Einen guten Comic definiert sich meiner Ansicht nach durch das Zusammenspiel von guter Handlung und originellem Zeichenstil. Cargo fehlt beides: Die Storys sind banal. Da wird in der ersten Geschichte erzählt, wie der Protagonist von einem Bekannten zum nächsten weitergereicht wird ' die Zeichnungen dazu wirken platt und lieblos.
Bei der nächsten Geschichte versandet die Handlung, als Bewohnerinnen eines illegalen palästinensischen Dorfes über ihre Probleme auf Grund der schlechten Infrastruktur erzählen: Einerseits hat man das alles schon in diversen Dokumentationen gehört, andererseits wird nichts davon bildhaft umgesetzt ' man sieht nur die Gesichter der erzählenden Frauen. Auf comicspezifische dramaturgische Mittel (Perspektivenwechsel, Seitenaufteilung, etc.) wird verzichtet, vielleicht wußten die ersten beiden Zeichner nichts davon. Die verschiedenen Erfahrungen von Israelis und Deutschen als Gäste in den jeweiligen Ländern hätte ich mir interessanter vorgestellt.
Möglicherweise sind die restlichen Geschichten besser, aber mehr zu Lesen konnte ich mich aufgrund akuter Ermüdung nicht überwinden *gähn*