Ich suchte eine Nachfolgerin für meine bereits betagte (aber immer noch nicht wirklich schlechte) Panasonic TZ-5.
Nach dem Vergleichen in einschlägigen Magazinen und Online-Vergleichstesten incl. Kundenrezensionen in verschiedenen Foren, wie auch hier, habe ich dann einige Kameras gefunden, welche ich in die engere Auswahl nahm.
Dazu muss ich sagen, dass ich noch eine NIKON D5100 DSLR Spiegelreflexkamera besitze, mit der man doch sehr gute Fotos machen kann.
Bevor man allerdings einen Vergleich anstellen will, sollte man sein Fotografier-Profil kennen, ansonsten wird die Suche gegen unendlich gehen, da es zu viele verschiedene Kameras im Angebot gibt.
Mein Profil sollte sein:
- beste zu bekommende Bildqualität in einer Kompaktkamera (wozu holt man sich auch sonst eine "Foto"-Kamera ?);
- größtmöglicher zu nutzender Zoombereich in Verbindung mit qualitativ gutem Bildstabilisator;
- leichte Bedienbarkeit und gute Handhabung;
- gut ablesbares Display;
- guter Blitz, der auch für Innenaufnahmen gut geeignet ist;
- gutes Preis-Leistungsverhältnis;
- gute Bilder in den Automatik-Modi (...wie soll das sonst auch anders funktionieren, hier ein Beispiel: Da oben fliegt ein Vogel - den nehme ich jetzt im ???-Modus, mit/ohne Blitz, mit Hintergrundunschärfe, bei Blende sowieso, mit Serienbildfunktion auf ??? So jetzt fang mal einer an, das an seiner Knipse erst ewig einzustellen - - - prima, fertig - und der Vogel ist weg :-(( - also besser geht es wohl, schnell auf ein Automatik-Programm zu gehen, anvisieren und feuer, bapp ist der Vogel in der Kiste - so mache ich das jedenfalls ...);
- Geo-Tagging via GPS für mich unwichtig (frist eh nur Akkuleistung, und wer weiß eigentlich hinterher nicht mehr, wo er seine Fotos gemacht hat, Entschuldigung, aber deshalb macht man doch gerade von dem Ort, wo man war, auch Fotos - oder ??? Für Dedektive wäre das allerdings wahrscheinlich ein "Muss");
- Videoqualität nicht soo wichtig (dann hätte ich nach einem Camcorder gesucht).
Zum Vergleich standen dann folgende Kameras:
- Panasonic TZ-25 und TZ-31,
- Sony WX100 (die kleine Größe reizte mich dann schon)
- Sony HX10 und HX-20
- und eben Canon SX240 und SX260
wobei ich vor Bestellung der Kameras eine Vorauswahl der Bildqualität über einschlägige Internetseiten und Testberichte, wie z.B. auch auf dkamera.de, vornahm. Dort kann man sich z.B. nebeneinander jeweils die Fotos zweier verschiedener Kameratypen in unterschiedlichen Aufnahmemodi anschauen, was ich am PC und am Flat-TV vornahm (hier fielen bereits die Nikon S9300 und die Samsung WB850F gleich raus, da diese Bildqualität mich da schon nicht überzeugte)
Meine Ergebnisse im Vergleich zur Canon SX240 (hauptsächliche Aufnahmen in den angebotenen Automatik-Modi):
- Panasonic TZ-25: geringfügig schlechtere Bildqualität, schlechterer Blitz, etwas teurer, Kundenrezensionen über Staub im Objektiv schrecken mich ab;
- Panasonic TZ-31: geringfügig schlechtere Bildqualität, schlechterer Blitz, zu teuer, evtl. Staubproblem in der Optik- siehe TZ-25, aber "Touch-Screen" ??? - Wer tippt denn bitteschön, während man die Kamera ja irgendwie halten muss, auf dem kleenen Bildschirm hinten mit seinen dicken Fingern rum ? Wer das mal probiert hat, wird wissen, was ich meine - so ein Quatsch zu entwickeln entbehrt mir jeglicher Logik !
- Sony WX100: schön klein und schnell, auch gute Bildqualität, aber schlechterer Blitz, weniger Zoom für etwa gleiches Geld;
- Sony HX20: etwas schlechtere Bildqualität, schlechterer Blitz, viiieel zu teuer und dann kein externes Ladegerät im Lieferumfang, sehr gute Videoqualität und GPS - brauche ich aber nicht unbedingt in einem Fotoapparat;
- Sony HX10 (die war die stärkste Konkurentin): Bildqualität nur einen ganz kleinen Tick schlechter (sieht man nur auf ausgewählten Fotos), Blitz schlechter, teurer und dann kein externes Ladegerät im Lieferumfang, Zoom schlechter, Video + GPS - für mich nicht so wichtig;
- Canon SX260: nur für das zusätzliche Ausstattungsdetail GeoTagging via GPS 40-50 Euro mehr zahlen, warum ??? (dafür evtl. lieber extra Akku, SD-Karte und Tasche dazu kaufen).
Fazit:
Wer eine Immer-Dabei-Kompaktkamera mit möglichst viel Zoom, kombiniert mit einem echt guten Bildstabilisator sucht, wirklich sehr gute Fotoqualität in den Automatiken auch mit Blitz, in einem gut verarbeiteten Gehäuse mit scharfem Monitor sucht, dem kann, ja muss ich, die CANON SX240 brühheiß empfehlen. Auch diese Kamera macht Videos in sehr guter Qualität und ist zudem noch sehr gut verarbeitet. Ich habe die Canon SX240 im Onlinehandel für 193,00 Euro erworben, bei Amazon gibt es derzeit für 199,00 Euro eine SDHC-Karte dazu, da kann man nicht viel verkehrt machen.
Andere Kameras haben hier und da eine etwas andere/bessere, aber auch teuer zu bezahlende Ausstattung. Diese haben für mein Anforderungsprofil allerdings eine geringfügig schlechtere Bildqualität, auf die es mir bei einem Fotoapparat aber ankommt.
++++++ Nachtrag vom 08.02.2013 zum Thema "Zerkratzen des Objektivs": ++++++
Rezensentin Ute Sautter meint:
Diese Problematik ist bei Canon bekannt. Wird innerhalb der Garantie behoben.
Die Kratzer treten nur auf, wenn die Kamera in einer eng anliegenden Box oder Tasche steckt und durch Druck auf den Wiedergabeknopf versehentlich startet. Kommt dann noch ein leichter Druck auf den Auslöseknopf, dann fährt das Objektiv aus und dabei wird das öffnen des Lamellenvorhangs blockiert, was vertikale Kratzer verursacht - manchmal auch ohne Staub, einfach weil die Kanten der Lamellen nicht sauber sind.
Man kann nicht alles haben - entweder eine möglichst kompakte Superzoomkamera oder eine super robuste Outdoorkamera.
Abhilfe: Es gibt passende Taschen mit Hartschale - z.B. von Lowepro u.a. Dadurch kann kein Knopf unabsichtlich gedrückt werden und sollte einem das gute Stück mal aus der Hand fallen macht das dann auch nichts.
In die Hosentasche passe sie dann allerdings nicht mehr.
... ich denke, dass das wohl ein interessanter Hinweis ist !