Ich besitze die Canon 1000D seit ungefähr 2 Monaten und ich bin hellauf begeistert.
Die Jahre vorher hatte ich lediglich eine Kompaktkamera(IXUS 70 von Canon), welche bei guten Lichtverhältnissen sehr gute Bilder hervorbrachte. Der Nachteil dieser Kompaktkamera waren die fehlenden Einstellungsmöglichkeiten wie zum Beispiel die Änderung der Tiefenschärfe durch die Blende und auch die Belichtungszeit kann man nur dürftig kontrollieren. Desweiteren stößt jede Kompaktkamera bei schwierigen Lichtverhältnissen an ihre Grenzen(und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, da der Sensor viel kleiner ist.). Ob das nun Fotos in Kirchen oder in Räumen sind...die Fotos waren fast immer unbrauchbar bzw. hätte man ein Stativ benutzen müssen.
Mit der Canon 1000D kann ich nun auch in einer dunkleren Umgebung brauchbare Fotos schießen, ich kann meine Bilder kreativer gestalten und bin flexibler was die Brennweite angeht (Weitwinkel oder Teleobjektiv einsetzbar). Es ist also eine Kaufempfehlung für die Leute, die schon eine Kompaktkamera besitzen, wissen, was sie fotografieren wollen und nur eben mit der Kompaktkamera an die Grenzen des Möglichen gestoßen sind. Wer noch nie eine Kamera besaß, dem würde ich auch nicht raten sofort in die Liga der Spiegelreflexkameras einzusteigen, da man ja noch nicht weiß, ob man überhaupt die ganzen Einstellungsmöglichkeiten benötigt oder ob man doch lieber einfach ohne Vorwissen automatisch gute Bilder erhalten will.
Für Letzteres reicht eine "einfache" Kompaktkamera völlig aus. Eine DSLR wie die Canon 1000D im Automatikmodus zu betreiben ist ehrlich gesagt "Perlen vor die Säue" und man sollte sich lieber Hintergrundwissen (Für Neulinge: Keine Angst, so kompliziert ist das auch wieder nicht) über die Kamera aneignen.
Auch ist das Wort Einsteigerkamera, welches ich hier schon oft lesen durfte, ein wenig irreführend. Lediglich der Preis ist für Einsteiger interessant...die Bedienung ist auch nicht großartig anders als eine vergleichsweise teurere Canon DSLR, wie zum Beispiel die 550D. Eine 550D kann auch nicht mehr (Wenn man von der Videofunktion absieht) als eine 1000D, sie ist nur "besser" in den selben Funktionen (AF,Sensor,Geschwindigkeit). Wer mir nicht glaubt, der kann sich ja einfach mal die Handbücher der 1000D und der 550D (oder 500D, 450D) anschauen und man wird feststellen, dass die Bedienungsunterschiede eher gering sind. Eine 550D ist also für Einsteiger genauso gut (oder schlecht) geeignet, wie eine 1000D, wenn man es nur aus der Sicht der Bedienbarkeit betrachtet.
Wer bessere Bilder will, sollte sich sowieso eher auf die Objektive konzentrieren, denn da sind Leistungsunterschiede deutlicher spürbar als bei den Bodys. Ich habe mir als Ersatz für das 18-55mm Canon Kitobjektiv (ohne IS) das Tamron 17-50mm (ohne Bildstabilisator) gekauft und bin mit dieser Kombination sehr zufrieden.
Wer also beim Body spart und das Geld in ordentliche Objektive investiert, wird am Ende bessere Bilder schießen. So einfach ist das... Eine besseren Kaufgrund für die Canon 1000D kann ich leider auch nicht liefern. :)