Schön, daß es endlich auch in Deutschland eine Autorin gibt, die solche Krimis schreiben kann. Anne Chaplet ist es gelungen, einen Roman zu verfassen, in dem ein mysteriöser Mordfall, die Geschichte eines Pferdeschlitzers und die jüngste deutsch-deutsche Vergangenheit eine spannende Symbiose eingehen. Dazu kommt die genaue, wenn auch vielleicht in Teilen etwas überzeichnete Schilderung des Lebens von Paul Bremer in der tiefsten hessischen Provinz. Fünf Sterne gibt's, weil nicht nur die Zutaten stimmen, sondern auch ihre Zusammenstellung geschickt vorgenommen wurde: Die Handlung ist logisch und glaubhaft gestaltet, wirkt also kein bißchen konstruiert - und das ist das Wichtigste in einem Krimi, oder?