Aus der Amazon.de-Redaktion
So finster, wie Nils Koppruch sich auf dem Schwarz-Weiß-Cover von Caruso zeigt, geht es zum Glück nicht her auf dem zweiten Soloalbum des Songwriters aus Hamburg. Gute drei Jahre ließ der Sänger seiner aufgelösten Gruppe Fink nach dem eigenen Debüt-Album Den Teufel tun verstreichen, aber wie erwartet bricht der auch als Maler SAM aktive Künstler nicht mit der Vergangenheit – weder textlich noch musikalisch. Was nun nicht heißen soll, dass Nils Koppruch auf der Stelle tritt. Nein, er bröselt ein paar Grenzen auf, wenn auch moderat. Die unverwüstlichen Eckpfeiler seiner Klangwelt bleiben Folk, Blues und Country, aber vor allem ist Caruso ein wunderschönes Pop-Album geworden, dessen gelingen auch damit zusammenhängt, das Nils Koppruch auf vertraute Musiker oder befreundete Kollegen wie Gisbert zu Knyphausen zurückgreift. Mehr Leben ist in seine auf Den Teufel tun zuvor eher introvertierten, wolkenverhangenen und oft stillen Lieder eingekehrt. Das Titelstück „Caruso“ erzählt in bestem Tom-Waits-Soundgewand die Geschichte eines Musikers im Backstage-Raum, und „Verrückte Liebe“ passt mit seinem Swing doch tatsächlich nach New Orleans. Besonders gelungen ist ihm „Wien 91/5“, eine Instrumentalnummer, in der eine zart gespielte Akustik-Gitarre, Kontrabass und digitale Beats eine gelungene Allianz eingehen. Auch der nachfolgende Tracks „Weil’s möglich ist“, mit großer Besetzung und Instrumenten wie Wurlitzer Orgel, Saxophon und vielen E-Gitarren eingespielt, wird von programmierten Rhythmen vorangeschoben. Die Sprache und die Satzkonstruktionen des bisweilen lakonischen Geschichtenerzählers ohne den Hang zur Eindeutigkeit bleiben einzigartig in der deutschsprachigen Pop-Musik. Sven Niechziol
Kurzbeschreibung
Pop aus anderen Quellen: zweites Soloalbum des ehemalige Fink-Sängers.
Ein Album Caruso zu nennen ist für einen Sänger nicht ganz unbescheiden. Nils Koppruch ist Sänger, aber auch Songwriter, Dichter und Geschichtenerzähler, und so darf man sicher sein, dass sich bei ihm hinter der Opernlegende Caruso etwas ganz anderes verbirgt.
Das zweite Soloalbum des ehemaligen Frontmanns der Hamburger Band Fink wirkt wie ein großes Luftholen nach dem sehr introvertiert wirkenden Solodebüt ( Den Teufel tun ) von 2007. Caruso hat alles, was die Songs von Koppruch und Fink so einzigartig und wundervoll machte. Da ist die Musik, die ihren Ursprung in Nordamerika hat, im Blues, Country, Folk und Swing, aber niemals folkloristisch wirkt. Es ist eher Pop, der sich aus anderen Quellen speist, als es Pop gewöhnlich tut. Und da sind diese Texte, in denen mit wenigen Worten große Geschichten erzählt werden voller Weisheit, Witz und Lebensliebe. Selten wurde Optimismus schöner vertont. Auch wenn gleich hinter der nächsten Ecke der Teufel lauert Caruso hätt sich aufgehängt.
Mit dabei u. a.: Gisbert zu Knyphausen, Christoph Kähler und Almut Klotz.
Ein Album Caruso zu nennen ist für einen Sänger nicht ganz unbescheiden. Nils Koppruch ist Sänger, aber auch Songwriter, Dichter und Geschichtenerzähler, und so darf man sicher sein, dass sich bei ihm hinter der Opernlegende Caruso etwas ganz anderes verbirgt.
Das zweite Soloalbum des ehemaligen Frontmanns der Hamburger Band Fink wirkt wie ein großes Luftholen nach dem sehr introvertiert wirkenden Solodebüt ( Den Teufel tun ) von 2007. Caruso hat alles, was die Songs von Koppruch und Fink so einzigartig und wundervoll machte. Da ist die Musik, die ihren Ursprung in Nordamerika hat, im Blues, Country, Folk und Swing, aber niemals folkloristisch wirkt. Es ist eher Pop, der sich aus anderen Quellen speist, als es Pop gewöhnlich tut. Und da sind diese Texte, in denen mit wenigen Worten große Geschichten erzählt werden voller Weisheit, Witz und Lebensliebe. Selten wurde Optimismus schöner vertont. Auch wenn gleich hinter der nächsten Ecke der Teufel lauert Caruso hätt sich aufgehängt.
Mit dabei u. a.: Gisbert zu Knyphausen, Christoph Kähler und Almut Klotz.
kulturnews.de
Das Piano hat mal wieder gesoffen - und Nils Koppruch, Sänger der legendären Band Fink, auch ein bisschen. Er spielt keine Hamburger Schule mehr, sondern gibt den exzellenten Singer/Songwriter, der unverhohlen mit dem Blues flirtet, als gäbe es kein Morgen nach dem Gestern; deutscher Alt.Country im Lambchop-Stil, den man in der Post-WM-Leere gut gebrauchen kann. Mit Streichersätzen wie in "Wort im Wasser" und düsterwohligen Takten eines "Armer Junge weint, armes Mädchen auch" führt Koppruch vor, warum seit 20 Jahren die Speerspitze des deutschen Country darstellt. Tom-Waits-Vergleiche, Element-Of-Crime-Anleihen - geschenkt! Vieles macht der 45-Jährige sogar bessere als die Kollegen, trotz kleiner Aussetzer wie "Kirschen (Wenn der Sommer kommt)", das etwas zu verkrampft eine Ohrwurmsingle sein will. Doch dass so was auf deutsch funktioniert, ist an sich schon ein kleines Faszinosum. (ms)
Produktbeschreibungen
1-Armer Junge weint, armes Mädchen auch 2-Caruso 3-Kirschen (wenn der Sommer kommt) 4-Wort im Wasser 5-Die Aussicht 6-Verrückt vor Liebe 7-Hamburger Berg 8-Wien 91/5 9-Weil's möglich ist 10-Wissen musst du es doch 11-Vergessen was ich wusste 12-Stadt in Angst Nils Koppruch, Sänger und kreativer Kopf der Gruppe Fink, die mit ihren Alben deutsche Musikgeschichte geschrieben hat, meldet sich mit dem zweiten Soloalbum 'Caruso' eindrucksvoll zurück. Nils Songs und die Musik gehen zurück auf Blues, Country, Folk und Swing, ohne auch nur ansatzweise folkloristisch zu klingen. Nils Koppruch ist ein deutschsprachiger Singer/Songwriter, der mit wenigen Worten große Geschichten erzählt voller Weisheit, Witz und Lebensliebe. - Das neue Album erscheint am 13. August 2010.