Die Mitglieder einer internationalen Expedition im Iran entdecken eine geheimnisvolle Inschrift, die sie zu entschlüsseln versuchen. Doch bald werden erste Attentate und Sabotageakte verübt. Roman, der Expeditionsleiter, kann sich des Verdachts nicht erwehren, dass einer seiner Gefährten daran beteiligt ist. Er versucht, die Wissenschaftler in die Zivilisation zurückzubringen, doch die Verfolger kommen näher und es gibt erste Opfer. Die Lage wird immer unübersichtlicher, denn verschiedene Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen, sind ihnen auf den Fersen.
Brigitte Auberts Idee eines Steinzeitvolks, das im Verborgenen überlebt und sich weiterentwickelt hat, und jetzt darauf wartet, dass eine Prophezeiung wahr wird und sie ihren rechtmäßigen Platz einnehmen, ist eigentlich nicht schlecht. Die Wissenschaftler stolpern (nicht ganz ungeplant) über die Prophezeiung und sind von da an im Weg. Warum es gleichzeitig eine atomare Bedrohung, Magie und Ungeheuer geben muss, leuchtet allerdings nicht ein und führt dazu, dass man stellenweise nicht weiß, ob gerade "Indiana Jones" oder "Alice im Wunderland" als Vorbild dient. Gerade die magischen Geschöpfe driften oft ins Lächerliche ab (Kampfschwan!) und nehmen dem Buch die sonst durchaus vorhandene Spannung. Auch dass es verschiedene Faktionen gibt, die ihre eigenen Vorstellungen von der Machtübernahme haben, dient nicht gerade zur Übersichtlichkeit. Stellenweise ist wirklich unklar, wer gerade von wem bedroht oder verschleppt wird, und wo die einzelnen Personen sich gerade befinden. Dazu kommen unverständliche Visionen und Prophezeiungen, die die Handlung immer gerade dann zu unterbrechen scheinen, wenn man glaubt, verstanden zu haben, worum es geht. Wie ein so konfuses und richtungsloses Buch nicht nur ein- sondern zweimal einen Lektor überzeugt hat (es ist aus dem Französischen übersetzt), ist mir wirklich schleierhaft. Die Grundidee ist nicht schlecht, und ich habe es immerhin zu Ende gelesen, daher zwei Sterne, empfehlen kann ich es aber beim besten Willen nicht.