Nicht schlecht ist dieses Album von C.B. Aber irgendwas fehlt. Zumindest wenn man ein großer Liebhaber seiner anderen Solo-Alben ist. Nach mehrmaligem Hören habe ich so langsam gemerkt, was es ist: Zunächst fehlen in den meisten Stücken diese betörenden Melodien, bei denen man sich mit offenem Mund fragt: Wie hat er das nur gemacht, dass das alles so einfach klingt? Dann vermisst man plötzlich den spielerischen Umgang mit verschiedensten Stilen, der sonst prägend ist für diesen Künstler. Und dann wird klar: da liegt das Problem. C.B. verlegt sich mal zur Abwechslung Richtung Salsa, und dabei geht im das Spielerische verloren. Ist dieses Album zu kalkuliert, zu gewollt? Wahrscheinlich, denn dass C.B., der musikalische Weltenbummler, in der Karibik nicht zu Hause ist, daran wird's kaum liegen; er hat sich ja schon manche Einflüsse aus weit entlegeneren Teilen der Musikwelt kongenial angeeignet. Aber letztlich auch egal, woran es liegt. In jedem Fall ist dieser Ausflug in die Karibik nicht schlecht, ich würde dieses Album Freunden von C.B. aber erst zur Anschaffung empfehlen, wenn sie die anderen Soloalben haben und einfach noch mehr Brown brauchen. Als Ergänzung, weniger als Entdeckung.