Diese CD enthält 60 Minuten Kammermusik für Gitarre solo bzw. in verschiedenen Kombinationen begleitet von Cello, Violine und Flöte. Kammermusik hat immer einen intimen Charakter, aber bei diesen Stücken fehlt meist die innere Spannung. Die Musik ist teilweise sehr konventionell (z.B. Kangro), fantasielos und fad, so dass keine Begeisterung hervorgerufen werden kann. Diese CD sollten sich nur Liebhaber von Kammer- oder von Gitarrenmusik zulegen. Bei allen anderen dürfte der Gähn-Effekt überwiegen. Das mit Abstand spannendste Stück ist "Drama" von Tüür, das wegen der Flöte an "Crystallisatio" und "Architectonics VI" erinnert. Interessant ist auch "E Point" von Kuulberg. "Cantus" von Mägi hat einen retrospektiven, mittelalterlich anmutenden Tonfall.