Dieses berühmte Buch besteht aus einer Reihe von Aufsätzen unterschiedlicher Autoren. Die Gemeinsamkeit besteht im Eintreten für den Kapitalismus.
Zunächst zeigt Ayn Rand mit Hilfe ihrer Philosophie ("Objektivismus"), dass nur der Kapitalismus mit dem Wesen des Menschen vereinbar ist. Er allein unterstützt Freiheit, Menschenrechte, Privateigentum und Vertragsfreiheit.
Alan Greenspan weist auf die Bedeutung des Goldstandard hin. Der Goldstandard verhindert nämlich, dass der Staat in die Wirtschaft eingreift und mittels Inflation die Arbeitslosigkeit beeinflusst. Darüber hinaus erfährt man, dass das Wettbewerbsrecht in den USA dem Verbraucher nicht nützt. Es diente zusammen mit anderen Regulierungen und Behörden von Anfang an nur Sonderinteressen. (Ludwig von Mises hat schon 1931 gezeigt, dass der Staat über Arbeitsrecht, Regulierungen und Geldpolitik die Weltwirtschaftskrise verursachte, verschärfte und verlängerte.)
Die Kapitel über die Wirtschaftsgeschichte der USA bestätigen dies: Die Eisenbahnen wurden im Auftrage subventionierter Unternehmen reguliert, denen die private Konkurrenz zu erfolgreich war. Bei den meisten der angeblichen "Räuberbarone" reagierte die im Wettbewerb unterlegene Seite ähnlich.
In einem speziellen Kapitel werden einige vermeintliche Probleme des Kapitalismus klar gestellt. So erfährt man u. a., dass sich Monopole langfristig nur mit staatlicher Unterstützung halten können. Im freien Wettbewerb würden ihre hohen Gewinne nämlich Nachahmer auf den Plan rufen.
Ayn Rand legt in mehreren Kapiteln die aktuelle (Stand ca. 1970) politische Situation in den USA dar. Da dort der Sozialismus nicht durchführbar war, wurde die Unterwanderung der Unternehmen durch Staat und Gewerkschaften im Rahmen des Wohlfahrtsstaates schrittweise ausgeweitet. Ayn Rand zeigt, dass dies dem so genannten Gildensozialismus entspricht, welcher unter Mussolini seinen Höhepunkt hatte (Privateigentum unter staatlicher Kontrolle). Sozialismus hat deshalb nach Meinung von Ayn Rand dazu geführt, dass die USA sich auf dem Weg in den Faschismus befinden.
In einem weiteren Kapitel beleuchtet Ayn Rand die Studentenrevolten der sechziger Jahre. Diese stellen sich als sozialistische Aktion ohne konkrete Ideologie heraus. Das eigentliche Ziel ist die Verwischung von Kategorien (Zwang / Gewalt), die Umdeutung von Menschenrechten, eine Umwertung von Tugenden und schließlich die Übernahme der Macht. Damit handelt es sich um eine Variante der bekannten Phantasien, die einen allmächtigen Staat wünschen.
Zum Schluss zeigt Ayn Rand, dass der Kapitalismus den libertären Minimalstaat erfordert; mehr Staat würde die Menschenrechte verletzen. Der Minimalstaat schreibt dem Staat lediglich die Funktionen Justiz, Polizei und Verteidigung zu. Ansonsten kann die freie Marktwirtschaft ihren Segen entfalten. Im Minimalstaat haben Interessenverbände keine Einflussmöglichkeiten, was die Politikverdrossenheit senken dürfte.