... also nicht als Opernverfilmung nach dem Franzosen Bizet, sondern zurück zu den andalusischen Wurzeln des Flamenco geführt ist ein intensiver musikalisch von Paco de Lucia - der ja nicht zufällig mit John McLaughlin und Al di Meola als einer der "drei Tenöre" des zeitgenössischen Gitarrenspiels gilt - genial untermalter Bilder- und Gefühlsrausch, mit einer faszinierenden Hauptdarstellerin, die mich als Vierzehnjähriger dazu bewog, mir den Film dreimal im Kino anzuschauen. Die grandiose Regie von Carlos Saura, die die Geschichte - den Mythos der Carmen in seinen beiden Protagonisten, also der jungen Tänzerin, die die Carmen verkörpert und dem alternden Choreographen, der sich in sie verliebt und es nicht erträgt, dass er sie nicht halten kann - so realistisch erzählt, dass sie einem viel näher geht, als einem die Oper jemals gehen könnte, trägt ein übriges dazu bei, dass diese Carmen-Adaption ein absolutes zeitloses Highlight des Genres "Tanzfilm" darstellt.