Ich habe mir 2003 die Canon PowerShot A80 gekauft. Soweit ich weiß, war das eine der ersten Digitalkameras mit klapp- und drehbaren Display.
Diese Ausstattung hat sich bei mir sehr bewährt.
Da die Kamera inzwischen zu langsam geworden ist (um unseren 1,5 Jahre alten Nachwuchs zu fotografieren), habe ich mich nach einem Nachfolger umgeschaut.
Für mich kam nur wieder eine Kamera mit einem Klapp-Display in Frage.
Nachdem die Stiftung Warentest in der Test-Zeitschrift 3/2007 der A630 (neben einer weiteren Kamera) ein gutes Bild bescheinigte und die A630 bei der ComputerBild Preis/Leistungssieger wurde, habe ich mich also für diese Kamera entschieden.
Im Vergleich zu meinem alten Modell ist sie spürbar schneller, sowohl beim scharf stellen, als auch beim Zugriff auf die Speicherkarte (wobei ich mir eine schnelle SD-Karte von SanDisk gekauft habe).
Die Bedienung und die Einstellungen sind im Vergleich zu meiner alten Kamera kaum verändert worden und immer noch sehr praktisch.
Das große Display, ist schick, aber das bieten andere Kameras schon länger (allerdings nicht drehbar).
Bei der Ausstattung gibt es ein paar neue Programme (z.B. Schneeaufnahmen).
Recht praktisch finde ich, dass beim Selbstauslöser die Anzahl der Bilder eingestellt werden kann. Wenn nach z.B. 10 Sekunden die Kamera auslöst und man drei Bilder eingestellt hat, werden diese hintereinander ausgelöst. Häufig kommt es ja vor, dass bei Gruppenbildern mindestens eine Person die Augen geschlossen hat oder komisch schaut. Wenn mehrere Bilder aufgenommen werden, kann man sich das Beste aussuchen :-)
Bleibt noch das wichtigste, die Bildqualität.
Bei unserer Hochzeit wurden wir mit Digitalkamera geradezu "abgeschossen". Hier konnte man anhand eines Motivs z.T. deutliche Qualitätsunterschiede erkennen. Unsere Kamera (die A80) hatte meiner Meinung nach die beste Bildqualität aufzuweisen.
Hier kann mich die PowerShot A630 auch voll überzeugen. Sichtbar besser als bei meinem alten Modell sind die Bilder nicht wirklich, aber dafür bietet die Kamera immerhin eine Auflösung von acht Megapixeln an. In der Praxis verwende ich allerdings fünf Megapixel, das reicht selbst für Abzüge von 20*30 vollkommen aus.
Negative Aspekte muss ich allerdings auch ansprechen.
- Die vier benötigten Mignon-Batterien bzw. Akkus machen die Kamera doch ganz schön schwer. Sie ist außerdem deutlich größer und dicker als Modelle der Konkurrenz. Aber der Akkuschacht an der rechten Seite bietet auch einen Vorteil: man kann die Kamera gut festhalten. Bei so manchem dünnen Modell, das ich ausprobieren durfte, kann man die Kamera höchstens mit Daumen und Zeigefinger halten, die A630 kann man fest mit einer Hand anfassen.
- Weiterer Nachteil ist die blödsinnige Idee, Batterien mitzuliefern, die sind nämlich schnell leer. Akkus wären stattdessen sinnvoller. Dafür könnte man die mitgelieferte Speicherkarte weglassen. 16 MB Speicher sind bei einer Acht-Megapixel Kamera ein Witz.
- Eine weitere unschöne Sache: als ich mir die Kamera gekauft hatte, war bereits nach wenigen Stunden keine Aufnahme mehr möglich, es wurde kein Bild mehr angezeigt (sondern nur noch die Symbole), auch wurde nur ein schwarzes Bild fotografiert -> also ein Garantiefall.
Ärgerlich: ein ähnliches Problem hatte ich mit der PowerShot A80. Nach drei Tagen wurden im Display nur noch grüne Farben angezeigt. Das Austauschgerät läuft bis heute zuverlässig.
- Und zum Schluss: dies ist keine Profi-Kamera. In dunklen Umgebungen rauscht das Bild und die Aufnahmequalität der Videos ist eher bescheiden. Das betrifft allerdings auch alle anderen Kameras in dieser Preisklasse.
Aber dafür kann die A630 bei der Bedienung und Bildqualität punkten. Das klapp- und drehbare Display möchte ich nicht mehr missen. Mir gefällt die Kamera und das fotografieren macht viel Spaß.
Ein schönes Gerät, das ich jedem empfehlen kann!