Ich habe dieses Buch in wenigen Tagen weit gehend durchgelesen und kann schon einmal sagen, der Cashkurs ist viel besser als der Crashkurs, das vorangegangene Buch von Dirk Müller.
Man wird hier nicht von einem "Skandal" zum nächsten gehetzt, sondern bekommt brauchbare Tips und Anregungen zu verschiedenen Arten der Geldanlage. Das hat etwas von Verbraucherzentrale, aber im positiven Sinn. Das Buch verbreitet keine bestimmte Anlagestrategie oder Patentmethode, sondern gibt Hinweise zu den verschiedenen Arten der Geldanlage.
Für spezielle Fragen ist das Buch nicht tief gehend genug, aber wer einen Überblick will, wird hier gut bedient. Experten werden das unnötig finden, aber es gibt zahlreiche sinnvolle Tips und wichtige Warnungen. Es richtet sich eindeutig an Leser, die nicht in diesem Bereich tätig sind. Für die ist es jeden Cent wert.
Es ist auch praktischer orientiert als viele andere Bücher zu diesem Thema. Wenn man mehr Theorie will gibt es das Buch "Geinal einfach investieren". Weil der Cashkurs die Geldanlage allgemein behandelt, geht es nicht näher auf die Krise und den Euro ein. Als weitere Ergänzung kommt daher "Rettung vor dem Euro" in Frage.
Hier noch einige Beispiele für Inhalte aus dem Buch, um einen Eindruck zu gewinnen:
Basiswissen. Das werden viele für überflüssig halten, es stehen aber trotzdem lesenswerte Sachen drin.
Riester, Rürop usw.
Anlage in Aktien, Anleihen, Fonds.
Zertifikate usw.
Immobilien (wovon Müller stark abrät) mit Immobilienfinanzierung.
Besser Aktiensparen und Zinsanlagen trennen, um klare Verhältnisse zu haben. Das spricht gegen Mischfonds.
Die Garantie in Grantiefonds bezieht sich nur auf einen Stichtag.
Auf Unterversicherung achten.
Rollen von Vorstand, Aufsichtsrat Aktionären.
Beteiligungsmodelle durch geschlossene Fonds.
Es ist ein Buch, das man auf den ersten Blick leicht unterschätzt. Die Bemerkung einer vorangegangenen Rezension finde ich daher unangebracht.
Ich hoffe, diese Einschätzung hilft Ihnen zu entscheiden, ob das Buch das richtige für Sie ist.