Diese von Steve Lillywhite (z. B. U2, "The Joshua Tree", "Achtung, Baby!") produzierte Scheibe verdient natürlich ganz klar 5 Sterne: druckvoll-melodiöser Rock, der sich zwar manchmal dem Bombast annähert ("You Know My Name"), aber dabei niemals kitschig wird. Und über Cornells außergewöhnliches Organ (und dessen schonungslosen Gebrauch - wie macht er das bloß, sich damit nicht die Stimmbänder zu ruinieren?!) muss ohnedies nicht mehr viel gesagt werden: Cornell kann dir mit seiner Stimme in einem Moment das Herz zerreißen und dir einen Augenblick später gewaltig in den Magen treten, ganz wie es ihm beliebt. Ein Ausnahmeinterpret, über Geschmacksfragen durchaus erhaben (doch selbstverständlich darf man den Mann auch dafür hassen, dass er sein Können manchmal allzu anbiederisch einsetzt, siehe im Besonderen den späteren Versuch "Scream" mit der grausamen Unterstützung von Chart-Producer Timbaland).
Doch Achtung: Entgegen der Meinung eines englischsprachigen Rezensenten handelt es sich bei dieser Ausgabe nicht um die 17 Tracks umfassende "Japan Edition", sondern um die US-Version. Und diese umfasst überhaupt nur 14 Tracks, d. h. sogar der standardmäßig auf nahezu allen anderen Pressungen vertretene (Bonus-)Track 15, "Today", fehlt hier!
Also Finger weg von dieser überteuerten Import-Ausgabe. Greifen Sie lieber zur ebenfalls von amazon - und zwar zum Schleuderpreis - angebotenen Standard-Ausgabe (mit 15 Tracks):
Carry on.
Für die Japan-Edition mit zwei zusätzlichen (und durchaus lohnenswerten) Bonus-Tracks müssen Sie schon mehr ablebegen, nämlich mindestens 30 Euro (wenn Sie sie direkt vom japanischen Händler kaufen; in Europa oder den US ist diese gesuchte Ausgabe für stolze 50 bis 90 Euro zu erstehen [Stand 05/2013]).