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Cash: Zwei Shadowrun-Romane in einem Band: Zwei Romane in einem Band
 
 
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Cash: Zwei Shadowrun-Romane in einem Band: Zwei Romane in einem Band [Taschenbuch]

Christian Riesslegger
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 736 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (5. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453525159
  • ISBN-13: 978-3453525153
  • Originaltitel: Cash Flow / GmbH
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 146.199 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian Riesslegger
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zu viele Köche verderben den Brei, sagt man – und zu viele Shadowrunner, die hinter der gleichen Zielperson her sind, verderben der Schattenläuferin Karo Ass mächtig die Laune. Nicht zuletzt deshalb, weil auch die Zielperson, Österreichs Vizekanzler Hacklhuber, nicht untätig bleibt und verzweifelt versucht, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Ein dramatischer Wettlauf durch die Schatten beginnt …

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Südburgenland, 5. Dezember 2062

Morgendämmerung mitten im Nirgendwo des burgenländischen Outbacks. Jede Menge verwilderter Landschaft ringsum, aber nirgendwo ein Zeichen menschlicher Besiedlung, keine bewohnten Häuser, keine Felder oder Weinberge. Die ersten Strahlen der bleichen Wintersonne brechen zaghaft hinter dem nebelverhangenen Horizont hervor. In kleinen Windhosen lässt der eisige Dezemberwind abgestorbenes Laub über den rissigen Asphalt der Startbahn tanzen. Die ungewöhnliche Kälte dieses Winters fährt dem Hadrian Haidegger gnadenlos unter seinen dick mit Kevlar-Matten ausgepolsterten Mantel, kaum dass er aus der wohligen Wärme des fetten Mercedes steigt. Haidegger schaudert und zieht die Mütze tief ins Gesicht. Elendiger Drecks-Winter! Aber er braucht nicht lange in der Kälte zu warten, pünktlich auf die Minute kommt die Transportmaschine rein. Das dumpfe Dröhnen der mächtigen Turbofans der alten Iljushin wird lauter. Mit der schmucken Nachtsichtbrille von Yosuka Techtronics kann Haidegger das schwerfällige Flugzeug ausmachen, das unterhalb der Radarerfassung in Baumwipfelhöhe von Südwesten her angeflogen kommt. Sogar die vier dunklen Rauchwolken, die der Flieger hinter sich herzieht, werden von der Elektronik vor seinen Augen deutlich abgebildet. Natürlich sind die Positionslichter ausgeschaltet, und dass jegliche Hoheitsabzeichen fehlen, versteht sich ja wohl von selbst.
Haidegger ist nicht der Einzige, der den Flieger bemerkt hat. Mehr als ein Dutzend schicker Limousinen parken entlang der kurzen Startbahn des längst aufgelassenen Flugplatzes im Südburgenland. Aus jeder dieser Limousinen steigen nun ein oder zwei Gestalten, fröstelnd im bitterkalten Wind. Allesamt stecken sie in dicken, kevlargefütterten Mänteln. Parteiagenten und Konzernmänner diverser Fraktionen, genau wie Haidegger. Er kennt sie alle, etliche davon arbeiten sogar für die gleiche Partei wie er. Auch er ist ein Mann einer Partei, ihr treu ergeben, aber nicht einer der hirnlosen Schläger vom Radikaldemokratischen Schutzbund, auch nicht einer der ordinären Parteisoldaten, die dem Herrn Bundesvorsitzenden wie Lemminge in den Abgrund folgen würden, die brav wie kleine Schulkinder eine Handvoll halbgarer Zitate von Marx vor sich her brabbeln können, ein fluoreszierendes Holo vom Exkanzler Kreisky überm Bett hängen haben und voll ergriffener Inbrunst an Deficit spending glauben.
Nein, mit so was gibt sich der Haidegger nicht ab, da steht er drüber, weit drüber. Er ist der Mann im Hintergrund, der Mann, den niemand kennt, der gewisse Dinge geschehen lässt und der andere Dinge ungeschehen macht. Der dunkle Schatten, der dafür sorgt, dass keine Spuren zurückbleiben, Skandale unter den Teppich gekehrt werden, dass die Leichen unerkannt in den trüben Fluten der Donau versinken, bevor die Schnüffler auftauchen, und der dafür sorgt, dass die Berichterstattung der Medien nie zu weit von der Parteilinie abweicht. Haidegger ist einer von denen, die die Drecksarbeit machen. Die Drecksarbeit, die sicherstellt, dass die Partei auch weiterhin an den Futtertrögen der Macht nuckeln kann, dass sich die Funktionäre und Apparatschiks ungestört an den Steuergeldern mästen können. Wie gesagt, Haidegger ist ein
Mann der Partei, ihr treu ergeben, praktisch bis in den Tod hinein. Und das ist wortwörtlich zu verstehen, denn dank der intensiven Beziehungen der Partei zur Konzernwelt mit ihren Beta-, Gamma- und Delta-Kliniken hat der Tod dieser Tage ziemlich viel von seinem Schrecken eingebüßt.
Mit einem dumpfen Krachen setzt die Iljushin auf, ein Ruck geht durch den plumpen Rumpf des Fliegers, als die Bremsen aufkreischen und die Schubumkehr einsetzt. Trotz dieser bremsenden Titanenkräfte schlittert die Transportmaschine fast bis ans Ende der Landebahn, ehe das Bewegungsmoment gebrochen werden kann und die schiere Masse des Vogels zum Stehen kommt.
Noch ehe das Brummen der Turbinen verstummt, erwacht die Hydraulik im Heck des Fliegers mit lautem Zischen zum Leben und lässt die Laderampe hinunter. Heraus rollen zwei sechsrädrige Radpanzer, ein gepanzerter Jeep und ein ebenso gepanzerter Lastwagen, rotgelber Wüstensand auf zerkratztem Lack in historischem UNWeiß. Auf der Seite jedes Fahrzeugs prangt das ehemalige Wappen der UNO, darunter >ZUM< in fetten Buchstaben. ZUM, >Zivil und Militär<, das allerneueste Spielzeug des Club 65, geheime Kriegsspiele auf Staatskosten in der Wüste Nordafrikas.
Gut zwei Dutzend Gestalten spazieren die Rampe hinunter, großteils Männer, aber auch ein paar Frauen, alle in khakifarbenen Tarnanzügen, himmelblaue Barette am Kopf. Die meisten tragen ganze Batterien von Orden und Abzeichen an Brust, Ärmeln und Schultern. Lachend klopfen sie einander gegenseitig auf die Schultern, schütteln sich die Hände. Partystimmung.
Haidegger verzieht süffisant die Mundwinkel. Offensichtlich wissen die Damen und Herren noch nicht, was sich während ihrer Abwesenheit in Österreich abgespielt hat. Aber das werden sie jetzt wohl schnell erfahren. Und die Partystimmung wird dann wahrscheinlich ganz schlagartig und ganz nachhaltig verflogen sein ...
Es ist nicht besonders schwierig für Haidegger, seinen Boss unter den Möchtegern-Peacekeepern auszumachen. Ein groß gewachsener Mann mittleren Alters mit einem relativ kleinen, eiförmigen Kopf: Albert Hacklhuber, seines Zeichens Bundesvorsitzender der Partei, gefeierter Kriegsheld, ganz hohes Tier im Club 65 und, nicht zuletzt, Vizekanzler von Österreich. Scheint ein wenig angetrunken zu sein, der Herr Hacklhuber, seine Bewegungen sind fahrig, und er stützt sich schwerfällig auf die Schulter von Frau Adelheid Santori, der Chefin des Neoliberalen Forums.
»Jö schau, das is' ja urleiwand, der Ha-Ha holt uns ab!«
Haidegger verzieht die Mundwinkel. »Ha-Ha«, diese hirnverblödete Abkürzung für Hadrian Haidegger, Hacklhubers Standard-Schmäh, wenn sie sich treffen, tausendmal gehört und immer noch genauso unlustig wie beim ersten
Mal.
»Sie, Haidegger, also, ich muss Ihnen echt sagen, unser kleiner Ausflug zu den Negeranten war ein Hit! ZUM ist einfach urgeil, das hätten's erleben sollen! Also, wie wir dort drunten im Senegal Luftlandung gemacht haben, das war schon eins A, kein Dreck. Und dann - Schwupps! - mitten rein ins Operationsgebiet, quer durch die Ziegenherden, volle Wäsch', dass die dort heut noch das Faschierte zusammenklauben. Das Missionsziel umstellt, so ein Dorf von irgendwelchen Ork-Negeranten. Stacheldraht ringsherum aufgepflanzt, dass sie uns nicht auskommen, den Dorfbrunnen gesprengt und dann zack-zack, Peacekeeping und ein bisserl das Humanitäre, wissen's eh, Wasseraufbereitung und Care-Pakete und so. Totaler Schlagobers! Und dann natürlich die Suche nach Massenvernichtungswaffen - also die war der Oberhammer!«
Der Haidegger schüttelt den Kopf. Die Streiche des Club 65, Österreichs einflussreichster und zweifelsohne dekadentester Loge, haben mittlerweile ein erstaunliches Ausmaß erreicht. ZUM ist da gar nicht mal der Höhepunkt. Bei weitem nicht!


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Österreichs Schatten 2. März 2009
Format:Taschenbuch
Hallo Chummers,

muss dem Vorredner leider teilweise Recht geben.
Da es nunmal in Österreichs Schatten spielt, wird auch Österreicher Slang benutzt. Anstatt "Alles erste Sahne!" heisst es hier nunmal "Alles Schlagobers!"
Anfangs schmunzelt man noch über den Österreicher Charme, aber später wird es echt anstrengend zu lesen. Habe oft nicht mehr als ein Kapitel am Stück meinen Augäpfeln angetan.

Ein Buch für Österreicher, oder Österreich-Fans.

Ich fühle mich in Seattle oder der ADL bedeutend wohler.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Drek! 3. Juni 2010
Von Hueddo
Format:Taschenbuch
Viele haben sich schon über den Östereichischen Dialekt "beschwert". Nun gut, mein Fall ist er auf Dauer zu lesen auch nicht, dass ist aber nicht der Grund, warum das Buch nach der Hälfte weggelegt habe.

Meine Meinung: Der Erzähler eines Buches (nicht die Prots!) sollten nicht im Strassenslang reden. Am Meisten hat es mich genervt, dass fast jeder zweite Satz mit "Drek" beendet wird oder in dem Satz enthalten ist.

Für mich war dies äusserst nervend und so mochte ich die Geschichte nicht weiterlesen, Schade bzw. Drek!

Noch mal verdeutlicht: Die Protagonisten des Buchs können, bzw. sollen sogar Fluchen, sie sind schliesslich verkommene Schattenläufer ;) aber der Erzähler darf das in meinen Augen nicht.

Keine Kaufempfehlung von meiner Seite.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wie die anderen schon geschrieben haben, ist das Buch leider sehr österreichisch geschrieben.
Viele Kleinigkeiten, die das Lesen sehr anstrengend machen. Zum Beispiel gibt's vor jedem Namen einen Artikel, viele subjektive Wahrnehmungen von Nebenpersonen sind teilweise stark übertrieben geschrieben und gleiten öfters ins lächerliche ab.
Der Autor spricht teilweise mit dem Leser, teilweise antworten die Charaktere auch passiv auf aktive Fragen - was den Erzählstil zwar sehr charakteristisch für den Autor, aber nicht besonders lesenswert für den Konsumenten macht.

Schade. Mit einer "deutschen" Version würden sich hier sicher bessere Rezessionen erzielen lassen.

P.S.: Der Lektor hat leider auch viele Rechtschreibfehler übersehen...
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... liegt leider völlig daneben. Sprachen sind sicherlich nicht mein Spezialgebiet, aber als gebürtiger und zeitlebens Wiener kann ich aus Überzeugung sagen, dass... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Thomas veröffentlicht
Nur halb gelesen
Hey!
Also, normal mag ich die Shadowrun Romane sehr gerne. Die Bände von André Wiesler und Markus Heitz habe ich regelrecht verschlungen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Mitzi veröffentlicht
Großartiger Titel trotz fehlender dt. Hochsprache
Dadurch, dass in diesem Werk der österreichische Dialekt auch Einzug in die Abhandlung und nicht nur in die Charaktersprache hält, fühlt man sich beim Lesen selbst... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von Sammy B. veröffentlicht
Trash not Cash
ich komm aus Bayern... zwar hatte ich vorher schon die Rezensionen gelesen, daß österreichisch verwendet wird - aber das dies dann so grottig ist :(
Das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Januar 2010 von H. Egmont
Gewöhnungsbedürftig, aber innovativ und spannend!
Chummers, meines Erachtens lesenswert!
Das Buch ist tatsächlich durchgehend im Östereicher Slang gehalten, wer sich seiner eigenen Sprache nicht sicher ist und meint... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. August 2009 von Poolitzer
Gut geschrieben und vor allem eigenständig
Ich kann die hier zum Teil Kritik am Schreibstil zum Teil nachvollziehen, allerdings finde ich ihn doch gut gelungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2009 von J. Köhler
Slang, ja und?
Also ich fand den Roman super.
Der Slang gibt ihm das gewisse etwas und grenzt sich dadurch umso mehr von der ADL oder Seatle ab. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2009 von Michael Thiel
Slang find ich gut
Gute Shadowrun-Handlung mit intressanten geschichtlichen Rückblenden.

Da ich aus dem Ruhrgebiet komme ist Slang für mich immer eher was sympathisches. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juni 2009 von Smurf im Netz
Griff ins Klo...
Es fällt mir grundsätzlich eher schwer, durchweg negativ zu kritisieren, da ich generell der Meinung bin, dass grade beim schreiben eines Romans immer viel Mühe,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Juni 2009 von A. Bröker
Für wen wurde das Buch geschrieben
Es gibt halt Slang und Slang... ich kann meine Figuren Slang reden lassen, muss aber nicht mit Slang schreiben, was hier leider getan wurde. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. April 2009 von Kulai
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