Viele Kinder träumen davon. Eine Tarnkappe haben, unsichtbar sei und überall hin können, ohne gesehen zu werden. Und was die einen sich wünschen, ist für den Anderen eine Qual.
Carlo das Chamäleon wechselt so schnell seine Farbe und paßt sich der Umgebung an, daß keiner es bemerkt. Sogar seine Freunde gehen an ihm vorüber und halten ihn für ein Stück Holz, eine Blume, ein Blatt oder einen Stein. Carlo ist so unglücklich darüber, dass er kein Chamäleon mehr sein will. Das kann das Nilpferd überhaupt nicht verstehen. Wie gern würde es seine Farben wechseln können. Das eigene Grau kommt ihm so langweilig und stumpf vor.
Da hat Carlo eine Idee. Als Experte für Farben bietet er den Tieren einen Malservice an. „Carlo`s Colors! Farbenfroh von Bär bis Floh!" ruft er laut in die Wildnis hinein. Und schon bald kommen die ersten Kunden. Elefant und Löwe, Giraffe und Strauß erfreuen sich ihrer neuen Farbenpracht. Doch dabei bleibt es nicht lange. Die bunten Farben bringen einiges durcheinander. Warum? Überlege selbst. Carlo muß jedenfalls flüchten. Eine ganze Horde aufgebrachter Tiere heftet sich an seine Fersen.
Keine Sorge! Es geht gut aus. Doch was die glückliche Wendung bringt, wird nicht verraten. Carlo und die Tiere lernen jedenfalls, dass das Anderssein manchmal Tücken hat, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Und darüber entdecken sie, dass es gut ist, zu sein wie sie halt sind.
Bilder und Text greifen wunderbar ineinander. Heraus kommt ein farbenprächtiges Bilderbuch mit einer hintersinnigen Geschichte, die den Blick darauf lenkt, dass das faszinierend andere nicht immer auch das Beste für uns ist, man aber manchmal den Weg darüber braucht, um sich mit sich auszusöhnen.
Sehr empfehlenswert!