Falls sie Bilder/Fotos in brillanter Qualität, möglichst farbig ausdrucken möchten, dann sind sie mit diesem Drucker irgendwie falsch bedient. Denn beim Laserdrucker (wohl auch bei anderen Fabrikaten und Modellen) erinnert die gedruckte Bildqualität (z.B. Bewerbungsbilder) eher an Graustufenbilder aus der Tageszeitung.
Die Stärke des LBP 6000 ist ganz klar der s/w Textdruck. Hier zeigt "der Kleine", was in ihm steckt. Glasklare, filigrane Konturen kennzeichnen das Schriftbild. Beim Vergleich unter der Lupe schneidet das Schriftbild des Laserdruckers wesentlich besser ab als das des Tintenstrahlers, mein Tintenstrahler (Canon i850) muss sich in dieser Disziplin zwar nicht verstecken aber er muss sich leider geschlagen geben. Dabei ist die Druckgeschwindigkeit des LBP 6000 sogar noch deutlich höher als die meines alten Druckers. Geruchsbelästigung konnte ich beim Drucken nicht feststellen. Dafür war die Druckmenge bisher ehrlich gesagt auch zu gering. Hier sollte man vielleicht doch auf professionellere Tests warten.
Das Geräuschniveau des LBP 6000 ist ebenfalls angenehm niedrig, man hört ihn kaum. Und nach dem Drucken dauert es ca. 1 Minute, dann schaltet der Drucker automatisch in den Stand By Modus (nur noch 1,6 Watt Verbrauch), kurze Zeit später schaltet er, leicht hörbar, sogar automatisch in den Energiesparmodus (nur noch 1,3 Watt Verbrauch), danach hört man gar nichts mehr. Der Canon i-Sensis LBP 6000 könnte, im Vergleich zu anderen Geräten, glatt als "Flüsterdrucker" durchgehen. Geräuschbelästigung ist beim LBP 6000 wirklich kein Thema, weder im Betrieb, noch danach.
Die Druckersoftware ist ähnlich komfortabel aufgebaut wie die meines alten Druckers. Das bedeutet für mich, dass ich mich nicht großartig umstellen muss.
Lediglich der Toner Spar Modus ist für meinen Geschmack ein wenig zu sehr versteckt, es sind immer mehrere Klickvorgänge erforderlich, um den Toner Spar Modus ein oder aus zu schalten. Im Toner Spar Modus sieht der Druck zwar nicht besonders schön aus, aber er eignet sich gut für Probe- oder Korrekturausdrucke. Wenn das Schriftstück endgültig fertig ist, kann man ja wieder in den teureren Normaldruck Modus (Toner Spar "Aus") umschalten, das ist zwar etwas aufwendig, hilft aber deutlich Toner sparen.
Druckaufträge können in gewohnter Canon Manier auch jederzeit abgebrochen werden. Das kleine Druckerstatusfenster sollte daher so eingestellt werden, dass es bei jedem Druckvorgang automatisch öffnet (lässt sich direkt im Druckerstatusfenster konfigurieren). Die Software wird im Regelfall ohnehin nur einmal konfiguriert, danach brauch man bestenfalls noch den Toner Spar Modus aus oder einschalten, das ist schon alles.
Wenn Sie lediglich den Anspruch stellen, gelegentlich s/w Texte möglichst rasch und gestochen scharf auszudrucken, ohne ständig Ärger mit eingetrockneten oder defekten Druckköpfen zu haben, dann ist dieser Drucker wirklich eine gute Wahl. Sie können sich nach dem Kauf nämlich auf das Wesentliche konzentrieren - und zwar um ihre Texte.
Der ganze Druckerärger aus der Zeit des Tintenstrahlers löst sich mit einem Schlag in Luft auf, zumal beim LBP 6000 bei einem simplen Tonerwechsel automatisch fast sämtliche Verschleißteile gleich mit ausgetauscht werden. Der Drucker ist hinterher immer wieder fast wie neu (All in One Cardridge).
Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten.
Beim Drucken ist mir aufgefallen, dass das Papier zwar schön gerade ausgegeben wird, es ist nicht wellig, wie es bei anderen Druckern üblich sein soll. Jedoch weist das Papier nach dem Drucken zwei leicht sichtbare eingepresste Längsrillen quer über das Papier auf. Diese kuriosen Längsrillen müssen von irgendwelchen scharfkantigen Gummiandruckrollen im inneren des Gerätes herrühren. Diese schwach erkennbaren eingedrückten Längsrillen im Papier verleihen dem bedruckten Medium ein etwas unprofessionelles Aussehen. So etwas ist auch in dieser Preisklasse ärgerlich und wäre durchaus vermeidbar. Die genialen Canon Ingeneure bräuchten lediglich die Gummi- oder Plastikandruckrollen des Gerätes an den Außenkanten ein wenig abrunden, dann wäre das Problem schon behoben. Die angedeuteten Längsrillen sind glücklicherweise nur schwach ausgeprägt und haben auf die exzellente Druckqualität keinen weiteren Einfluss, weshalb sie nicht überbewertet werden sollten.
Das ist auch so ziemlich der einzige Wermutstropfen, der mir bei diesem Drucker auffällt. Ohne diesen kleinen Schwachpunkt hätte ich volle 5 Sterne vergeben, denn der Drucker ist vom Preis/Leistungs Verhältnis her sehr gut, da gibt es nichts zu meckern. Mehr Drucker braucht man wirklich nicht, um seine Texte supersauber und superschnell zu Papier zu bringen.
Lediglich die beiden schwach erkennbaren Längsrillen im bedruckten Papier stören mich persönlich ein wenig, somit gibt es von mir leider nur 4 Sterne für einen sonst in allen Punkten sehr überzeugenden, formschön gestylten Drucker.