Leider gab es von Carole King in der 70er Jahren kein offizielles Live-Album. Ein Umstand der erst 1996 mit der Veröffentlichung von *The Carnegie Hall Concert* ein Ende fand und eine Lücke in der Carole-King-Sammlung schloß.
Der Mitschnitt vom 18.06.1971 beweist recht eindeutig das der Künstler, in dem Fall Mrs. Carol Klein, die Songs trägt und nicht umgekehrt. King wirkt zu Anfang des Kozertes etwas nervös, wird immer sicherer und sprüht am Ende vor Lebensfreude. Mit der Musik verhält es sich fast ebenso. Zunächst hört man nur Carole King mit ihrem Klavier, nach und nach holt sich sich Unterstützung auf die Bühne um die Show dann in einem furiosem Ende mit komplettem Ensemble ausklingen zu lassen.
Musikalisch wird nur allerfeinstes geboten. Darunter befindet sich fast die komplette *Tapestry*-LP sowie einige ältere Songs, die sie zusammen mit ihrem ersten Mann Gerry Goffin noch für andere Künstler komponiert hatte. Der Sound ist nicht perfekt, aber die Songauswahl ist es in jedem Fall.
Für mich zählt *The Carnegie Hall Concert* gemeinsam mit *The Living Room Tour* zu den Live-Säulen in Carole Kings Backkatalog und ich habe die CD sinnigweise nicht im Jahr 1996, sondern im Jahre 1971 in meiner Carole-King-Sammlung eingereiht.
FAZIT: eine musikalische Sternstunde...