Capote 2005

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(56)

USA 1959. Truman Capote befindet sich dank seines Romans Frühstück bei Tiffany auf der Höhe seines Ruhms. Da liest er eine Notiz in der New York Times: Eine Farmerfamilie ist im ruralen Kansas ermordet worden. Die Geschichte fasziniert den Schriftsteller augenblicklich, er beschließt, das Material zur ersten Non-fiction novel zu machen, die Gattung des Tatsachen-Romans zu begründen.

Darsteller:
Philip Seymour Hoffman,Catherine Keener
Laufzeit:
1 Stunde, 54 Minuten

Verfügbar auf unterstützten Geräten

Capote

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Details zu diesem Titel

Genre Drama
Regisseur Bennett Miller
Darsteller Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener
Nebendarsteller Clifton Collins Jr., Chris Cooper, Bruce Greenwood, Bob Balaban, Amy Ryan, Mark Pellegrino, Allie Mickelson, Marshall Bell, Araby Lockhart, Robert Huculak, R.D. Reid, Rob McLaughlin, Harry Nelken
Studio MGM
Altersfreigabe Freigegeben ab 12 Jahren
Sprachen Englisch, Deutsch
Rechte nach dem Kauf Sofort streamen und auf zwei Geräte herunterladen Details
Format Amazon Instant Video (Streaming und digitaler Download)

Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

56 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von D. Schmidt am 5. April 2007
Format: DVD
"Capote" ist keine Filmbiographie über das ganze Leben des Schriftstellers Truman Capote, wie man anhand des Titels denken könnte. Der Film konzentriert sich vielmehr auf die 4 Jahre, die Capote benötigt hat, um sein erfolgreichstes Buch zu schreiben: "In Cold Blood", zu deutsch "Kaltblütig".

Dennoch erfährt man in diesem Film recht viel über die Figur Truman Capote. Denn der Film behauptet, dass diese vier Jahre den Menschen Capote in einer Weise beeinflusst und - ja, auch geöffnet, vielleicht sogar beschädigt haben, dass es ihm danach unmöglich war, sein Leben als Künstler fortzuführen. Denn immerhin vollendete er nach "In Cold Blood" kein weiters Buch, verfiel immer mehr dem Alkohol und erregte eigentlich nur noch als Talkshowgast öffentliches Aufsehen.

Ob diese Zeit wirklich einen solchen Einfluss aus Truman Capote hatte, kann ich nicht beurteilen. Der Film beruft sich weitestgehend auf eine wohl recht bekannte Biographie über den Schriftsteller und ist wohl schon um Authentizität bemüht. Aber selbst wenn viele Dinge hinzugedacht oder sogar verfälscht wären würde ich "Capote" faszinierend finden:

Denn mir fällt kein weiterer Film ein, der die innere Zerrissenheit eines Menschen so ausführlich, aber gleichzeitig auch so spannend darstellt.

Wie es zu dieser Zerrissenheit kommt, ist leicht verständlich: "In Cold Blood" war nicht vollständig Fiktion, sondern beschrieb einen real stattgefundenen Mord an einer Farmerfamilie in Kansas.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gavin Armour am 18. Oktober 2013
Format: DVD Verifizierter Kauf
[ACHTUNG: SPOILER - soweit das bei diesem Film so zu nennen ist]
Am 15. November 1959 wird am Rande einer Kleinstadt in Kansas die Farmersfamilie Clutter ermordet. Der Schriftsteller und Partylöwe Truman Capote (Philip Seymour Hoffman), der mit dem Romanen "Die Grasharfe" und "Frühstück bei Tiffany" große Erfolge gefeiert hat, will für den "New Yorker" eine Reportage darüber schreiben, welche Auswirkungen ein solches Verbrechen auf eine kleine, konservative und gottesfürchtige Gemeinde hat. Dazu reist er mit seiner Jugendfreundin Nelle Harper Lee (Catherine Keener), der späteren Autorin des Megasellers "To Kill a Mockingbird", in die Kleinstadt Holcomb. Nach und nach gelingt es Capote, die meisten Beteiligten des Falles - Freunde der ermordeten Familie, Ermittler des Falles und ganz allgemein die Menschen des Ortes - dazu zu bringen, mit ihm, einem offensichtlich homosexuellen Dandy von der Ostküste, nicht nur Fakten, sondern auch Gefühle zu teilen. In einer atemberaubenden Mischung aus Hypersensibilität, äußerster Egozentrik, Einfühlsamkeit, einem niemals zu unterschätzendem Charme, Skrupellosigkeit und dem dafür nötigen psychologischem Gespür schafft Capote es, selbst abstruseste Situationen aufzufangen, aufzubrechen und zu lockern. Schließlich gelingt ihm dies auch mit den Tätern, nachdem die gefasst wurden. Vor allem der Gefangene Perry Smith (Clifton Collins jr.) hat es ihm in seiner menschlichen Hilflosigkeit und Naivität angetan. Die beiden freunden sich miteinander an.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von freak am 19. Juli 2009
Format: DVD
Er hatte ein Land begeistert. Er war ein großer Star, ein einmaliger Jetsetliterat. Aber wer hatte ihn sterben hören, wer hatte den von Drogen und Halluzinationen ausgezehrten Schriftsteller begleitet in seinen letzten Tagen? Niemand, nur die Einsamkeit, dieselbe, die auch über die blanken Linoleumböden der Krankenhäuser, in denen er seine letzten Jahre verbrachte, weht.
Truman Capote - das war ein Name, das war ein Genie. Wie hatte nicht alles angefangen, als der gerade erst dreiundzwanzig Jahre alte Capote seinen Debütroman vorstellte. Die Sprache ist meisterhaft, voller unglaublicher Bilder und Vergleiche. "Other Voices, other Rooms" spaltete die Literaturkritiker - und verhalf dem Youngster zu einem nie vorher gesehenen Höhenflug. Nicht zuletzt wegen des sensationellen Bildes, das auf dem Buchumschlag prangte, auf dem die Blicke des mädchenhaft hübschen Capote lasziv in die Kamera versinken...

Seine eigentliche Aufgabe - und seinen einsamen Abgang - fand der Poet aber in der Aufzeichnung eines grausamen Verbrechens, das sich mitten in Holcomb, Kansas, abspielte, einem kleinen Dorf inmitten des "Middle of Nowhere". Im November 1959 drangen zwei bisher noch nie gesehene Kleinkriminelle in ein Farmerhaus einer allseits geschätzten und hoch angesehenen Familie - den Clutters - ein und ermordeten diese - scheinbar grundlos. Und damit beginnt das große Spielfilmdebüt Bennet Millers. Capote ist von dem Verbrechen fasziniert, will die Psychologie der Tat - eigentlich eine unfassbare - in dieselbe Form der Sprache bringen, die er so meisterhaft beherrschte, und reist noch am nächsten Tag in das Städtchen. Er ist besessen von seiner Kunst.
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