Das Buch erzählt die Geschichte der Ukrainerin Irina, die sich in England als Erdbeerpflückerin durchschlagen und nebenbei ihr Englisch ein wenig verbessern will. Irina kommt aus gutem Hause und teilt die Menschen in ihrer Umgebung vorerst in "kultiviert" und "nicht kultiviert" ein. Im Lauf des Buches verliert sie ein wenig von ihrer Naivität. Irina arbeitet gemeinsam mit zwei Chinesinnen, drei Polen, einem Afrikaner, einem weiteren Ukrainer und einem gewissen Vitali, von dem keiner die wahre Herkunft weiß auf einem Erdbeerfeld. Nachdem sie entführt wird und auch ihre Kollegen von der Erdbeerfarm flüchten müssen, da der Bauer angeschossen wird, muss sich die Truppe im unbarmherzigen England durchschlagen.
Die Autorin beschreibt England aus der Sicht der Saisonarbeiter. Nachdem sie ihren Job verloren haben, wird deutlich, wie schwer es für einen Einwanderer aus einem ärmeren Land ist, in England, einem westlichen Land, Fuß zu fassen und nicht auf der Straße zu landen.
Die Autorin hat verschiedene Erzähperspektiven gewählt. Bei Irina erzält sie in der Ich-Form und in der Vergangenheitsform, bei den anderen Erdbeerpflücker wählt sie die Gegenwart und erzählt aus der Sicht eines Außenstehenden, bei Emanuel, einem der Erdbeerpflücker, erzählt sie in Briefform und beim Hund, der mit den Erdbeerpflückern unterwegs ist schreibt sie primitive Sätze ohne Punkt und Beistrich.
Im Lauf des Buches erfährt man immer mehr über die Geschichten der unterschiedlichen Charaktere.
Lewycka hat auch eine Liebesgeschichte eingearbeitet, was mir natürlich immer gefällt :)
Bis zum Schluss wird Irina vom Personalvermittlungsagenten Vulk verfolgt, der darauf aus ist, sie als Prostituierte zu verkaufen.
Die Geschichte ist sehr lebendig erzählt und man bekommt einen guten Eindruck von den Schwierigkeiten, die ein Saisonarbeiter im Westen zu überwinden hat.