ich habe diesen film vor etwa 1 jahr gekauft, wahrscheinlich, weil ich mich unbewusst an eine erzählung eines dubiosen bekannten erinnert hatte.
das cover und der verdrehte titel sagen eigentlich eh schon alles, das war mir auch schon im media markt klar. es war pure neugierde, zumal die inhaltsangabe eigentlich ganz interessant geklungen hatte.
warum ich 4 sterne vergebe: diese dvd ist ideal zur erweiterung des eigenen horizontes geeignet! so etwas muss man wirklich gesehen haben! es gibt keine worte für...das.
also: Cara Loft liegt in ihrem schlafzimmer, befummelt sich. eine in schwarz gekleidete attentäterin steigt durchs (sperrangelweit) geöffnete fenster herein, macht idiotische anstalten, cara hat natürlich alles beobachtet, die einbrecherin entpuppt sich als schergin des berüchtigten Dr. Scrotus ^^. dieser wünscht cara in seinem schloss (lach) zum dinner einzuladen. obligate lesbensexszene, die einbrecherin verschwindet.
bei dr. scrotus (von außen: eine gothikvilla, von innen - haha, doch bloß eine eingeschoßiges suburbanhaus). dr. scrotus, glatzköpfig, mit riesen-ziegenbart, im weißen rüschenhemd, und (sehr schlecht gefakter) heiser-stimme faselt zu cara (diese in einem goldenen schlachkleid, dazu völlig überdimensionierte springerstiefel) etwas wie "ich kannte ihren vater" und "er war auf der suche nach..." und dass dieser halt verschollen sei, blablabla, und die artefakte, "wombs" genannt, die cara finden soll, um das erbe ihre vaters.....
ja wir verstehen.
eine szene bei einem nomadenprinzen in der sahara, dieser wohnt in einem *hust* army-zelt, die sahara ist das death valley, cara benutzt jede gelegenheit, um sich die kleider vom leibe zu reißen, das nur am rande, im zelt des prinzen wieder ein flotter lesben-dreier (VOR dessen augen, sonst passiert nix!!!) womb nr.1 gefunden, jetzt geht es weiter nach kenia:
wahrscheinlich eine obstplantage irgendwo in nordcalifornien, könnte aber auch ein stadtpark hierzulande sein, cara, wie sie oben ohne im offenen jeep durch die *hust* "savanne" düst, eine zulukriegerin (aha, in kenia???), womb nr.2 gefunden, schließlich auf nach tibet:
man erkennt deutlich den Yosemite national park, in einer höhle womb nr. 3, aber schließlich macht sich (eine andere) schergin von scrotus mit den 3 "statuen" (ähem, die dinger sehen aus wie plastik, genau wie caras pistolen!)
zuhause (L.A.?) showdown zwischen scrotus und cara, diese erschießt ihn (eine der trashigsten szenen), danach lesbenszene mit cara und der schergin nr. 2.
in kenia und tibet wird cara von von ihrem butler dylan begleitet, dieser ein nicht besonders helle aussehender pickel-typ, jenseits des lächerlichen, derselbe "schauspieler", der dr. scrotus verkörpert.
cara loft wird von lauren hays gespielt, einem möchtegern softsex-pornostar. ich muss sagen: von allen gibt sie sich am redlichsten mühe, bloß so etwas wie talent oder können - naja. sie wie alle weiblichen darsteller im synthetiklook, silikon ohne ende, schlechte schminke.
kurzum, wir haben es hier nicht mit einer low, nein, sondern einer ULTRA low budget produktion zu tun! so billig, dass offenbar gar keine richtige filmkamera eingesetzt wurde, die farben sind trüb, das bild grieselig. die szenerien sind magerst ausgestattet, authentisch ist vielleicht noch der wüstenprinz, aber auch das nur bedingt; caras waffen sind es definitiv nicht, plastikspielzeug, auf 10 m erkennbar. scrotus ist der knaller, ich habe mich totgelacht! und der debile dylan, der (natürlich) hoffnungslos nach seiner chefin schmachtet.....haaach!
wie gesagt, die story hätte ja irgendwie noch potential, wenn dann nicht diese sexszenen wären: prinzipiell nur lesbos, nie etwas explizit gezeigt, extrem langatmig und ohne nur den kleinsten funken erotik.
dass ich mir den film trotzdem immer wieder ansehe, hängt in erster linie mit voyeurismus zusammen: an solcher unprofessionalität kann man sich einfach nur ergötzen. ein freund und ich haben uns den film angesehen und sind aus dem lachen nicht mehr rausgekommen.
4 sterne, da es sich offenbar um gelungene realsatire handeln muss, besonders das etwa 20-minütige making of, in dem der regisseur im brustton der überzeugung vorschwärmt, wie abenteuerlich doch für ihn die story war, als er das drehbuch das erste mal gelesen hat, dann die drehorte, wie wunderbar die doch sind, das engagement der darsteller........gott ich halts nicht mehr, platz gleich vor lachen!