Da der Langhaarschneider meines
Rasierers den Geist aufgegeben hat(vielen Dank nochmal an die Firma Braun) und die günstigste Variante ein normaler Bartschneider war, hab ich zu diesem hier gegriffen. Ich ließ mich vom Zubehör und vom aufgemotzten Namen leiten. Das erste Laden funktionierte wunderbar, und ich rückte meinem Gesichtshaar zu Leibe. Der Barttrimmer rasiert sauber, ohne zu ziehen und zu ziepen. Ein mittlerer Negativpunkt kommt da aber schon zum tragen. Die verschieden Aufsätze, die zum Teil das gleiche bewirken, lassen sich nicht tief genug einstellen, so dass man nicht unter 3-Tage-Bart-Länge kommt, es sei denn man rasiert mit der blanken Schere, ohne Aufsatz. So hab ich es mir auch angewöhnt, da es ansonsten auch mit dem richtigen Rasierer zur Qual wird ein blankes Gesicht herzustellen. Zum Zubehör gehört auch eine ziemlich schmale Scherfolie, die allenfalls als Notfallrasierer taugt, und ein Nasenhaaraufsatz, den ich nicht brauche, der aber auch nicht all zu vertrauenerweckend aussieht.
Ein wichtiger Hinweis zur Benutzung unter dem Wasserhahn oder der Dusche. in der Steckerbuchse, die nachfolgend genauer beschrieben wird, versteckt sich gerne (sogar über mehrere Tage) etwas Wasser. Wenn man den Barttrimmer also kräftig nass gemacht hat, sollte man sicherstellen, dass er komplett trocken ist, wenn man ihn aufladen möchte.
Nun aber zu Punkt, der mich schon glatt zum Rasen gebracht hat. Dem Gerät liegt ein Netzteil bei, welches nicht direkt mit diesem verbunden wird, sondern mit einer Art Ladestation, in die der Bartschneider zum Aufladen gestellt werden muss. Das bedeutet auch, dass man sein Körperhaar nicht kabelgebunden entfernen kann, sondern immer von gefüllten Akkus abhängig ist. Nebenbei kann man in diese Station auch die restlichen Aufsätze stecken. Kann man gut finden, muss man aber nicht. Auf jeden Fall wiegt das Ding geschätzte 5 gramm, so dass es relativ instabil steht. Das ärgste aber, was dem Barttrimmer die schlechte Bewertung beschert ist die Stromverbindung zwischen dem Gerät und dieser Ladestation. Die besteht nämlich aus jeweils zwei büroklammerdrahtdicken Kontaktstiften, die direkt aufeinanderstoßen müssen, dass die Ströme fließen, was man an einer roten Kontrollleuchte erkennen kann. Beim ersten Mal habe ich eigentlich gedacht, meine Neuerwerbung wäre kaputt, aber nach ein wenig Fummelei und rummgeschiebe des Rasierers in der Halterung leuchtete die Lampe, und nach einem halben Tag(für den Preis annehmbar aber nervig) waren die Akkus, welche man nicht tauschen kann, voll. Die ersten paar Aufladevorgänge bedurften dann etwas weniger Fummelei, und ich war doch relativ zufrieden. Aber irgendwann wurde es schlimmer, und letztens habe ich geschlagene 15 Minuten gebraucht um die Lampe zum Leuchten zu bringen, nur um dann festzustellen, dass sie nach ein paar Minuten wieder ausgeht, weil der Kontakt wieder abgebrochen ist. Ich sag euch, ich hätte das Teil fast an die Wand geschmissen, habe es dann aber doch bei diversen Verfluchungen des Entwicklers belassen.
Ich denke, damit wäre der Schwachpunkt dieses Produktes umfassend beschrieben. Guter Barttrimmer, schlechte Aufladekonstruktion. Wie ein Auto, den man mit ner Schöpfkelle auftanken muss.