Herzerfrischende, kurzweilige und überhaupt nicht kitschige Geschichte über eine freundliche Familie, die ihren Hund über alles liebt. Wunderbar liebenswert zusammengefasste Erinnerungen über das Zusammenleben mit Carlo, dem fröhlichen vierbeinigen Familienmitglied - einem Hund, der Hund sein und Hund bleiben durfte. Ein überzeugendes Beispiel, dass es mit normalem, vorausschauendem Menschenverstand und ohne offizielle Kurse, moderne Hunde-Trainingsmethoden und zuviel Theorie geht - und ein Vierbeiner einfach freundlich und mit viel positiver Emotion völlig unkompliziert in die Familie integriert werden kann.
Als Welpe kommt Carlo in die Familie. Von einer freundlichen Züchterin mit allen Impfungen und Papieren versehen, tritt er seine erste Autoreise an und wird überglücklich als neues Familienmitglied aufgenommen. Alles war vorher gut durchdacht und vorbereitet, um dem kleinen Hundekind von Anfang an ein gemütliches, geborgenes Zuhause geben zu können. Züchternachweis und sonstige Papiere waren Ingrid Lindow, ihrem Mann Willi und Sohn Frank ziemlich egal. Sie wollten einen wesensfesten Hund - und das war ihr Carlo. So wie er von Natur aus war akzeptiert, baute sich das absolute Vertrauen in seine Familie" durch ruhigen, liebevollen Umgang miteinander schnell auf. In jeder Situation konnte Carlo sich sicher und geborgen fühlen und als glücklicher Hund aufwachsen. Einige wichtige Grundkommandos wurden ihm ohne Strenge vermittelt. Alles übrige tat er spontan gerne und lernte aus dem täglichen Umgang sehr schnell, was er durfte und was nicht.
Mit viel Emotion, ebenso vielen Gedanken um das, was ihm gut tut, wie er sicher und behütet fühlen kann, durfte Carlo ohne tief schürfende Erziehungslehren als glücklicher Hund aufwachsen und fast überall und immer dabei sein.
Natürlich hatte auch Carlo - wie jedes Hundekind - so manchen Unsinn im Sinn. Etliche seiner Aktionen" wurden freundlich unterbunden, es gab immer eine positive Lösung - oder man ließ ihm einfach einige kleinere Marotten auch künftig durchgehen, weil sie ihn glücklich machten.
Auch als Carlo langsam ins Seniorenalter kam, wurde die Familie ihrem geliebten Familienmitglied immer gerecht - mit ernsthaften Überlegungen, wie man ihm Erleichterung verschaffen kann, wenn er nicht mehr so gut laufen/hören/riechen kann oder wenn Krankheiten kommen. Diese Fragen, wie man ihm helfen kann, trotz aller Zipperlein und Krankheiten so fröhlich und unbeschwert zu bleiben, wurden ernsthaft gewälzt und positive Lösungen gefunden. Auch und gerade in diesen Zeilen kommt die absolute Liebe der Familie zu ihrem Vierbeiner wohltuend zum tragen. Der unvermeidliche Abschied ist gleichermaßen traurig wie zauberhaft dargestellt - wunderbar anrührende Erinnerungen an einen glücklichen Hund.
Fazit:
Carlo war ein Glückspilz. Wünschenswert wäre, es gäbe viel mehr solcher Herrchen und Frauchen. Diesem wunderbaren Buch wünsche ich zahlreiche Leser - und vor allem solche, die sich die Geschichte zu Herzen nehmen und bereit sind, ein wenig darüber nachzudenken, es mit ihrem Vierbeiner genauso zu machen.