Ein Film, in dem der Hauptdarsteller gar nicht auftaucht.
Welche eine grossartige Idee zu Caspar David Friedrich. Ein Mann, der schon zu Lebzeiten wenig in Erscheinung trat, in seinen Bilder Menschen kaum auftreten liess, und sie, wenn sie klein,übersehbar, auftrauchten, dann von hinten zeichnete.
Schamoni zeichnet ein Porträt dieses Malers, der heute durchaus seine Bekanntheit hat. Ein Romantiker par excellence. Naturverbunden, ohne diese abzumalen. Er hatte eine Idee von Natur und diese setze er um.
Ein inneres Bild.
Seine Landschaften sind eher Traumlandschaften. Wie geschaffen für Gedichte von Eichendorff und Lieder von Schumann.
Caspar David Friedrich, ein Bürger in feudaler Zeit- ein Widerständler.
Nicht so gefallen kann die Manier der Darstellung von Schamoni. Manche Scene sehen aus wie Schulfernsehen. Man fühlt sich so belehrt.
Wenn Schamoni an Originalschauplätzen gefilmt haben sollte, muss es ihm sicher nicht leicht gefallen sein, Orte einzufangen, ohne die DDR-Tristesse drumherum. Der Film entstand Mitte der achtziger Jahre.
Wer die Bilder von Caspar David Friedrich schätzt, wird die Bilder von Peter Schamoni würdigen.