Schon die 560er als auch die 720er sind kleinere digitale Kameras, die wirklich gute Photos machen. Die 560er gibts schon für kleines Geld ab etwa 100 Euro aufwärts. Dieses Modell hat jedoch noch keinen Bildstabilisator, der zunehmend bei den günstigeren Kameras Einzug hält und das Fotographieren schon in den meisten Fällen etwas einfacher macht. Aber sie hat schon die Gesichtserkennung, die das Motiv scharf stellt. Prima! Die Auslösezeit ist bei allen genannten Kameras schon recht bzw. ausreichend schnell.
Begeistert und letztlich ausschlaggebend für den Kauf war das 10-fach Zoom der 100er in Verbindnung mit der einfachen Bedienung wie bei den kleineren Modellen. Wer auf den großen Zoombereich nicht so großen Wert legt und mit einem 3er oder 4er Zoom-Bereich zufrieden ist, kann getrost die kleineren Modelle nehmen. Hier ist die 720er IS meine Empfehlung, die schon merklich kleiner baut als die 100er, aber nicht unbedingt fühlbar leichter (was der 100er zum Vorteil gereicht). Durch filigrane und besonders kleine Bauweise fallen die CANON-Modelle ohnehin nicht auf, doch sind die Tasten und Knöpfe gut zu bedienen.
Als "Halblaie" kann ich die 100er all denjenigen empfehlen, die eine gerade noch "kleine", "tragbare" digitale suchen. Die 100er ist einfach ein wenig größer als die Konkurrenz, was an der aufwändigeren und leistungsseitig herausragenden Zoomtechnik liegt.
Wobei zu unterscheiden ist zwischen einem "optischem" und "digitalen" Zoom: Ersteres verlangt eine gute und vor allem lichtstarke Optik, sprich Linsenstruktur im Objektiv, letzteres stellt die Vergrößerung auf der Basis rein rechnerischer Werte her. Das heißt, die Kamera rechnet sich das herangezoomte Bild aus und stellt das Bildmaterial nicht auf optischem Wege zusammen. Man merkt das daran, dass beim Heranzoomen zumeist ein kleiner Balken auf dem Display hin und her wandert, je nach dem wie stark man das Objekt der Begierde vergrößern möchte. Wenn man dann den optischen Zoombereich verlässt, überspringt man beim Heranzoomen einen kleinen Balken, der dem Nutzer signalieren soll, dass jetzt nur noch interpoliert, also das Bild "errechnet" wird. Nachteil dieser Berechnung ist in der Tat ein zumeist sehr schnell unruhiges und unscharfes Photographierergebnis aufgund der schlechteren Auflösung, die einem zur Verfügung steht. Fazit: Optisch gehts halt am besten! Und ein 10-fach-Zoom auf optischem Wege ist schon was Feines!
Danach gehts qualitativ und größenmäßig weentlich besser nur noch mit den größeren Spiegelreflexkameras weiter. Diese haben natürlich auch noch bessere Aufnahmechips. Diese haben dann höhere Empfindlichkeiten und damit bei dunklerer Umgebung mehr Lichtreserven. Leider überschretien dann diese Geräte damit auch die 250 Euro Grenze deutlich! An dieser Stelle von mir der Hinweis, dass allein die Zahl der mitttlerweile Abermillionen erreichenden Pixelstärke bei den kompakten Kameras leider gar nichts über die Qualität der Bilder aussagt. Beweis: Mein Sohn hat eine mittlerweile 4 Jahre alte Sony Cybretshotkamera, die zwar ein kleines Display hat, aber so tolle Photos macht, dass wir immer wieder auf die so hohe Qualität und Lebendigkeit angesprochen werden, selbst wenn wir am Bildschirm die Photos vergrößern... Tja, und diese Kamera hat gerade einmal 3 Mio. Pixwl, aber einen guten Aufnahmechip. Sowas würde heute bei Mediamarkt und Co. kaum noch Abnehmer finden...
Doch was nützt mir als Gelegenheitsphotograph bzw. den Familienmitgliedern, die sich die Kamera gern mal ausleihen wollen, eine nur mit Koffer tragbare Kamera, die zwar supertolle Besonderheiten und außergewöhnliche Features aufweist, die jedoch keiner wirkich braucht, gescheige denn ohne Anleitung bedienen kann?
Auch da geht die Höllenanleitung der 100er, die es leider nur auf CD gibt, meines Erachtens schon ein wenig zu weit. So hat auch diese Kamera Ausstattungsdetails, die in der Praxis kaum gebraucht werden, weil man dafür in der Anleitung nachschlagen muss, um diese zu edienen. Und wem geht es nciht so: Im heutigen Zeitalter der Supertechnik möchte "Mann" und "frau" oder "Kind" doch eifach mal nur ein Photo machen....
Ich tippe z.B. darauf, dass die sicherlich für eine professionelle Nutzung gedachte manuelle Einstellung der Belichtung nur von wenigen genutzt wird, weil die Automatikk toll funktioniert. Aber sie ist sicherlich "nice to have", zumal es eben auch Nutzer gibt, die genau dieses Feature als wichtig erachten werden. Schon toll, was die digitalen heute alles können!
Aber wie gesagt, es kommt mir bei der Bewertung dieser Kamera wiklich auf die Lebendigkeit, die Livehaftigkeit der Aufnahmen an. Und das klappt prima damit! Macht auch Spass!
Gibts denn auch was zu meckern? Nein, nicht wirklich. Ein wenig neidisch geschielt habe ich immer auf die Eigner von Kameras mit schwenkbaren Display. Damit kann man wirklich gute Schnappschüsse machen! Sowas hat sie leider nicht. Nichts ist schöner als ein locker aus der Hüfte herausgeschossenes Zufallsprodukt. Hier gehts auch locker aus dem Handgelenk.
Fazit: Für den ambintionierten Einsteiger und die fotographieliebenden Familienmitglieder ist die 100er einfach zu bedienen und macht klasse Photos, die man auch am PC später gut und leicht mit der beigefügten Software nachbearbeiten kann. Ich kann sie wirklich weiter empfehlen!