Eindruck
Mein erster Eindruck dieser Uhr: echt schick und wertig verarbeitet. Der zweite Eindruck: Ein verdammt schwerer Brocken! Gleich mal auf die Küchenwaage - Die zeigt mir das stolze Gewicht von 160 Gramm. Wenn man es die ganze Zeit am Arm hat, ist das schon relativ viel, was mich dazu veranlasste, das Armband bald gegen eines aus schwarzem Leder zu tauschen. Das reduzierte das Gewicht auf angenehme 85 Gramm, nebenbei sieht die Uhr damit ebenfalls sehr schick aus, wenn nicht sogar einen Tick eleganter.
Ablesbarkeit
Die Zeit- und Datumsanzeige ist durch hochglanzpolierte Indizes und Zeigern auf schwarzmattem Ziffernblatt sehr gut ablesbar. Was jedoch nervt: Der Sekundenzeiger ist nicht der große, rote Zeiger, von dem man es erwarten würde, sondern der untere Chrono-Zeiger, der für die 1/20 Sekunden zuständig ist. Das ist insofern dämlich, da diese Anzeige auf 10 aufgeht, womit es keine sinnvolle Skala für die Sekundenmessung ist. Die obere Anzeige wäre die bessere Wahl für die Sekunden gewesen, oder eben der große, rote Zeiger.
Man kann den roten Zeiger zwar über die Chronofunktion mitlaufen lassen, aber das leert vermutlich die Batterie recht bald.
Der Sekundenzeiger kann mit einem Druck auf die untere Taste komplett dekativiert werden. Für Ahnungslose sieht es dann auf den ersten Blick so aus, als würde die Uhr stehen.
Die fluorezierenden Zeiger und Indizes sind nicht sonderlich toll. Die Zeiger verlieren extrem schnell an Leuchtkraft, die Indizes leuchten fast gar nicht. Vielleicht bin ich hier zu verwöhnt, aber Seiko kann das besser.
Der Chronograph
Der "Chronograph" ist eher ein Alibi, als irgendwie ernstzunehmen. Ja, man kann kurze Zeiten damit stoppen, Zwischenzeiten nehmen (ein Muss für einen Chronographen) ist aber nicht möglich. Man kann nur starten, pausieren und zurückstellen. Schwach.
In den ersten 30 Sekunden läuft der untere Zeiger für die 1/20 Sekunden mit, was sehr dynamisch aussieht. Nach dieser Zeit bleibt der Zeiger stehen und stellt sich dann nach dem pausieren auf die gemessene Zeit ein. Wenn man danach weiterlaufen lässt, dreht der 1/20-Zeiger für weitere 30 Sekunden seine Runden.
Das Ablesen von den kleinen Zeigern gestaltet sich recht schwierig, da die Indizes hier zu weit vom Zeiger entfernt sind. Es gerät bei Zeitspannen von über zwei oder drei Minuten eher zum Ratespiel. Ich benutze die Funktion also nicht, da gibt es besser geeignete Uhren.
Fazit:
Für den Preis ist es eine absolut akzeptable Uhr, die vom Erscheinungsbild einen höheren Preis vermuten lässt. Das hohe Gewicht von 160 Gramm lässt sich durch einen Wechsel des Armbands stark reduzieren. Es gibt ein paar Unzulänglichkeiten (Chronograph, Fluorezenz), die sich durch den Preis erklären.
Wer für diesen Preis einen echten, vollwertigen Chronographen erwartet, wird jedoch enttäuscht werden.