28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Qualitätsdruck mit leichtem Nervfaktor, 9. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Canon PIXMA IX7000 A3 Tintenstrahldrucker (Personal Computers)
Der alte HP Drucker für A3-Format hatte es nun endgültig hinter sich. Ein neuer Drucker für A3 für unser Büro musste her. Zur Disskusion standen neben dem Canon Pixma iX7000, der HP Business Inkjet 2800 und der HP Officejet 7000 E809a.
Letztendlich, und trotz Bedenken wegen "nur GDI" als "Druckersprache", haben wir uns für den Pixma entschieden. Auslöser war hier die wasserfeste Tinte und der Duplexdruck für Normalpapier. Einzelne Farbpatronen haben inzwischen nun (fast) alle. Auch der Randlosdruck (allerdings nur für Fotopapier möglich) hat überzeugt.
Die Post brachte ein riesiges unhandliches und schweres Paket, was allein kaum zu handhaben war.
8.30 Uhr Start: auspacken - für mich allein gerade noch machbar. Das Teil ist monströs groß (ca. Breite 65 cm, Tiefe 60 cm mit einfach aufgezogenem Papierauffang, Höhe 25 cm). Es steht in Greifweite auf der Verlängerung des Schreibtisches. Ein USB-Kabel war übrigens dabei.
Die Bedienungsanleitung, die man zur Installation tunlichst durchgehen sollte, ist blöderweise 4-sprachig (Eng,D,Frz,Ital.) auf jeder Seite untereinander, d.h. jeder Schritt wird in allen Sprachen erklärt. Das ist verwirrend bzw. sehr unübersichtlich zumal es neben einer Skizze und den Texten auch noch extra Hinweise gibt. Aber es ist machbar!
Der Drucker war gut verpackt und um 9.00 Uhr hatte ich alle Tintenpatronen eingesetzt. Dann begann ca. 30 sek. ein "Geschüttel und Geratter" und blinken der grünen LED. Dann Pause und weiter Geschüttel. Im Handbuch steht, dass das ca. 2 min dauert, war auch etwa so. Also einfach die 2 min Abwarten.
Das Schütteln der Tintenpatronen (Druckkopf fährt schnell hin und her) ist übrigens nötig um die Pigmente der wasserfesten Tinte in den Patronen gut zu verteilen. Das macht irgendwie abartige Geräusche, aber nicht zu schlimm.
Ich habe wirklich jeden Schritt genau gelesen, bevor ich was falsch mache, daher war ich nicht soo schnell. Um 9.17 Uhr dann endlich die CD im PC und auf "Installieren" gedrückt. Um 9.28 Uhr - die Druckkopfausrichtung beginnt - der Drucker sagte mir nun "klare Tinte leer" und auf dem Drucker-Status-Bildchen am PC-Bildschirm wird der Tank der klaren Tinte als "leer" angezeigt. Schock! Hab ich doch eben die neue Patrone für "klare Tinte" ordnungsgemäß eingesetzt. Aber nach einem Moment wird dann doch "voll" angezeigt.
Diese klare Tinte wird vor dem Druck auf das Normalpapier gebracht, was sich dadurch unmittelbar nach dem Druck irgendwie leicht feucht anfühlt. Macht aber nichts.
Um 9.32 Uhr spuckt er das erste Blatt des Testausdruck leer aus, ich will es schon greifen, da zieht er es schnell rückwärts wieder ein und bedruckt es. Um 9.35 Uhr wird das 2. Testblatt bedruckt. Um 9.39 Uhr ist die Einrichtung fertig. Schüttel, schüttel. Um 9.40 Uhr ist der Drucker nun wirklich bereit.
Die ersten Testdrucke (Text, Fotos, auch randlos, Duplex) begeistern wirklich. Allein für die Fotos (wasserfest) hat es sich gelohnt. Kein Verschmieren und endloses Trocknen mehr!
Ein Manko ist jedoch, dass das Gerät eine gefühlte Ewigkeit braucht, wenn man es eingeschaltet hat und dann den ersten Druckauftrag losschickt, bis die erste Seite fertig ist. Habe hier 1 min und 20 sek. gestoppt. Der Druck selbst geht sehr schnell aber vorher muss er eben "rumschütteln". Weitere Drucke gehen dann schneller.Über den Bürotag verteilt dann immer wieder mal unmotiviertes rumgeschüttel.
So, leider hat das Teil schon nach wenigen Seiten den Geist aufgegeben, buntes LED-grün-orange-geblinke und eine Fehlermeldung B300. Supergau! Aus- und Einschalten hilft nichts. Recherche im Internet bei Canon und sonst wo auf der Welt bringt keine klare Aussage nur das vage Ergebnis, das wohl was mit dem Druckkopf sein müsste. Ja, der bewegte sich auch nicht mehr aus seiner Parkposition raus und "rüttelt" sich nicht mehr. Bei Canon-Kundenservice eine Nachricht hinterlassen (war keiner mehr da). Amazon angerufen und von dort sofort eine Ersatzlieferung in die Wege geleitet. An dieser Stelle Danke liebe Amazon-Leute, Ihr schafft wirklich zufriedene Kunden!
Also den defekten Drucker wieder schön eingepackt und zur Post gebracht. Neuer Drucker kam und nun nochmal Alles von vorn. Dummerweise steht nirgendwo, wie man einen Ersatzdrucker installiert. Den neuen einfach angeschlossen ging nämlich nicht. Also erst über das umfangreiche Druckermenü am PC "repariert" und den nun plötzlich vorhanden doppelten Treiber entsorgt. (nein, ich hab nicht 2x über die CD installiert!)
Der neue Drucker druckt nun zu unserer Freude bisher perfekt. An das hin und wieder plötzlich auftretende Geschüttel und Geratter gewöhnt man sich schnell - es nervt dann kaum noch. Auch wackelt der Tisch (entgegen anderen Aussagen im Internet) dabei nicht.
Wer noch schneller die Ausdrucke braucht, ist mit diesem Teil falsch beraten. Aber so als Allround-Drucker für unseren Büroalltag mit Texten, Tabellen und Fotos in A3 ist er wirklich zu empfehlen.
Randlos druckt er übrigens nicht: Normalpapier und kleinere Formate als A4.
Das Normalpapier kommt unten in eine Kassette mit Deckel, von oben (aufklappen) wird Fotopapier eingezogen. Andere Formate Normalpapier kann man auch manuell von vorn einlegen.Da kann man unten A4 in der Kassette haben und mal eben A3 schnell vorn einschieben.
Von Canon kam übrigens Tage später die Info, dass der Druckkopf wohl defekt ist und man das selbst nicht reparieren kann. Hoffe der Neue hält so lang wie unser alter HP (8 Jahre!)
Fazit nach intensiver Nutzzeit:
Die Ausdrucke sind super. Fotos haben wir nie besser gedruckt - wirklich wunderbar.
Arbeitet problemlos in unserem Netzwerk auch mit Windows 7 zusammen.Die 3 Papiereinlegemöglichkeiten möchte ich nicht mehr missen, endlich kein Papier raus, anderes rein und wieder zurück gefummle mehr.
Wichtiger Hinweis: die Tintenpatronen (vor allem schwarz für Texte) sind gefühlt sehr zügig leer und dann geht sehr schnell nichts mehr.
Auch die "clear" Tinte ist für meinen Geschmack zu schnell leer. Problem dabei ist aber besonders: Die benötigten Patronen gibts nicht an jeder Straßenecke, in Berlin nicht mal in der Metro (bisher zumindest). Es ist also eine Internetbestellung nötig, die aber mindestens 1-2 Tage dauert bis Lieferung. Also bitte immer Patronen auf Vorrat kaufen!!!!!!!
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4.0 von 5 Sternen
Es rappelt in der Kiste: sehr gute Druckqualität - wenn er endlich druckt, 8. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Canon PIXMA IX7000 A3 Tintenstrahldrucker (Personal Computers)
Ich habe den 7000er jetzt ein knappes Jahr im harten Büroalltag im Betrieb. Er muss hier als Allrounder alles erledigen vom einfachen Schnellausdruck bis zum farblich fein abgestuften A3-Druck und Foto-Ausdruck. Er ist ja kein echter Foto-Spezialist mit seinen nur 5 Farbpatronen, davon 1 Patrone echtes Schwarz und 1 Patrone für Grauwerte (Photoblack). Dafür liefert er im Fotodruck sehr ordentliche, farblich überraschend fein abgestufte Qualität - gerade auch Schwarzweiß ist schon sehr ansehnlich. Wenn ich perfekten Fotodruck will, lasse ich das ohnehin von einem professionellen Anbieter machen.
Insgesamt funktioniert der Drucker ohne Fehl und Tadel, muss ich sagen. Da habe ich mit meinen letzten A3-Druckern von Epson und HP schlechtere Erfahrungen gemacht.
Allerdings: Das Gerät ist echt eigenwillig und verlangt vom Nutzer einige Geduld. Nach dem Einschalten blinkt die grüne LED erst mal ewig und es rappelt geheimnisvoll und locker eine halbe bis Minute lang in der Kiste. Auch zwischen den Ausdrucken legt er immer wieder geräuschvolle Selbstreinigungspausen ein. Oft genug hat mich das genervt, aber inzwischen sehe ich immerhin einen Vorteil darin: Auch nach dem knappen Jahr mit viel Gedrucke sieht das Druckbild absolut sauber und ordentlich aus, und selbst nach längeren Urlaubspausen war der Drucker nie eingetrocknet. Auch die bei anderen Druckern sich dann schon langsam abzeichnenden Schmodderstreifen gibt es nicht - die Blätter bleiben blitzsauber. Dafür zwang mich der Drucker gerade vorhin durch Streik und Warnung, endlich mal eine Walzenreinigung durchzuführen: Er weigerte sich einfach, weiter zu drucken - nix zu machen. Für die Walzenreinigugn liefert Canon ein spezielles Klebepapier mit, das man mal kurz durchnudeln lassen muss. Dieses Papier liegt - ein liebevolles Detail - in einem unten versteckten Extrafach in der Papierkassette. Nach der Reinigung (problemlos per Menüanweisung) erledigte der iX7000 seinen Job wieder ohne Murren. Er zwingt halt seine Besitzer sozusagen durch lautes Gerappelgebell, rechtzeitig mit ihm Gassi zu gehen.
Betrieben wird der Drucker hier sowohl unter Windows (XP, 7) als auch unter Mac OS 10.6 (Snow Leopard). Geht alles einwandfrei. Die Menüsteuerung ist recht übersichtlich, finde ich.
Ästheten erleben beim Auspacken allerdings erst mal einen Schock, selbst wenn sie wie ich Generationen von ausladenden A3-Druckern kennen. Aus der Verpackung schält sich eine silbrig glänzende Riesenkiste mit dunkelgrauem Unterbau im abgestuften Pagodenstil. Da hat Canon so gute Designer im Kamerabereich, aber das hier lässt einen schon erst mal schlucken. Am besten stellt man den Drucker im Büro an eine Stelle, wo er optisch nicht so dominiert, sofern das möglich ist.
Vor der Anschaffung sollte man sich klar machen, dass der Betrieb eines solchen Tintenstrahldruckers teuer ist, sofern man originale Patronen verwendet. Ich habe früher meist No-name-Produkte und zum Teil selbst nachgefüllte Patronen eingesetzt. Nach ein paar enttäuschenden Versuchen bin ich bei diesem Drucker erstmals reumütig zu Canon-Patronen zurück gekehrt. Dafür ist die Druckqualität jedem Laserdrucker weit überlegen, und man hat keinen Krebs erregenden Tonerstaub in der Büroluft.
Die einzige Macke, die ich bislang festgestellt habe: Wenn man den großen Klartintenbehälter, der zum Glück recht lange hält, austauscht, dann erkennt das der Drucker nicht sofort. Er meckert noch einige Tage, bis er merkt, dass alles okay ist. Einfach nicht drum kümmern und weiter drucken.
Eines nervt mich allerdings wirklich: Die Tintenpatronen sind selbst schon fast kleine Computer mit eigener LED-Anzeige, die bei Leerstand blinkt. Sieht schick aus, müllt aber die Welt unnötig mit Elektronikmüll zu, denn wer schickt schon seine leere Patronen irgendwohin zum Nachfüllen? Also landet das alles im (Sonder-)Müll, inklusive Leuchtdiode. Eigentlich ist das ein Wahnsinn.
Pluspunkte:
++ sehr gute Druckqualität für einen "5-Tinten-Drucker"
+ produziert keine Schmierstreifen auf dem Papier wie so viele andere Drucker
+ Fach für Fotopapier sehr gut von oben zugänglich (nicht hinten zur Wand wie bei meinem letzten HP)
+ Fach für manuelle Papierzuführung auch gut zugänglich
+ häufige, aufwendige Selbstreinigung verhindert Eintrocknen der Druckköpfe
+ auch nach mehrwöchigen Pausen keine eingetrockneten Tinten
+ insgesamt sehr zuverlässig
+ extra Papier zum Reinigen der Druckrolle dabei (extra Fach im Papiereinschub)
+ läuft unter Win-7, Win XP, Mac OS 10.6 (Snow Leopard) einwandfrei
+ generell für alle Tintendrucker: kein ungesunder Tonerstaub in Büroluft
Neutral:
o Druckgeschwindigkeit im "SChnelldruck"-Modus für Büroalltag akzeptabel, aber nicht überragend
Negativ:
- Selbstreinigungsmechanismus sehr laut
- Selbstreinigung braucht nervig lange
- insgesamt auffallend oft lange "Denkpausen" beim Drucken
- erkennt neuen Klartintenbehälter nicht sofort (zumindest meiner)
- billige No-Name-Patronen oder nachgefüllte Patronen verträgt er nicht gut
- Druckerpatronen mit eingebauter Leuchtdiode etc. sorgt für unnötigen Elektronikmüll
- Design ist zwar Geschmackssache, aber das hier dürfte selbst Fahrer von Billig-SUVs nicht begeistern.
Die Negativpunkte sind eher Kleinigkeiten gegenüber den Vorzügen, in der Summe mir aber 1 Stern Abzug wert.
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