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Wo ist Carlos Montufar? Über Bücher, 2 Audio-CDs
 
 
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Wo ist Carlos Montufar? Über Bücher, 2 Audio-CDs [Audiobook] [Audio CD]

Daniel Kehlmann
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Universal Music; Auflage: 1., Aufl. (29. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3829117639
  • ISBN-13: 978-3829117630
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.527.273 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Daniel Kehlmann
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Produktbeschreibungen

Amazon.de Hörbuchrezension

Im Jahr 2005 veröffentlichte Daniel Kehlmann einen Band mit gesammelten Texten zur Literatur -- Rezensionen, Reden, Essays aus den fünf vorausgegangenen Jahren. Von den 15 Beiträgen des Buches haben es immerhin sieben bis in das Hörbuch geschafft, verzichtet hat man vor allem auf die Rezensionen, etwa zu Büchern von Updike, Vonnegut, Celine oder Hamsun. Dafür gibt es auch einen Text, den man in der Buchausgabe vergeblich sucht: "Voltaire und Starbucks", eine Würdigung der Simpsons-Serie als eines der größten Kunstwerke unserer Zeit.

Dass Kehlmann nicht gerade mit einer sehr angenehmen Stimme gesegnet ist und freilich auch nicht liest wie ein Schauspieler, war noch beim Hörbuch zum Roman Ich und Kaminski fatal, bei Wo ist Carlos Montufar? dagegen stört dieser Umstand kaum. Hier folgt man dem Autor gern zu allgemeinen Überlegungen zur Entwicklung des Romans, dem prekären Verhältnis von Autor und Lektor am Beispiel Raymond Carvers, oder Erfahrungen als Autor, mit seinen eigenen Texten nach deren Veröffentlichung wieder konfrontiert zu werden.

Der längste und interessanteste Text beschäftigt sich mit Kehlmanns großem Bestseller Die Vermessung der Welt, eine Art Sekundärliteratur aus der Hand des Autors, was den Reiz dieses Blicks hinter die Kulissen noch erhöht. Nicht zuletzt gibt es hier die Antwort auf die titelgebende Frage Wo ist Carlos Montufar und warum beim Schreiben biografisch inspirierter Romane manche historische Figur, so wie der Humboldt durch Südamerika begleitende Carlos Montufar, leider unter den Tischen fallen muss. --Christian Stahl

Spieldauer: ca. 130 Minuten, 2 CDs, gekürzte Autorenlesung

Kurzbeschreibung

Wie geht ein Romancier mit Historie und Erfindung um? Hat der Roman als Gattung Zukunft? Welche eigenen Werke würde man auf eine einsame Insel mitnehmen? Und ist "Der Herr der Ringe" große Literatur? Mit eigenen und fremden Büchern beschäftigt sich Daniel Kehlmann in diesen Essays, mit Autoren aus Europa und Amerika, mit dem Handwerk des Schreibens und dem Abenteuer des Lesens

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Kehlmann erinnert in diesem Buch leicht an einen Nobelpreisträger, nämlich an Mario Vargas Llosa in seinem Buch Briefe an einen jungen Schriftsteller: Wie man Romane schreibt (suhrkamp taschenbuch).
Er erreicht gewiss nicht die Stärke und die liebevolle Geborgenheit dieses Autors, doch kann man seine Essays und Beobachtungen (die schon den ein oder anderen erhellenden und brillanten Gedanken erhalten, was ein Rezensent hier verneinte) mit den von Vargas Lloas vergleichen, weil sie beide etwas gemeinsam haben: sie sind zeitgenössische Autoren, die universell belesen sind und sich (wie übrigens auch Kundera von dem Kehlmann hier allzu offensichtlich teile der Romangeschichte aufgreift und trägt - siehe auch Die Kunst des Romans) in der Geschichte des Romans schon sehr viel herumgetrieben haben.

Nun ist dieses Buch aber ein ziemlich loses Gefüge, dass während der Lektüre anregend, aber zersplittert wirkt. Wenn man hinten in den Nachweis guckt, sieht man, dass viele Artikel, die bei vielen Zeitschriften erschienen und Reden zu Anlässen vermischt wurden - es wirkt, als wäre es noch nichtmal richtig gründlich editiert worden.

Einige Essays und auch der Vortrag über seinen eigenen Roman "Die Vermessung der Welt" sind interessant und treffen oftmals den Kern, wenn Kehlmann ihn vielleicht auch irgendwo geklaut hat - egal. Aber Herrn Kehlmann geht offenbar manchmal das Wissen abhanden über was er schreiben kann: Er kann anscheinend über Stendhal schreiben - aber scheinbar überhaupt nicht über Salinger! Er schreibt großartig über Updike - und schreibt ein wirres Zeug über Raymond Carver. Er bringt uns Sacher-Masoch nah und macht uns Vonnegut schmackhaft, deckt einen verlorenen Geniestreich von Milan Kundera auf - und schreibt einen sinnlosen Vortrag über Voltaire.

Insgesamt finden sich hier zu 75% gute Texte, die einem neue und andere Literatur nahebringen. Sie sind präzise und umständlich, manchmal eben grauenvoll hocherhoben oder pietätvoll. Dann muss man eben die Zähne zusammenbeißen, zum nächsten Essay blättern und... - ah, endlich mal erleben wie jemand ganz flexibel und gut über die Reise ans Ende der Nacht schreibt.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Kehlmann versammelt in diesem Band essayistische Räsonnements über die europäische Literatur, in denen er in scharfsichtigen und dezidiert analytischen Aussagen auf das Wesentliche des jeweiligen Autors und seiner Zeitumstände eingeht. Kehlmann schafft es, in seiner Darstellungsweise sehr eindrucksvolle Einblicke in wichtige Gesichtspunkte und Konstellationen aus Autor, Werk und dessen Zeitumständen zu gewinnen. Und dieses Buch macht dabei besonders wertvoll, dass er den kritischen Blick nicht aufgibt, sondern sein Besprechungsobjekt in seinen ihm wichtigen, vielschichtigen Aspekten präsentiert, gleichgültig ob positiv oder negativ, ob als Gelungenes und Gelobtes oder Missverstandenes und Verachtetes,. Ich habe das Buch in seiner atemberaubenden Vielschichtigkeit mit sehr großem Gewinn gelesen, auch wenn manche seiner Darlegungen mir bereits bekannt, jedoch noch keineswegs in dieser pointierten Weise bewusst waren. Wer daher sekundär, also durch die Brille Kehlmanns, über Literatur etwas erfahren will, ist bei diesem Werk gut aufgehoben. Der Autor bespricht die Genese seines eigenen Buches Die Vermessung der Welt ebenso, darüber hinaus Bücher und Wirken von Voltaire, Stendhal, Knut Hamsun, J.R.R. Tolkien, John Updike und viele andere mehr. Dieses Buch ist sein Geld wert, auch wenn es bisher nicht die Resonanz gefunden hat, die es verdiente.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mag Sarah Krampl TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Autoren und Werke, die Kehlmann hier vorstellt, haben durchwegs mit Politik und Gesellschaftskritik etwas zu tun. Das Buch ist in 19 Kapitel unterteilt, wobei 17 Autoren besprochen werden. Es wird kurz auf den Lebenslauf der Autoren eingegangen und lang auf die Absichten, die der Autor mit seinem Werk verfolgte. Kehlmann lässt seine eigenen Gedanken auch miteinfließen. Dadurch, dass Kehlmann anscheinend sehr belesen und auf literarischem Niveau ein unvergleichliches Wissen besitzt, erhält man eine detaillierte Einführung in die jeweiligen Werke. Teilweise handelt es sich um Autoren, wie Isaiah Berlin z.B., die eher unbekannt geblieben sind und die man eigentlich kennen müsste, wenn man sich mit Philosophie befasst. Auch unbekannte Werke bekannter Autoren kommen zur Sprache, die z.B. nicht ins Deutsche übersetzt wurden, wie Milan Kundera "Jacques und sein Herr". Insgesamt sind diese 17 Rezensionen für Literatur-, Philsophie-, und Geschichteliebhaber sehr hilfreich und informativ. Kehlmann hat einfach den richtigen Überblick und kann sich deshalb auf die Details konzentrieren. Schön, dass es noch so gute Schriftsteller gibt.
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