr aus den Händen gegeben. Es fesselt sowohl die Geschichte, als auch die altertümlich Sprache. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt und hört beim Lesen das Klappern der Pferdekutschen. Ein wunderbares Buch, dass einen Platz in der ersten Reihe erobert hat.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der schönsten Romane überhaupt 12. August 2004
Format:Taschenbuch
Jakob Wassermann gelingt es ebenso fesselnd wie detailiert die Lebensgeschichte des berühmten Findlings Caspar Hauser und den folgenden Mord in Roman- wie Biographieform darzustellen. Der eigentliche Reiz des Werkes findet sich jedoch in der einfühlsamen sprachlichen Gestaltung die dem Buch auf jeder einzelnen Seite seinen einzigartigen Charakter verleiht. Golo Mann ist also voll und ganz zuzustimmen, wenn er meint: "Ein Krimi, der schönste der je geschrieben wurde".
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Krimi um Caspar Hausers Schicksal 2. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Caspar Hauser ist eine Figur, die einem spätestens im Biologieunterricht begegnete - die Geschichte des siebzehnjährigen Findlings, der plötzlich in der Nürnberger Gesellschaft von 1828 auftauchte und Rätsel ob seiner Herkunft aufgab. Jakob Wassermann ging diesem Phänomen weiter nach und arbeitete sich durch zahlreiche Quellentexte und Urkunden über Caspar und seinen Niederschlag in behördlichen Urkunden und Schriftwechseln. Er verknüpft sein so erworbenes Hintergrundwissen mit spannenden Schlußfolgerungen und entwirft so seine eigene Fassung des mysteriösen Geheimnisses um Caspars Herkunft. Ein Krimi ensteht mit dem Namen "Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens", dessen Ausgang hier nicht verraten werden soll. Die Charaktere sind sehr liebevoll geschildert: nicht ohne subjektive Beteiligung des Autors! Caspars Schicksal ist das eines Mannes, der anders ist, als die Gesellschaft es von ihm erwartet. Von Jakob Wassermann wird er als sehr sympathisch und gutgläubig-naiv dargestellt, der sich in die Gemeinschaft zwar integrieren möchte, sie auf der anderen Seite jedoch gar nicht begreift. Peter Handkes Drama "Kaspar" widmet sich der Problematik auf spezielle Weise, indem er Caspars Eingliederung in die Gesellschaft als Folter beschreibt. Eine Gesellschaft, die Andersartigkeiten und Regelverstöße nicht akzeptiert, soll hier am Beispiel von Kapsars Schicksal angeprangert werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Muß 30. Juli 2003
Format:Taschenbuch
Dieser Roman ist einer der wenigen, bei dem ich weinen mußte. Obwohl das traurige Schicksal Kaspar Hausers bekannt ist, wird gerade im letzten Kapitel doch jede empfindsame Seele gerührt sein. Denn der Roman beinhaltet eine stete Erwartung auf die nächsten Zeilen, so dass es fast unmöglich scheint, diese einmal angefangene Lektüre wieder aus der Hand zu legen.
Die Tatsache, dass dieser Roman auf wahren Begebenheiten beruht, ist erschütterlich, da es unbegreiflich scheint, wie "Menschen" so verstockt und grausam Kaspar Hauser bis zum bitteren Ende hin begegnen können. Dieser Roman hat mich sehr betroffen gemacht über dieses Schicksal und sehr zum nachdenken bewegt. Dies ist kein Roman, den man einmal nur lesen wird und der gewiss des Lesers Gedächnis nicht mehr loslassen wird.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein ungelöstes Rätsel 5. Juni 2005
Format:Taschenbuch
Dieses Buch íst in einer sehr schönen, gehobenen Sprache verfasst. Es beschreibt das Leben des berühmten Findlings Caspar Hauser in einer objektiven Weise. Der Leser fühlt sich automatisch zum Portagonisten hingezogen.
Caspar Hauser wurde in Nürnberg 1828 aufgegriffen. Er sprach zwei Sätze, hatte aber scheinbar keine Ahnung von deren Bedeutung. Mit sich trug er nur ein Holzpferdchen und er war geimpft, was zu der damaligen Zeit ein Zeichen von Reichtum war. Keiner wusste woher er gekommen war. Es verbreiteten sich Gerüchte über eine adelige Abstammung und seinen Anspruch auf den Thron. Anscheinend wurde jemanden diese Aufmerksamkeit auf Caspars Person zu viel und so wurde er am 17. Dezember 1833 erstochen. Noch bis heute stellt sich die Frage: Wer war Caspar Hauser?
Jakob Wassserman schuf eine Welt um Caspar Hauser wie sie sehr wahrscheinlich hätte ausschauen können. Der Text ist kein nur auf Fakten berufender, und damit leichter zu lesen.
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