1973 inszenierte Brian Clemens (der ja unter anderem auch an der Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" beteiligt war, diesen Hammer Film. Er entstand zu einer Zeit, als das Studio bereits am Ende war und immer wieder neues ausprobierte, um das Publikum zurück zugewinnen. Und man überließ Clemens und seiner Crew völlige künstlerische Freiheit.
Mit "Catain Kronos" hatten sie die geniale Idee, einen rauhbeinigen Held in Clint Eastwood Manier gegen Vampire vorgehen zu lassen. Ganz wie bei Italo Western a la "Für eine Handvoll Dollar" haben wir hier einen Held, dessen Vergangenheit im Dunkeln bleibt.
Das ganze gelingt überraschend gut. Die in der Vergangenheit angesiedelte Vampir Story ist erfrischend anders und überzeugt mit einer guten Story, guten Außenaufnahmen und einer ebensolchen Besetzung.
Hammer hatte großes vor mit Captain Kronos, plante eine ganze Serie von Filmen mit ihm als Titelheld. Doch das Schicksal wollte es anders, "Kronos" floppte an den Kinokassen so wie jeder andere Hammer Film dieser Zeit, wurde kaum aufgeführt und in Deutschland erst gar nicht gezeigt (was sehr ungewöhnlich ist, war doch Horst Janson zu jener Zeit ein großer Star in Deutschland - doch man dachte sich wohl: Wer will den "Bastian" in so einer Rolle sehen).
Es ist der beste Hammerfilme der finalen Jahre (1972-76), gefolgt von "Frankensteins Höllenmonster". Nicht nur Hammer Fans zu empfehlen, sondern jedem, der auf gute (etwas altmodische) Horrorfilme steht.