Aus der Amazon.de-Redaktion
Es ist schon eine beeindruckende Landschaft, die Gegend um die "Four Corners". Da, wo die vier Grenzen von Utah, Colorado, Arizona und New Mexico zusammenlaufen, findet man sich inmitten einer faszinierenden Gegend aus Canyons und ebenso bizarren wie imposanten Felsformationen wieder. Türme und Nadeln im Bryce Canyon, Felsbögen aller Arten im Arches National Park. Einen abwechslungsreichen und interessanten Ausflug in das "Canyonland" kann man mit diesem Bildband aus der Reihe
terra magica unternehmen. Schon das äußerliche Layout weiß zu gefallen, aber auch der Inhalt überzeugt. Zum einen die Bilder: Unvorstellbare Formen und Landschaften, die aufregend, ja fast ein wenig einschüchternd wirken, sind da zu sehen. Felsen, die in der Abendsonne rot leuchten, oder Fotos vom Monument Valley nach Sonnenuntergang. Einfach atemberaubend. Auch in den Text eingebaut, verlieren die Bilder kaum an Wirkung. Aber besonders schön sind natürlich die doppelseitigen Fotos. Der zweite wichtige Bestandteil des Buches ist der Text. Er widmet sich zunächst hintergründigen Themen wie der Entstehung der Felslandschaft, ihrer Flora und Fauna sowie ihrer Bewohner. In einer Art Reisebericht erzählt er dann von einer Fahrt zu den atemberaubendsten Plätzen der Canyonlands, aufgeteilt in die vier beteiligten Staaten. Der persönliche Touch dieses Berichts mit vielen kleinen Anekdoten machen den Text besonders lesenswert. Der ein oder andere kann sich aus der Fahrtbeschreibung vielleicht auch Anregungen für eine eigene Reise holen, wer weiß. Die Kombination aus dem unterhaltsam geschriebenen Text und den wunderbaren Fotos ist es, die das Buch zu einem Erfolg machen. Zum Hineinträumen in diese imposante Landschaft sowie zum Reiselust Holen wunderbar geeignet.
--Julia Klesse
Kurzbeschreibung
Der Südwesten der USA mit dem Colorado-Plateau ist eine geologisch einzigartige Region. Zwei Milliarden Jahre lang war dieses Plateau eine erstaunlich ruhige und stabile Insel. Ein unerschütterlicher Sockel, auf dem sich die Sedimente der Erdgeschichte Jahrmilliarden hindurch ungestört ansammeln konnten, Schicht um Schicht wie aufgestapelte Platten, während ringsum die titanischen Kräfte des Erdinneren die Kruste zerissen und ganze Kontinente verschoben. Nur das Colorado-Plateau blieb eine Landschaft der kompakten Schichten. Erst in den letzten fünf Millionen Jahren zerschnitten Flüsse und Wasserläufe die noch immer kaum veränderten Ablagerungen. Sie haben die große Wüstenhocheben in einzelne kleinere Plateaus zerteilt und die Jahrmilliarden zurückliegende Vergangenheit wieder ans Tageslicht geholt - als ein offenes Buch der Erdgeschichte, wie die Fotos von Max Schmid zeigen, über den die FAZ schrieb: Ungestümer als in seinen Bildbänden hat man die Welt noch nicht gesehen.Rainer Höh entdeckte schon in der Schulzeit seine Liebe zu den nordischen Ländern, unternahm Wanderungen durch die Wälder und über die Fjälls nördlich des Polarkreises. Nach seiner Schulzeit erkundete er Kanada und Alaska auf Faltboot- und Kanutouren, per pedes und per Floß. Die Erfahrungen seiner Wildnisreisen veröffentlichte er in Buchform.