Nach langem Suchen und Durchkauen von Rezensionen habe ich mir 3 Lautsprecherpaare zur Auswahl nach Hause geholt:
Magnat Monitor Supreme 1000 (124¤ pro Stk.)
Heco Victa 700 [113¤ pro Stk.)
Canton GLE 470 (145¤ po Stk.)
getestet habe ich sie an einem Pioneer VSX-420 im Stereo-Betrieb.
Zuerst waren die Magnat dran: Äußerlich gut verarbeitet, doch beim Anschließen der Kabel fiel mir direkt eine der Schraubklemmen entgegen. Sie war nicht ab, drehte aber ständig durch, wenn ich versuchte, den "Deckel" wieder draufzuschrauben. Also mit der Zange ran. Als es dann geschafft war, war ich erstmal positiv überrascht. Recht ausgewogenes Klangbild, bei dem kein bestimmter Bereich besonders hervorsticht. Als ich die Höhen etwas hochschraubte, gefiel mir der Klang sehr gut, besonders bei klassischen Stücken. Als ich jedoch mein Repertoire an Rock und Metal einlegte, neigte der Bass etwas zum Dröhnen und Details gingen etwas unter, obwohl die Boxen weit genug von den Wänden entfernt standen.
Also zu den nächsten, den Heco's:
Beim Auspacken war ich zunächst verwundert, dass Heco und Magnat scheinbar ein und das selbe Fabrikat zu sein scheinen. Gleiches Holz, gleiche Lackierung, gleiche Anschlussklemmen. Skeptisch begutachtete ich die Anschlüsse, doch diesmal saß alles bombenfest! Die Magnat scheinen wohl einfach ein Sonntagsmodell gewesen zu sein, die sicherlich ausgetauscht werden würden.
Nachdem ich die Hecos angeschlossen hatte und die selbe Playliste noch einmal durchhörte, fühlte ich mich fast, als hätte mir jemand die Watte aus den Ohren genommen. Im Vergleich zu den Magnat sitzt der Schwerpunkt bei den Hecos eindeutig mehr auf den Höhen und man hört mehr Details heraus. Dafür war allerdings der Bass um einiges dünner als bei den Magnat.
Also die Tiefen hoch- und die Höhen runtergeschraubt, und siehe da: Sehr klare Wiedergabe und ausreichend Bass, ohne zu dröhnen. Punkt für die Hecos.
Nun die Cantons:
Die Verarbeitung der Cantons gefällt mir von den dreien am besten. Die Lackierung ist sehr viel glatter, nichtmal minimale Fehlerchen waren zu erkennen. Statt Stoffabdeckungen waren hier fest montierte Metallgitter angebracht, durch die man die Lautsprecher durchschimmern sieht. Die Schraubklemmen sind besser zu handhaben und nicht so popelig, allgemein wirken sie robuster. Doch das Wichtigste kam natürlich nach dem Anschließen: Klanglich ähneln sie den Hecos absolut. Obwohl hier nur ein Tieftöner verbaut ist, sind sie fast genauso druckvoll wie die Hecos und ich musste kaum etwas am AVR verstellen um das selbe Klangbild zu erhalten. Insgesamt machte der Klang aber einen "härteren" Eindruck, was meinem Geschmack einfach nicht so sehr entsprach. Hier muss man also einfach nach Geschmack gehen und sicher auch nach der Musik, die man hören mag. Gut finde ich an den Cantons, dass das Bassreflexrohr nach vorne zeigt, weswegen man die Boxen näher an die Wände stellen kann, ohne dass es dröhnt, jedoch fällt er ähnlich aus wie bei den Hecos.
Fazit:
Ich habe mich letzten Endes für die Heco Victa 700 entschieden.
Sie haben quasi den Spagat zwischen der Klarheit der Cantons und der Weichheit der Magnat geschafft und sind zudem als positiven Nebeneffekt noch die Günstigsten der 3.
Wer einen kräftigen Bass haben will und keine Nachbarn die sich schnell beschweren, kann zu den Magnat greifen.
Wer ein sehr differenziertes und knackiges Klangbild haben möchte, sollte zu den canton greifen
Und wer kein Bassmonster brauch, dafür aber ein schön klares, differenziertes und trotzdem angenehm weiches Klangbild haben möchte, der greift zu den Hecos, wie ich.
Ich hoffe, ich konnte einigen helfen und jemanden evtl. eine lange Suche ersparen :)