Für hochwertige Objektive wird regelmäßig das Aufschrauben eines Schutzfilters empfohlen. Häufig wird ein Skylight eingesetzt, weil die Beeinflussung des Bildes gering ist und störende UV Anteile gefiltert werden.
Wem einmal die Kamera oder ein wertvolles Objektiv herunter gefallen ist, der weiß, daß sie immer so landen, daß ein maximaler Schaden entsteht. Daher kann ein Schutzfilter ein 2.000¤ Objektiv retten.
Aber: Jeder Filter verändert das optische Verhalten des Gesamtsystems Kamera. So auch dieser Schutzfilter von Canon.
Ich setze den Filter auf einem EF 70-200 2.8 L USM ein, sowie einem EF 24-70 2.8 L USM mit einer Canon 5D ein.
Zunächst fiel auf, daß der Autofocus gefühlsmäßig etwas mehr am Werkeln war, als sonst.
Um das Problem einzukreisen, habe ich Fotos vom Stativ geschossen um den Einflus von Verwackelungen auszuschließen.
Wie sich herausstellte, wird das System vom Filter negativ beeinflußt, so daß der Autofokus offensichtlich Probleme hat, mit dem Filter noch korrekt zu fokussieren. Zudem ist die Schärfe auch bei manueller Korrektur nicht mehr ganz so perfekt wie ohne Filter.
Meine Vorgehensweise ist daher: Arbeiten unterwegs für Außenaufnahmen, bei denen das letzte Quentchen Schärfe nicht entscheidend ist, Filter drauf. Im Studio, bei Portäts etc. Filter runter und Aufpassen.
Fazit: Filter als Objektivschutz empfehlenswert, wenn man bereit ist, ihn in Situationen, bei denen Schärfe Pflicht ist wieder abzuschrauben.