Ich habe 1998 zum fotografieren begonnen und verwende seither digitale Fotoapparate. Bin aber kein Profi sondern eher ein ambitionierter Amateur der es im Jahr zuletzt auf 4000-6000 Fotos bringt. Auf Casio-Kameras bin ich gekommen da ich vor einigen Jahren einen Fotoapparat suchte den ich wirklich überall hin mitnehmen konnte, der mehr oder minder intuitiv bedienbar ist und zudem gute Aufnahmequalität liefert. Die EX-Z200 ist nun meine bereits dritte Casio Kamera. Soweit zu meinem persönlichen Hintergrund damit meine nachfolgende Rezension besser eingeschätzt werden kann.
Die Z200 ist leicht und klein, kann daher problemlos in der Sakkotasche mitgenommen werden. Sie liegt trotzdem beim fotografieren gut in der Hand, Bedienknöpfe sind leicht erreichbar angebracht, die wichtigsten Funktionen und Einstellungen sind rasch aufrufbar. Das große Display geht fast über die gesamte Gehäuserückseite, ist sehr kontrastreich und auch bei direktem Sonnenlicht noch benutzbar. Insgesamt lässt sich die Kamera fast intuitiv benutzen. Wer mehr ins Detail gehen will kann auf ein ausführliches Handbuch zurückgreifen, das allerdings leider nur als PDF auf CD beiliegt.
Was mir an der Z200 besonders gefällt, dass sie mit einem 28-112 Objektiv bereits im Weitwinkelbereich beginnt und mit einem 4-fach-Zoom dennoch in den üblichen Zoombereich vergleichbarer Kompaktkameras geht. Nach dem Einschalten ist sie sehr schnell einsatzbereit, auch der Blitz steht augenblicklich zur Verfügung. Eine Auslöseverzögerung ist praktisch nicht zu bemerken.
Hat wie bei allen Casio Cameras eine Best Shot Funktion die eine Menge Motive wie z.B. Gegenlicht, Nachtszene, Sport aber auch Landschaft, Flora , Portrait, Selbst-Portrait(!), und einige andere mehr, bereits voreingestellt hat.
Für Serienaufnahmen sind drei Modi verfügbar: in der Blitz-Serie werden mit Blitz drei Fotos in Serie gemacht, allerdings nur mit 2 MB Bildgröße; in der schnellen Serie ebenfalls mit 2 MB Bildgröße permanent Fotos gemacht solange man den Auslöser gedrückt hält bzw. die Speicherkarte voll ist. Die normale Serie wird in der Standard-Auflösung (10 oder 7 MB, je Einstellung) gemacht. Hier hängt die Schnelligkeit der Aufnahmen von der Geschwindigkeit der Speicherkarte ab. Ich verwende eine SanDisk Extreme III und erhalte damit in der 10 MB Auflösung eine schnelle und in der 7 MB Auflösung eine sehr schnelle Serienbildaufnahme. Wenn jemand die Serienbildfunktion nicht oder nur sporadisch nutzt kann auch langsamere Speicherkarten verwenden.
Es gibt noch einige Funktionen die das fotografieren erleichtern sollen wie z.B. eine automatische Aufnahme sobald Kamera und Motiv ruhig sind. Dies funktioniert bei relativ unbewegten Motiven sehr gut und macht solange Fotos bis man die Funktion beendet. Die Funktion automatische Aufnahme sobald beim Schwenken das Motiv scharf ist hat bei mir nicht so funktioniert, aber ich habe hier auch nicht intensiv getestet da ich das eigentlich nicht verwende. Die Kamera verfügt ferner über eine Gesichtserkennung sowie automatische Aufnahme wenn das Motiv lächelt - dazu kann ich jedoch nichts sagen da ich diese Möglichkeit nicht verwende und auch nicht getestet habe.
Im Vergleich zur Z1000 - meiner bisherigen Kamera - komprimiert die Z200 bei gleicher Einstellung Fotos weniger stark, dies führt allerdings auch zu deutlich größeren Dateien (10 MB Fine zwischen 5,5-7,5 MB, 7 MB Fine zwischen 3,0-5,0 MB). Die Aufnahmequalität hat mich zufrieden gestellt.
Für Filmaufnahmen gibt es eine eigene Auslösetaste, was ich als sehr gut empfinde da man dadurch sehr spontan zwischen Fotos und Film wechseln kann ohne in ein Menü verzweigen zu müssen. Filmaufnahmen sind in den Formaten 320*240 bis hin zu 848*480 möglich. Aufgenommen wird allerdings nicht im .AVI-Format sondern in H.264 Kodierung welche als .MOV-Datei abspeichert und mit Quicktime abspielbar ist. Obwohl mich dies eigentlich sehr stört muss ich sagen dass die Filmqualität im Vergleich mit meiner alten Z1000er (.AVI-Format) subjektiv gleich bis leicht besser scheint, die Speichergröße jedoch um 50%-70% geringer ist. Zoomen während der Aufnahme ist wohl möglich, jedoch nur digital was dann - speziell bei bewegten Objekten - zu deutlich schlechterer Aufnahmequalität führt und daher das Digitalzoom eigentlich nicht brauchbar ist.
Der Lithium Ionen Akku NP-40 reicht subjektiv empfunden etwas weniger lang wie bei der Z1000, aber immer noch für zumindest 250 Aufnahmen inkl. einiger Minuten Film, diversem Zoomen und Bildbetrachtung über Display.
Resümee: Wirklich empfehlenswert für jemand der seine Kamera überall hin mitnehmen will und eine durchdachte, einfache und intuitive Handhabung bei guter Aufnahmequalität schätzt.