Hiermit bringt Canon den Nachfolger der Canon A 550 / 560 auf den Markt. Wer große Veränderungen erwartet hat, wurde enttäuscht. Außer der 8 Megapixel-Auflösung, hat sich nur etwas am Design getan. Das Gehäuse-Design wurde verändert, ist etwas griffiger als beim Vorgänger. Das neue Auswahlkreuz auf der Rückseite des Gehäuses lässt sich gut bedienen. So lassen sich die 5 Drucktasten etwas genauer ansteuern. Mit der vorigen runden Taste hatte ich bislang keine Probleme. Sie lies sich auch gut steuern. Die Canon A 580 ist aus dem Hause Canon die günstigsten Kamera und bietet die wenigsten Funktionen. Für Kinder, Einsteiger und für reine Automatik-Modus-Knisper ist sie grundsätzlich geeignet. In der 150 Euro Klasse bietet sie das Minimum an Ausstattung, um Fotos damit zu machen. Wer mehr Spielraum und Eingriff-Möglichkeiten beim Fotografieren haben möchte, benötigt den größeren Bruder A 590 IS. Hier erhalten Sie auch noch einen guten Bildstabilisator dazu, der heutzutage fast Standard ist. Ferner verzichten Sie hier auf die Blenden- und Zeitautomatik, die fortgeschrittene Fotografen schmerzlich vermissen würden.
Mit 8 Megapixeln und dem kleinen CCD-Chip von 1/2,5 verarbeitet Canon mal wieder die kleinsten Aufnahme-Chips, was nicht gerade für Rausch-Armut bei Bildern spricht. In dieser Preisklasse kann man bei keinem Hersteller mehr erwarten. Selbst in den teuren Kameras werden diese Bildsensoren verarbeitet. Das spricht für Gewinnmaximierung beim Hersteller, zu Lasten der Kunden! Leider gehen alle großen Hersteller diesen Weg! Als Fotograf lässt sich das Rauschen eigentlich nur durch die Verwendung niedriger ISO-Einstellungen (maximal ISO 100) verhindern. ISO 200 ist bei diesen Kameras die Schmerzgrenze, wenn man Wert auf Bildqualität legt. Von Seiten der Kamera wird hier noch durch die interne Rauschunterdrückung nachgeholfen, was jedoch geringfügig zu Verlusten im Detail führt. Die Digicam ist weitgehend ordentlich verarbeitet und besitzt für Kompaktkameras ein gerade noch lichtstarkes Objektiv (2,8 bis 5,5). Das leichte Weitwinkel (35 mm) und der kleine Teleobjektivbereich (140 mm) dürften für die meisten Anwendungsbereiche ausreichen. Im Gehäuse haben 2 Akkus der Größe AA Platz. Die Kamera ist aufgrund ihrer noch kompakten und handlichen Bauform eine immer dabei Kamera für den Urlaub, auf Partys, für Familienfotos, beim Besuch im Zoo und anderen Anlässen. Auch Makroaufnahmen für die eigenen Internet-Auktionen gelingen damit recht gut. Nachteilig zu erwähnen wäre eigentlich nur das große 2,5-Zoll-Display mit der geringen Anzahl an Bildpunkten (115.000 Pixel). Es sorgt für wenig Details bei der Wiedergabe auf dem Display. Zur Beurteilung des Bildausschnittes beim Fotografieren reicht es aus. Alternativ bleibt natürlich noch der optische Sucher, der schon bei einigen günstigen Kameras eingespart wird, worauf ich jedoch nicht verzichten möchte. Er ist im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera recht klein, aber bei starken Gegenlichtaufnahmen besser als gar keiner!
Der eingebaute Bildstabilisator arbeitet sehr zuverlässig und ist eine nützliche Erfindung. Dennoch kann er nicht bei allen schlechten Lichtverhältnissen aushelfen. Hier kann man auch elegant mit manuellen Einstellungen (z.B. kürzerer Zeit und höherer ISO-Zahl) nachhelfen. Die Kamera Automatik- oder Motivprogramme sind sehr zuverlässig und intelligent, sodass sie zu guten Bildergebnissen führen. Wer in dunklen Räumen (z.B. in Kirchen) fotografiert, der benötigt entweder ein Stativ oder Hilfsmittel (z.B. Banklehne, Säule, etc.), um gute Fotos zu machen.
Als einzige Neuerung führt Canon mit dieser Kamera-Generation die Motion-Detection-Technologie ein. Sie soll bei höheren ISO-Werten im High-ISO-Modus mögliche Bewegungsunschärfen besser analysieren und für ein schärferes Bild sorgen. Aus meinen Erfahrungen ist das nicht nötig, weil die Bilder mit hohen ISO-Einstellungen weitgehend unbrauchbar sind. Der Videomodus der Kamera ist auch überzeugend. Die Videos werden im AVI-Format (Motion-JPEG-Kompression) aufgezeichnet und bieten Mono-Ton. Das reicht für kurze Videos aus.
Fazit: Dies ist wirklich die günstigste Einsteigerkamera von Canon. Für meinen Geschmack schon stark abgespeckt. Sie ist eigentlich nur für Käufer gedacht, die jeden Euro viermal umdrehen. Für ca. 20 Euro mehr erhalten Sie nicht nur den Bildstabilisator, sondern auch die manuellen Eingriffmöglichkeiten zur Blenden- und Zeitautomatik. Das ist ein minimales Aufgeld, dass Sie bei wachsendem Fotointeresse auf jeden Fall noch ausgeben sollten! Sie werden es nicht bereuen! Damit gelingen noch bessere Bilder. Wer nur Knipsen möchte oder wenig fotografiert, kann sich diese Kamera gut und gerne kaufen. Er wird seine Freude an diesem Gerät haben. In dieser niedrigen Preisklasse macht die Kamera im Vergleich zu Samsung, Panasonic, Casio und anderen Herstellern überzeugende Fotos. Wer mehr Wert auf Bildqualität legt, sollte sich die Fuji Finepix f 40 fd oder f 50 fd anschauen.