Ein altes Kloster mitten in Rom. In der Klosterkirche hängen zwei Gemälde: Ein "Caravaggio" und ein unscheinbares Madonnenbild. Ein anonymer Anrufer warnt die Kunst-Carabinieri: Im Kloster ist ein Kunstraub geplant. Das ist die von Autor Iain Pears gewählte Ausgangskonstellation in "Caravaggios Erben". Doch nicht die vielschichtig miteinander verwobene und farbig kolorierte Geschichte macht den Reiz des luftig-leicht "gemalten" Buches aus: Es sind die liebevoll gezeichneten Charaktere, die auch in den Nebenrollen überzeugen. Wer noch dazu ein Liebhaber der ureigen "römischen" Lebenart ist - der sollte an diesem "Caravaggio" nicht vorbeigehen. Dinesh Bauer