Cartagena ist ein Kartenspiel, das die Flucht von einer Gruppe Karibik Piraten aus dem Kerker zum Inhalt hat. Das Spielprinzip ist denkbar einfach:
Der Spielplan besteht aus mehreren Kartonfeldern, die variabel ausgelegt werden können und ein Labyrinth mit Spielfeldern ergeben. Die Felder sind mit jeweils anderen Symbolen gekennzeichnet. Der Spieler erhält zu Beginn Karten, mit denen er sich auf den Spielplan vorwärts bewegen kann. Um neue Karten zu erhalten, muss er sich einige Felder zurück fallen lassen Je geschickter er das anstellt, desto mehr Karten erhält er. Ziel des Spieles ist es, alle eigenen Spielfiguren ins Boot zu bringen, das für die Flucht bereitsteht. Wer dies als erstes schafft hat gewonnen. Wie weit sich eine Figur nach vorne bewegen kann, hängt entscheidend von der Position der anderen Figuren ab. Durch kluges Taktieren, Bluffen und vorausdenken kommt man seinem Ziel schnell näher.
Es gibt 2 Spielvarianten. Eine ist etwas stärker vom Zufall geprägt, beschleunigt den Spielablauf jedoch deutlich. Die andere ist eher für Tüftler und Liebhaber strategischer Spiele geeignet. Anstatt die Karten verdeckt zu ziehen, wird der Stapel offen ausgelegt. Da man sich merken kann, welche Karten die einzelnen Spieler haben, kann man den Spielverlauf besser planen. Allerdings ist diese Variante wesentlich langwieriger und nichts für Ungeduldige Menschen.
Meine persönliche Lieblingsvariante ist die Schnellere. Obwohl der Zufall eine etwas größere Rolle spielt ist das Spiel nur durch gutes Taktieren zu gewinnen. Dennoch wird es nie zu ernst und ich mag den raschen Spielverlauf. Da die Runden nicht sehr lange dauern, ist es im Gegensatz zu manch anderem Taktispiel, auch für Spieler die zurück fallen nicht langweilig oder frustrierend. In der nächsten Runde beginnt jeder wieder von vorne.
Cartagena ist ein Spiel, das auch zu zweit ohne Einschränkung gespielt werden kann und richtig Spass macht. Es können bis zu 5 Spieler teilnehmen.
Fazit: Eines meiner Lieblingsspiele. Sehr empfehlenswert!